PG Blacktrail, Grace Pro und Electrolyte Düsenjäger - Hintergrund-Interviews mit den E-Bike-Entwicklern

Drei Konstrukteure erklären ihre Super-Pedelecs

PG Blacktrail, Grace Pro und Elektrolyte Düsenjäger - diese drei E-Bikes sorgen für mächtig Wirbel. Der Grund: Sie stechen aus der Masse hervor. In Sachen Preis, Design und Technik. Hier erklären die Konstrukteure der Super-Bikes die Geheimnisse der Pedelecs.

In unserem ElektroBIKE Magazin haben Manu Ostner (PG Blacktrail), Michael Hecken (Grace) und Sebastian Wegerle (Electrolyte) ihre Räder präsentiert. Jedes für sich ist einzigartig und zeigt, wie man das Thema Elektrobike auch interpretieren kann. Und hinter jedem steht eine eigene Philosophie.

Auf den folgenden Seiten erklären die drei Konstrukteure ausführlich ihre E-Bikes und die Ideen dahinter.

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Blacktrail-Erfinder Manu Ostner: "Man muss Welttrends generieren"

PG-Bikes BlackTrail - E-Bike bis 100 km/h

UB 2011 PG Bikes BlackTrail totale (jpg)
UB 2011 PG Bikes BlackTrail totale (jpg) UB 2011 PG Bikes BlackTrail hinterbau (jpg) UB 2011 PG Bikes BlackTrail motor (jpg) UB 2011 PG Bikes BlackTrail felgen (jpg) 7 Bilder
UB PG Blacktrail Orlando Bloom
Chris Colls / Orlando Bloom & BlackTrail
Orlando Bloom ist begeistert vom PG Blacktrail. In Los Angeles haben Manu Ostner und PG schon viele E-Bikes verkauft.

ElektroBIKE: Wie kommt man auf die Idee ein 60 000 Euro teures E-Bike zu bauen? Immerhin könnte man für das Geld schon einen kleinen Sportwagen bekommen...
Manu Ostener: "Prinzipiell bestand die Idee darin, das Hochwertigste, Schnellste und technisch Möglichste in ein E-Bike zu stecken. Das Ziel bestand darin, den erfolgreichsten, reichsten, prominentesten Menschen der Welt einen Anreiz zu geben, sich genau so individuell, innovativ und modern wie mit Ihren Autos (Ferraris, Bentleys & Co) fortzubewegen. Und wenn man es schafft, diese Menschen auf ein E-Bike zu bekommen, mit dem sie dann erhobenen Hauptes und stolz durch ihre Städte fahren, folgt daraus eine sehr rasche Sensibilisierung für das Thema E-Bikes an sich. Man muss die
Menschen wach rütteln, nur leider gelingt dies nicht mehr, in dem ich und meine Kollegen mit normalen E-Bikes durch die City fahren, sondern nur noch, indem man im Top-Down-Prinzip die Menschen darauf aufmerksam macht, dass E-Mobilität sexy und stylisch ist. Man muss Trends, bzw. Welttrends generieren!"

Wer ist die Zielgruppe für das Bike?
"Die Erfolgreichsten, Reichen und Prominenten dieser Welt, mit einem Drang zur Individualität und zur Profilierung von grüner und sexy Fortbewegung. Einfach die Trendsetter!"

Die Stückzahl ist weltweit auf 667 Stück limitiert. Der Serienstart ist
im Sommer 2011. Wie viel Vorbestellungen haben Sie bereits?

"Der Serienstart beginnt bei uns bereits mit den ersten Auslieferungen
nach Russland und in die USA im März/April. In der EU müssen wir aufgrund
der Motorradeigenschaften noch einige Zertifikate einholen, daher erst der
Auslieferstart in Europa im Juni/Juli. Wir planen bereits im ersten Jahr mehr als 150 BlackTrail auf dem internationalen Markt verkauft und ausgeliefert zu haben und bis spätestens 2013 die Serie komplett ausgeliefert zu haben."

Orlando Bloom hat auf dem Blacktrail schon eine Probefahrt gemacht. Sieht man bald einige Blacktrails auf dem Hollywood-Boulevard?
"Ja, vor allem nach Los Angeles haben wir schon eine Hand voll verkauft! Diese werden dann auch bis dato ausschließlich von weltbekannten Schauspielern und Prominenten gefahren!"

