Bjoern Haenssler

Überblick Cargobikes

Cargobikes Modellübersicht Lastenräder für Privat und Gewerbe: der Überblick

Taugen Lastenräder tatsächlich zum Ersatz eines Autos? Welche unterschiedlichen Varianten und welche Modelle bietet der Markt? ELEKTROBIKE stellt die Möglichkeiten vor und gibt einen Überblick über die am Markt angebotenen Modelle.

In diesem Artikel:

Der Run nach alternativen Transportmitteln vor allem in den verkehrsverdichteten urbanen Regionen nimmt zu. Das Auto als "das" Beförderungsmittel schlechthin scheint seinen Zenit längst überschritten zu haben. Stau’s, Umweltprognosen, und üppig verbrauchter Platz für den automobilen Verkehr sind einige der Themen, um die sich Befürworter und Gegner zanken. Noch prägen Autos unser Stadtbild, aber Alternativen wie Lastenfahrräder sind auf dem Vormarsch. Der Markt bietet allerhand nützliche Transport-Fahrräder. Schon allein die Tatsache, dass inzwischen weniger die etablierten Fahhradproduzenten sich an diesem Produkt beteiligen, sondern immer mehr auf hybride Transport-Mobilität spezialisierte Hersteller clevere Lösungen anbieten zeigt, dass Bewegung im Markt ist.

Lastenrad-Typen

Nicht jedes Lastenrad oder Cargobike eigent sich für jedewede Verwendung. Um einen generellen Überblick zu erhalten, gliedern wir in fünf unterschiedliche Lastenrad-Typen.

1. Long John

Georg Zeppin
Long John: Das Urban Arrow beweist im Test leichte Handhabung und souveräne Fahreigenschaften

Das klassische Transportrad speziell für Schwerlasten mit langer Tradition. Beim Long John sitzt der der Fahrer hinter der Ladefläche und hat diese stehts im Blick. Das Vorderrad ist relativ kompakt und wird entweder über ein Lenkgestänge oder über eine Seilzuglenkung gesteuert. Die Zuladung von 100 kg Masse auf der Ladefläche ist die Regel. Das Fahrwerk dieser Spezies ist überwiegend mit einem komprtablen Dämfungssystem ausgestattet und dicken Pneus. Die Long Johns funktionieren sehr gut für den privaten Personentransport, den Wocheneinkauf genauso wie für den gewerblichen Einsatz. Ans etwas ungelenge Fahrverhalten des langen Lulatsch muss man sich allerdings erst gewöhnen.

Eigenschaften Long John  
Merkmale Ladefläche vor dem Fahrer mit großzügiger Ladeplattform, kann sowohl mit einer Box oder als einfache Plattform mit Spanngurten zur Ladesicherung bestückt werden, Vorderrad mit Lenkgestänge oder Seilzuglenkung gesteuert, Fahren muss geübt werden
Gewicht Rad 40 kg +
Zuladung Gesamtzuladung inkl. Fahrer: meist ab 200 kg
Einsatzbereich Personentransport, Wocheneinkauf, Transport sperriger und schwerer Güter, geeignetes Transportmittel für den gewerblichen Einsatz
Vorteile große Ladekapazität, tiefer Schwerpunkt des Transportgutes, leicht zu Be- und Entladen, viele Modelle mit stabiler Transportbox und entsprechender Regenhaube erhältlich, Transportmöglichkeit für bis zu drei Kleinkinder, rechtlich in der Regel immer noch ein Fahrrad, sehr niedrige Unterhaltskosten
Nachteile schweres Rad mit großem Wendekreis, benötigt deutlich mehr Stellfläche als ein normales Rad

2. Long Tail

Bjoern Haenssler
Long Tail: Kettler hat mit dem Familiano L-N ein E-Bike mit Familienanschluss im Programm

Auf dem verlängerten Heck (Long Tail) trägt das sogenannte Longtail seine Hauptlast. Konstruktiv ist beim Longtail-Rahmen das Heck nach hinten gezogen und bietet dort üppigen Platz für Aufbauten, große Boxen, Taschen, einen oder zwei Sitz usw. Der Fahrer muss mit dem Longtail das Radfahren nicht neu erlernen, das Fahrverhalten Kommt dank seiner fahrradähnlichen Rahmengeometrie nahe an ein normales Fahrrad heran. Lediglich der Wendekreis fällt großzügiger als beim normalen Rad aus. Beim Longtail wird oft wie beim Bakery Bike auch die Frontpatrie mit einer zusätzlichen Ladeplattform versehen und ergänzt die Ladekapazität hinter dem Fahrer.

