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Fahrbericht: Porsche Hybrid RS - Highend-Pedelec auf dem Prüfstand

E-Bike- und MTB-Technik vom Feinsten

Elektromobilität ist in aller Munde – gerade auch bei den Automobilkonzernen. Kein Wunder also, dass auch Porsche-Entwickler an einem Pedelec basteln. Der Prototyp des MTB-Pedelecs namens Hybrid RS wurde im Sommer vorgestellt – ElektroBIKE und sein Schwestermagazin MOUNTAINBIKE konnten das Bike ausgiebig fahren. Hier finden Sie Bilder, Infos und Fahreindrücke.

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Benjamin Hahn
Porsche Hybrid RS - spannender Pedelec-Prototyp, der aber nicht in Serie gehen wird.

Viele Automobilhersteller geben zur Zeit in Sachen E-Bikes und Pedelecs richtig Gas - zuletzt hatte Smart eine extravagante Bike-Studie vorgestellt.

Auch Porsche tritt in die Pedale - aber nicht auf die futuristische sondern auf die richtig herzhafte Art. Das Hybrid RS ist als extrem leichtes Highend-Mountainbike konzipiert und machte diesem Anspruch in unserem Fahrtest auch alle Ehre.

ElektroBIKE konnte einen Prototypen des Porsche-Pedelecs unter die Lupe nehmen. Auch wenn inzwischen klar ist, dass Porsche bis auf Weiters keine E-Bikes und Pedelecs auf den Markt bringen wird, zeigt der Prototyp des Hybrid RS, was der Biker von einem Porsche erwarten könnte.

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Die MTB-Ausstattung des Porsche-Pedelecs - vom Feinsten

Porsche Hybrid RS - Pedelec im Fahrbericht

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Dass Porsche kein Allerwelts-Pedelec baut, versteht sich von selbst. Beim Hybrid RS schöpft Porsche aus dem Vollen: Das E-Mountainbike basiert auf einem Carbon-Rahmen von Simplon und auch Sattelstütze und Lenker sind aus Carbon gefertigt – das zeigt sich auf der Waage: Bei 17,3 kg bleibt der Zeiger stehen – ein für Pedelecs hervorragender Wert.

Auch bei den weiteren Parts ist Porsche das Beste gerade gut genug: Federgabel und Dämpfer stammen von Fox, als Bremsanlage kommt eine Magura Marta zum Einsatz, die Schaltung stammt von Sram (X-0) und bietet 27 Gänge.

Die Pedelec-Technik
Das Hybrid RS wird von einem Hinterrad-Nabenmotor mit 250 Watt Dauerleistung und 450 Watt im Peak angetrieben, der Akku hängt unterm Unterrohr – getarnt als Trinkflasche. Ein nettes Gimmick, aber die Tarnung funktioniert natürlich nur begrenzt. Schließlich sitzt die Motorsteuerung in einem weiteren schwarzen Kasten auf dem Unterrohr. Und auch die Verkabelung zwischen Akku, Steuerkasten und Bremshebel ist kaum zu übersehen. Verkabelter Bremshebel? Stimmt, Porsche hat dem Pedelec einen Antrieb inklusive Rekuperation spendiert: Wenn der Fahrer am Hebel für die Hinterradbremse zieht, schaltet der Motor um auf Ladebetrieb; damit lässt sich besonders bei langen Bergabfahrten ein wenig Energie zurückgewinnen.

Ein Kabel hat Porsche immerhin einsparen können: das zum Steuer-Display am Lenker. Statt eines solchen Displays nutzt Porsche nämlich ein Apple iPhone mit einer entsprechenden iPhone-App. Das iPhone verbindet sich per W-LAN drahtlos mit der Steuerung. Der Fahrer kann mit dem berührungsempfindlichen Display den Akku-Ladestand anzeigen lassen und zwischen drei Fahrstufen wählen. Das funktioniert aufgrund der Display-Technik aber nur mit echter Haut, nicht mit den Fingerspitzen eines Handschuhs – schlecht für Biker, die auch in kühleren Jahreszeiten unterwegs sind.

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Fahreindrücke: Hansdampf mit zu viel Kraft

Porsche Hybrid RS - Pedelec im Fahrbericht

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Als Mountainbike taugt das Hybrid RS primär für lange Touren und All-Mountain-Trails. Für Downhill- oder gar Freeride-Einsätze hingegen ist das Bike nicht gemacht. Käme das Porsche Hybrid jetzt mit seinen 17,3 Kilogramm auf den Markt – es würde zu den bei leichtesten Pedelecs gehören. Allerdings muss sich der Fahrer – so er denn Erfahrung mit besonders leichten MTBs hat – trotzdem erst einmal auf das zusätzliche Gewicht im Hinterrad einstellen, das die Agilität nicht gerade steigert. Rahmengeometrie und Sitzposition sind durchaus sportlich und vortriebsorientiert ausgelegt.

Der Motor schob bei unserem Prototypen kraftvoll mit und mit den drei Fahrstufen lässt sich die Unterstützung gut abstufen. Zwei Macken fielen in unseren Fahrtests aber recht unangenehm auf: Zum Einen schwankt die Unterstützung bei konstantem Pedalieren und konstantem Tempo in Wellenform: stärker, schwächer, stärker, schwächer – das nervt. Und zum Anderen schiebt der Motor sehr oft nach, wenn der Fahrer schon nicht mehr pedaliert. Bei 25 km/h können das schon mal zusätzliche 10 Meter Fahrt mit voller Kraft voraus sein – unangenehm. Porsche müsste also in der nächsten Entwicklungsstufe (falls sie jemals kommt) noch an der Motorsteuerung feilen. Schließlich erwarten die Kunden von einem Porsche nicht nur Power sondern auch Komfort und Sicherheit auf höchstem Niveau.

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Fazit und Bike-Daten zum Porsche-Pedelec Hybrid RS

Porsche Hybrid RS - Pedelec im Fahrbericht

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Keine Frage: Porsche lässt’s krachen. 17,3 Kilogramm bei 450 Watt Motorleistung sind für ein Pedelec ein echter Spitzenwert – solange man ihn nicht mit den Werten unelektrifizierter Carbon-MTBs vergleicht. Und genau darauf kommt’s an: Wer mit einem ähnlich teuren Normal-Bike vergleicht, wendet sich ab. Wer aber das leichtest mögliche Pedelec für genussreiche Offroad-Touren sucht, wird sich nach dem Porsche die Finger lecken. Am Fahrspaß muss Porsche freilich noch arbeiten. Die Antriebssteuerung des von uns gefahrenen Prototyps braucht weiteres Fein-Tuning in Sachen Kontinuität und Nachschieben. Wenn dieses Tuning gelingt, legt das Hybrid RS die Messlatte zweifellos eine Etage höher.

Das Porsche Hybrid RS Prototyp im Überblick

Rahmen: Simplon (Carbon)
Antrieb: Hinterrad-Nabenmotor, 250 Watt Dauerleistung, 450 Watt im Peak
Akku: Lithium-Mangan, 25,2 V, 6,4 Ah, 161 Wh
Lenker: Syntace Duraflite (Carbon)
Sattelstütze: Carbon ROD V2
Sattel: Selle Italia SLR (Carbon)
Schaltung: Sram X-0 (27 Gänge)
Scheibenbremsen: Magura Marta
Reifen: Schwalbe Rocket, Ron
Federgabel: Fox 32 F100 RLC
Dämpfer: Fox Float RB 23

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