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Grace-Entwickler Michael Hecken: "Ein E-Bike ist wie ein Smartphone"

Grace Pro: Das E-Bike der Extreme für 2011

UB Grace Pro 2011 E-Bike
UB Grace Pro 2011 E-Bike UB Grace Pro 2011 E-Bike UB Grace Pro 2011 E-Bike UB Grace Pro 2011 E-Bike 10 Bilder
UB Grace Pro 2011 E-Bike
Grace
Eine Fahrt mit dem Grace E-Motorbike ist wie eine Segel-Tour. Sagt zumindest Erfinder Michael Hecken.

ElektroBIKE: Wie entstand die Idee für das E-Bike?
Michael Hecken: "Bei einer Fahrt vom Bahnhof Bernau zu meinem Haus. Eine Distanz von zwölf Kilometern. Ich hatte die Strecke Berlin Mitte-Bernau mit dem RegioExpress zurückgelegt. Mit der Kombination E-Bike und RegioExpress (ein Transport ist im Gegensatz zum Motorroller legal und möglich) ließe sich die gesamt Fahrzeit auf etwa 25 Minuten senken. Mit dem Auto dauert die Tour 40 Minuten und kostet je nach Benzinverbrauch etwa acht Euro."

Welchen Hintergrund hat der Markenname?
"Grace ist eine Anlehnung an den Stil und das Wertebewusstsein der 60er-Jahre. Grace Kelly, Mercedes SL das Apollo Raumfahrtprogramm. In meinen Augen war dies eine Zeit, die im starken Gegensatz zu der Aldi- und Mediamarkt-Mentalität der heutigen Generation steht. Für uns hat Stil und Qualtiät etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Der Markenname hat aber auch etwas mit Geschwindigkeit zu tun - das Wort Race ist in dem Markennamen enthalten. Das wir das erste E-Motorbike mit 45 km/h gebaut haben, ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unsere Kommunikation, auch wenn wir heute bereits Fahrzeuge in der E-Bike- und Pedelec-Klasse anbieten."

Wen wollen Sie mit diesen Bikes ansprechen?
"Jeden, der etwas von Design und Technik versteht und gerne ein E-Bike hätte, ohne dabei als Rentner abgestempelt zu werden. Es ist einfach eine neue Fahrzeugklasse. Natürlich ist es etwas ungewohnt, ein Fahrzeug zu fahren mit einem solch massiven Rahmen. Aber besser ein vollintegriertes Fahrzeug als ein Fahrrad, bei dem einfach nur Motor, Batterie und der ganze Kabelsalat draußen am Rad hängen. Es ist wie bei allen Innovationen nur eine Frage der Zeit, bis der Konsument den Unterschied zwischen vollintegrierten E-Bikes und zusammengewürfelten Fahrzeugen versteht."

Worauf sind die beim Grace Pro besonders stolz?
"Auf die kompromisslose Qualiät und den durchschlagenden Erfolg in allen Medien. Vor allem unser Youtube-Video ist derzeit das wohl meistgesehene E-Bike-Produktvideo weltweit - das zeigt, dass wir mit dem Produkt die Menschen erreichen. Besonders stolz sind wir aber, dass wir es geschafft haben, auf Basis des Pro-Modells ein One zu entwickeln, das auch erschwinglich ist, ohne bei der Qualiät auch nur einen Prozent Abstriche zu machen. Der mittlerweile gute Preis von 3899 Euro - es war sehr viel Arbeit, den Preis im Vergleich zum Pro-Modell quasi zu halbieren."

Was war Ihnen besonders wichtig bei der Konstruktion des Rads?
"Ganz klar die Vollintegration. Ein E-Bike wie ein Smartphone. Daraus ergibt sich automatisch ein gutes Design und eine hohe Betriebssicherheit. Ein Grace könnten Sie zumindest in der Theorie jahrelang draussen im Regen parken, es würde dem Akku und der Elektronik nichts ausmachen. Ich wette, dass ein normales E-Bike einem solchen Versuch keine sechs Monate standhalten würde."