Eigenschaften Longtail  
Merkmale verlängertes Heck mit großzügiger Ladeplattform, weitgehend fahrradähnliche Fahreigenschaften, oft zusätzliche Ladeflächen vorne
Gewicht Rad rund 30 kg +
Zuladung Gesamtzuladung inkl. Fahrer: meist ab 150 kg; Zuladung Heckträger ca. 50 - 60 kg
Einsatzbereich Besorgungen des täglichen Lebensbedarfs, Geeignetes Transportmittel auch für Pizza- oder ähnliche Lieferdienste, Transport eines oder mehrerer Kinder oder eines Erwachsenen auf dem Heckträger möglich
Vorteile oft hochkant abstellbar und entsprechend gut verstaubar, fahrradähnliche Fahreigenschaften, zum Personentransport gut geeignet, großzügige Ladefläche, sicher für Mitfahrer: diese sitzen hinter dem Fahrer, funktioniert gut als Ausflugsrad für die ganze Familie
Nachteile hoher Schwerpunkt; dadurch oben liegender Kippmoment; vergrößerter Wendekreis, Tragen des Rades schwierig

3. Dreirad

Georg Zeppin
Das Dreirad trägt die last zwischen den Vorderrädern, der Fahrer hat diese stets im Blick

Nein, das Cargobike-Dreirad hat nichts mit den Kleinkind-Dreiräder zu tun, auf denen der nachwuchs die ersten Tret-Versuche unternimmt. Das Cargobike-Dreirad ist ähnlich dem Jong John aufgebaut, der steuernde Transporteur sitzt hinter der Ladeplattform, die rechts wie links von je einem Vorderrad eingerahmt wird. Die beiden Vorderräder sind einzeln aufgehängt und verfügen über ein Dämpfungssystem und einer ausgeklügelten Neigetechnik. Diese erlaubt das Ansteuern und Durchfahren von Kurven wie mit einem einspurigen Rad. Ohne Neigetechnik sind solche Räder nicht zu beherrschen, da sie in der Kurve umkippen. Ausnahme: an der Hinterachse sind zwei Räder aufgehängt.

In der Regel sind die Dreiräder nicht breiter als 100 cm, dann winkt der Gesetzgeber diese noch als Fahrräder durch; egal ob mit oder ohne Antrieb.

Eigenschaften Dreirad  
Merkmale Cargobike mit drei Rädern, meist vorne zwei zuzüglich dem antreibenden Hinterrad, Variante mit angetriebener Heckachse mit zwei Laufrädern und einem normalen Vorderrad eher selten, Ladefläche vor dem Fahrer recht großzügig, wird durch die zwei Räder rechts und links begrenzt, kann sowohl mit einer Box, Tasche o.ä. oder als einfache Plattform mit Spanngurten zur Ladesicherung bestückt werden, das vordere Fahrwerk ist gefedert und neigt sich in der Kurve, Transportgut über der Vorderradachse
Gewicht Rad 40 kg +
Zuladung Gesamtzuladung inkl. Fahrer: meist ab 150 kg
Einsatzbereich Personentransport, Wocheneinkauf, Transport schwerer Güter, als Transportmittel für den gewerblichen Einsatz nutzbar
Vorteile großzügige Ladekapazität, leicht zu steuern, Anhalten und Losfahren ohne abzusteigen dank sperrbarer Neigetechnik, leicht zu Be- und Entladen, Transportboxaufbau möglich, Transportmöglichkeit für ein bis zwei Kinder oder einen Erwachsenen, sehr niedrige Unterhaltskosten, durch zwei Vorderradbremsen und die Hinterradbremse sehr kurzer Bremsweg
Nachteile bei der Personenbeföderung sitzt der Mitfahrer direkt ganz ohne Knautschzone, dies führt mitunter zu Unbehagen des Mitfahrers, benötigt deutlich mehr Stellfläche als ein normales Rad, bei vehementem Abbremsen in der Kurve kann das Rad u.U. umkippen

4. Bakery Bike

ELEKTROBIKE Katalog 2020 - Cargobikes
Bergamont
Das Bakery Bike: Beim Bäckerrad werden die Brötchen auf dem Gepäckträger hinten und auf dem Front-Träger verteilt.