Was ist das besondere an einer Fahrt mit einem Grace-Bike?
"Im Hochsommer ist es einfach nur das wohl coolste Fortbewegungsmittel überhaupt. Eine Fahrt von meinem Haus an den Brandenburger Liepnitzsee bei 30 Grad mit meiner Frau auf einem zweiten Grace ist schon der Hammer. 35 Grad im Schatten und mit 45 km/h Lautlos durch den Wind 'fliegen'. Ich bin früher viel gesegelt. Das kommt dem schon sehr nah, aber ohne seekrank zu werden."

Wie werden E-Bikes die Fahrrad-Welt verändern?
"Es werden einfach immer mehr. Vor allem dort, wo das Fahrrad ein Transportmittel ist, wird das E-Bike sehr stark werden. Wenn ich täglich in Berlin sehe, wie die Leute sich einen abstrampeln, obwohl der Elektromotor hier einfach viel effizienter ist als zwei Beine, kommt es mir vor, als würde ich im letzten Jahrhundert leben. Ich bin ein visionärer Mensch und muss bei den Diskussionen immer schmunzeln: Ein Blick nach China reicht, um zu sehen, wie die Zukunft aussieht. Dort fahren 25 Millionen E-Bikes in den Städten rum. Roller, Mofas, etc. sind mittlerweile in den meisten Kommunen ganz verboten. Heute wäscht niemand mehr seine Wäsche mit der Hand, diese Arbeit verichtet ein 500 Watt Elektromotor in der Waschmachine. Bei Fahrrädern wird es genauso kommen. Dass es immer noch einen riesen Markt für konventionelle Fahräder geben wird, steht außer Frage, aber dies wird sich mehr auf den sportlichen Bereich konzentrieren."

Mehr Informationen zu den Modellen von Grace erhalten Sie hier:

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Düsenjäger-Erfinder Sebastian Wegerle: "Wir haben das Elektrorad konsequent entrümpelt."

Single-Speed Pedelecs Electrolyte Düsenjäger, Bürohengst und Straßenfeger

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Electrolyte Bicycles
Der Electrolyte Düsenjäger: Auch ohne Turbinen eine echte Rakete. Das Singlespeed-Pedelec für die Stadt wiegt gerade mal knapp über 10 Kilogramm.

ElektroBIKE: Wie entstand die Idee für die Singelspeed-Pedelecs?
Sebastian Wegerle: "Durch unsere Begeisterung für den Radrennsport und für schnittige, agile Sportfahrräder in Verbindung mit der Erkenntnis, dass die Beschleunigung eines Pedelecs durch die Motorunterstützung sehr viel Spaß machen kann."

Was sind die tragenden Gedanken bei der Konstruktion? Warum Singlespeed?
"Die Konzentration auf das Wesentliche – qualitativ hochwertig. Wir haben das Elektrorad konsequent entrümpelt: Überladenes Display mit diversen Unterstützungsmodi – weg! Akku für 120 Kilometer – weg! Und letztendlich macht die Motorunterstützung auch eine Gangschaltung unnötig. Dadurch haben wir ein agiles Pedelec für die Stadt geschaffen."

Wie lange dauerte die Entwicklung?
"Ein Jahr."

Wie viele Pedelecs habt Ihr schon verkauft?
"Wir starten diese Saison. Alle Aluminiummodelle sind auf 120 Stück pro Jahr limitiert. Die Titanräder auf jeweils 12. Alle Räder werden nur auf Bestellung gefertigt."

Was kosten die Räder?
"Bei circa 3.200 Euro geht es los - im Individualaufbau mit auf Maß gefertigtem Titanrahmen bis rund 10.000 Euro.

Was macht Eure Räder besonders?
"Unsere Fahrräder sind mit rund 12 Kilogramm auch rein mit Muskelkraft zu bewegen. Durch den Motor macht das Radfahren mehr Spaß und wird weniger anstrengend. Außerdem sind wir vermutlich die erste Elektroradmanufaktur. Die Rahmen werden in Europa von Hand gefertigt. Und auch bei der Fertigung und Entwicklung der Elektronik haben wir immer versucht möglichst viel in Deutschland machen zu können."

Mehr Informationen über die Räder von Electrolyte hier:

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