Das Bakery Bike oder Bäckerrad kommt einem normalen Fahrrad noch am nächsten. Die Ladeplattformen befinden sich über dem Hinterrad auf einem überdimensionierten Gepäckträger und über dem Vorderrad, meist fest mit dem Steuerrohr bzw. der Rahmenfront verbunden. Das Bakery Bike fasst keine großvolumigen Lasten oder Güter und ist eher für den Transport von Kleinteiligem ausgelegt. Bestückt mit Transportboxen über dem Vorder- bzw Hinterrad ist es gerade für den Einkauf von Lebensmitteln prädestiniert.

Eigenschaften Bakery Bike  
Merkmale kompakte Bauform da weitgehend normales Fahrrad, fahrradähnliche Fahreigenschaften, zwei Ladeflächen vorne und hinten
Gewicht Rad rund 30 kg
Zuladung Gesamtzuladung inkl. Fahrer: rund 140 kg; davon max. Zuladung Frontträger: ca. 15 kg, Zuladung Heckträger ab 25 kg - ca. 55 kg
Einsatzbereich Besorgungen des täglichen Lebensbedarfs, Transport eines kleinen Kindes auf dem Heckträger.
Vorteile günstiger Einstiegspreis, einfache und robuste Technik, gut verstaubar, passt meist noch in herkömmliche Fahrradständer
Nachteile hoher Schwerpunkt; kippt leicht um; der fest fixierte vordere Träger irritiert anfangs beim Kurvenfahren da er nicht mitschwenkt

5. Schwertransporter

Citkar
Ein Schwerlastbike ist voll auf Transport ausgelegt und wird meist individuell auf die Nutzung aufgebaut.

Sie sind die XXL-Bikes unter den Lastenrädern. Schwertransporter sind robust und extrastabil konstruiert; hier kommt es ganz besonders auf Standzeiten und die maximale Transportfähigkeit an. Das Gewicht ist untergeordnet, hauptsache das Fahrzeug transportiert viel. Die Ladefläche ist hinter dem Fahrer, ohne E-Unterstützung geht hier gar nichts.

Eigenschaften Schwerlast-Cargobike  
Merkmale Cargobike mit drei Rädern, angetriebener Heckachse mit zwei Laufrädern und einem gelenkten Vorderrad, Ladefläche hinter dem Fahrer sehr üppig, wird durch die zwei Räder rechts und links begrenzt, Ladefläche üblicherweise mit einer großen Box oder individuellem Spezialaufbau ausgestattet
Gewicht Rad 50 kg +
Zuladung Gesamtzuladung inkl. Fahrer: meist ab 200 kg
Einsatzbereich Transport schwerer Güter, als Transportmittel für den gewerblichen Einsatz konzipiert
Vorteile sehr große Ladekapazität, Anhalten und Losfahren ohne abzusteigen, leicht zu Be- und Entladen, Transportboxaufbau individuell gestaltbar, niedrige Unterhaltskosten
Nachteile benötigt relativ viel Platz, schwer, großer Wendekreis

14 Cargobikes im Test

Anett Zeppin
14 Bilder

10 Long Johns, 3 Longtails & 1 Cargotrike im Test

Spielerisches Handling: BERGAMONT E-Cargoville LJ Expert
Anett Zeppin
BERGAMONT E-Cargoville LT Expert

Aus unerklärlichen Gründen scheinen die Bergamont-Techniker Newtons Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen zu können; so einfach und elegant lässt sich das neue E-Cargoville LT fahren. Beim Anfahren hilft der Performance Line-Antrieb zu flüssiger Beschleunigung, in der Kurve neigt sich das Cargobike brav und steuert souverän hindurch. Auch ein unvorhergesehenes Hindernis am Kurvenausgang (parkendes Auto) konnte das LT nicht in Aufruhr versetzen: Noch mal schnell nachkorrigiert und das Rad nach innen gezogen, die Reifen hielten – trotz Gepäck am Heckträger – locker die Spur. Der für Touren entwickelte Performance Line-Antrieb kommt mit den Anforderungen eines Lastenrades im Wesentlichen gut zurecht. An steilen Stellen reagiert er etwas verhaltender als der Cargo-Motor, schafft aber auch mit Gepäck derartige Hürden. Beim LT trägt die Hauptlast von maximal 54 kg der großzügige Gepäckträger, der je nach Anforderung als Sitz- oder Ladefläche gestaltet werden kann. Zusätzlich nimmt der serienmäßige Frontträger nochmals 15 kg auf. Das Aufständern des beladenen Rades ist recht schwierig, einfach hingegen das Auf- und Absteigen.

Fazit: Mit dem E-Cargoville LT baut Bergamont ein robustes Cargobike, dessen Fahreigenschaften jenen eines normalen E-Bikes nahekommen. Es eignet sich nicht nur als Lastenrad, auch der Ausflug mit den Sprösslingen am Heck ist erholsam.

Infos:

MODELL: BERGAMONT E-Cargoville LT Expert

PREIS: ab 3899 Euro

AKKU: 1000 Wh

MAX. ZULADUNG: 150 kg

WEB: bergamont.de

Hanse-Cargo: BERGAMONT E-Cargoville LJ Elite
Anett Zeppin
BERGAMONT E-Cargoville LJ Elite

Aufsteigen und losfahren! Was wir häufig salopp formulieren, ist bei einem Cargobike oft nicht einfach umzusetzen: Die Masse in Bewegung zu setzen erfordert Übung. Bergamont hat sich beim einspurigen Cargoville LJ Elite genau dafür etwas einfallen lassen: Mittels versenkbarer Sattelstütze steht man zunächst fest auf dem Boden, der anschließende Spagat – das Anfahren – gelingt dann recht leicht. Und einmal in Fahrt gekommen, ist das LJ sehr gut zu beherrschen. Der kräftige Bosch Cargoline-Antrieb unterstützt potent, zum Beispiel am Übergang vom Flachen in eine Steigung hinein. Die Kombination aus Bosch-Motor mit der stufenlosen vollautomatischen Enviolo-Getriebenabe harmoniert prächtig. Beim Set-up wird einmal die bevorzugte Kadenz eingestellt und schon schaltet das System fortan automatisch. So können Sie sich aufs Fahren konzentrieren, das Schaltgetriebe passt die Gänge permanent auf die gewählte Kadenz an – auch wenn die Unterstützungsgrenze überschritten wird. Selbst wenn es ungewohnt ist, nicht selbst zu schalten – Sie werden es lieben! Bei einem Radgewicht von ca. 45 kg (je nach Ausstattung) dürfen noch gute 170 kg zugeladen werden, inklusive Fahrer. Preislich geht’s ab 4759 Euro los.

Fazit: Das E-Cargoville LJ Elite ist ein gut durchdachtes Cargobike mit lastentauglichem Antriebsstrang, klasse Handling. Zahlreiches Zubehör ermöglicht eine individuelle Anpassung.

Infos:

MODELL: BERGAMONT E-Cargoville LT Expert

PREIS: ab 3899 Euro

AKKU: 1000 Wh

MAX. ZULADUNG: 150 kg

WEB: bergamont.de

Perfekter Kinderschutz: CA GO Ca Go FS 200
Georg Zeppin
CAGO Fs 200

Die noch junge Ca Go GmbH existiert erst seit 2018. Mit ihrem gleichnamigen Lastenrad haben die Koblenzer aber bereits ein dickes Ausrufezeichen in der Cargo-Szene gesetzt. Das Rad ist mit dem kräftigen Cargo Line-Motor von Bosch ausgestattet. Für komfortables Fahren sorgt die automatische Enviolo-Nabenschaltung, bei der der Fahrer seine Zieltrittfrequenz eingibt und sich während der Fahrt keine Gedanken mehr ums Schalten machen muss. Der wartungsarme Riemen rundet das stimmige Antriebskonzept ab. Beim Transportelement setzt das Ca Go auf eine sehr geräumige 200-Liter-Box aus EPP-Schaum. Die kann mit optionalen Zusatzelementen wie einem Deckel, bis zu zwei Kindersitzen, Sonnen- und Regencover ergänzt werden. Sehr gut: Die Wände der Box sind extra hoch gezogen, damit Kinder beim Transport optimal geschützt sind. Um trotzdem leicht in die Kiste klettern zu können, sind seitliche Trittstufen vorhanden. Das Ca Go fährt sich mit Beladung laufruhig und souverän, der Wendekreis ist trotz seiner Länge von 2,70 Metern angenehm klein. Das Lastenrad lässt sich über den zweibeinigen Ständer mit Gasdruckfeder problemlos auf- und wieder abbocken, der Durchstieg ins und aus dem Rad ist angenehm niedrig.

Fazit: Das Ca Go FS 200 ist ein Lastenrad, das sich sehr gut und sicher fährt. Außerdem haben die Macher sich über viele kleine Details Gedanken gemacht und diese prima gelöst.

Infos:

MODELL: CA GO Ca Go FS 200

PREIS: ab 6600 Euro

AKKU: 625 Wh (optional 1250 Wh)

MAX. ZULADUNG: 171 kg

WEB: cagobike.com

Frontlader: CHIKE E-Kids
Georg Zeppin
CHIKE E-Kids

Die erste Kurve bei der Testfahrt birgt ihren Reiz: Schafft man es oder nicht? Eingangs der Kurve gibt’s dann kein Zurück mehr: Mit Schweißperlen auf der Stirn und radlerischer Routine neigt man sich Richtung Kurveninneres und ist verblüfft, wie leicht sich das Chike mit der Neigungstechnik steuern lässt. Ein paar Kurven weiter sind alle Bedenken weggeblasen: Sicher steuert unser Testfahrer das dreirädrige E-Kids durch die Stadt – mit leichtem Gepäck. Doch wie fährt sich das Chike mit entsprechender Ladung? Kurzerhand platzierten wir einen jungen Menschen mit knapp 60 kg – gerade noch unter der max. Zuladung von 60 kg – in die Kabine und fuhren los. Nun verlangt das Chike einen festen Griff und vorausschauendes Fahren. Plötzliches scharfes Abbiegen erfordert viel Fahrtüchtigkeit und Erfahrung, ansonsten wirkt unweigerlich – dank über den Vorderrädern liegendem Schwerpunkt der Kabine – die Erdanziehungskraft. Unser Kabinentester monierte außerdem, dass er ohne Schutz direkt ganz vorne sitzt, was bei ihm unterwegs ein mulmiges Gefühl erzeugte. Losfahren und Anhalten dagegen ist auch beladen einfach: Die Neigetechnik kann im Sitzen ge- und entsperrt werden und ermöglicht diesbezüglich ein einfaches Handling des Chike.

Fazit: Mit wenig Last leicht zu steuern, viel Last hingegen verlangt viel Übung.

INFOS:

MODELL: CHIKE E-Kids

PREIS: 5799 Euro

AKKU: 418 Wh

MAX. ZULADUNG: Fahrer 100 kg, Kabine 60 kg

WEB: chike.de

Sportives Lastenrad: CUBE Cargo Sport Hybrid
Georg Zeppin
CUBE Cargo Sport Hybrid

Das Cargo Hybrid von Cube gibt es in zwei Varianten: in Schwarz mit einer stufenlosen Enviolo-Nabenschaltung sowie in einer rot-blauen Sport-Version mit einer 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano. Beide Versionen sind mit dem kräftigen Cargo Line-Motor von Bosch ausgestattet und kommen mit einem bzw. zwei 500-Wh-Akkus. Wir haben die Sport-Version mit 1000 Wh getestet, die zwei Batterien sind hier hochkant hinter der geräumigen Box angebracht, die mit maximal 60 Kilogramm beladen werden kann. Als Zubehör für die Box sind eine Sitzbank für Kinder und ein Regendeck erhältlich, für das Heck gibt es außerdem einen Gepäckträger. Die Lenkstange am Cube kann in der Höhe angepasst werden – praktisch, wenn unterschiedlich große Fahrer mit dem Rad unterwegs sind. Der breite Lenker verleiht dem Lastenrad ein wenig Mountainbike-Feeling – und sorgt gleichzeitig beim Fahren für eine laufruhige Straßenlage. Durch Kurven ließ sich das Cube ebenfalls sicher und souverän lenken. Vor und nach der Fahrt hatten wir keine Mühe, das Rad ab- und aufzubocken, da die beiden Standfüße weit auseinander liegen und dem Rad einen stabilen Stand bescheren. Lediglich der Durchstieg könnte für mehr Komfort etwas tiefer sein.

Fazit: Die sportlichen Gene sind beim Cargo Sport Hybrid spürbar. In Sachen Fahrperformance konnte das Rad überzeugen, der Grundpreis mit gut 4500 Euro ist außerdem attraktiv.

INFOS:

MODELL: CUBE Cargo Sport Hybrid

PREIS: ab 4549 Euro

AKKU: 500 oder 1000 Wh

MAX. ZULADUNG: 175 kg (davon 60 kg in der Box)

WEB: cube.eu

Gut & günstig: FISCHER Leo 1.0
Bjoern Haenssler
FISCHER Leo 1.0

Wer ein bezahlbares Lastenrad sucht, sollte jetzt genau aufpassen: Das Leo 1.0 von Fischer gibt es für ein recht kleines Budget im Lastenradkosmos: 3499 Euro. Mit einer Gesamtlänge von knapp zwei Metern hat es die Dimensionen eines normalen Fahrrades, aufgebaut nach dem Long-John-Prinzip: Der Fahrer sitzt hinter der Transportfläche. Die ist beim Leo im Auslieferzustand mit einer Transportbox ausgestattet – ohne Aufpreis! Als wir aber den Hecknabenmotor entdecken, schütteln alle verwundert mit dem Kopf. Ein Lasten-E-Bike mit Heckmotor? Der kann nicht funktionieren? Bei der ersten Testfahrt sind wir positiv überrascht: Schon kurz nach dem Start zeigt sich der Fischer Silent Drive-Hecknabenmotor im Leo unerwartet kräftig und treibt das Lastenrad mit Fahrer und Beladung vehement nach vorne. Steuern erfordert Routine: Das kleine Vorderrad reagiert direkt auf Steuerkomanndos. Bei der Fahrt über Bodenwellen und abgesenkte Bordsteine schüttelt es den Tester aufgrund des starren Fahrwerks etwas durch. In der 90-Liter-Transportbox lässt sich so einiges verstauen.

Fazit: Kräftiger Motor, großzügige Transportbox, agil, günstiger Preis – was braucht man eigentlich mehr?

INFOS:

MODELL: FISCHER Leo 1.0

PREIS: 3499 Euro

AKKU: 522 Wh

MAX. ZULADUNG: 131 kg

WEB: fischer-fahrradshop.de

Smarter Transporter: JOHNNY LOCO Twin Cruiser
Georg Zeppin
JOHNNY LOCO Twin Cruiser

Sattel runter, aufsitzen und losfahren! Das Anfahren, der kritische Moment beim Lastenradfahren, haben die Johnny-Loco-Entwickler beim Twin Cruiser mittels versenkbarer Sattelstütze und flachem Sitzrohr simpel gelöst: Das beladene Rad muss genau im Moment des Anfahrens mit dem Körper ausbalanciert und gleichzeitig senkrecht gehalten werden, um vom Stillstand bis zur stabilen Fahrt beschleunigt zu werden. Hierbei reagiert der Steps E6100 moderat, bringt den Twin Cruiser und dessen Fahrer sanft in Fahrt. Mit leichtem Gepäck unterstützt der Steps recht gut, der Transport des 75 kg schlanken Kollegen bergauf – max. 100 sind in der Transportbox möglich – fordert vom Fahrer Tretarbeit ein. Dann geht’s bergab und wir überfahren die ein oder andere Bodenwelle, was Rad und Besatzung ordentlich durchschüttelt. Das Johnny Loco ist gutmütig, die Dämpfung des starren Fahrwerks über die breiten Schwalbe-Reifen akzeptabel. In Kurven zeigt der Twin Cruiser seine direkte Steuerung, die Routine mit ruhiger Fahrt würdigt.

Fazit: Das Johnny Loco ist agil mit sehr direktem Fahrwerk und reichlicher Ladekapazität. Genau richtig für versierte Radfahrer, die viel transportieren.

INFOS:

MODELL: JOHNNY LOCO Twin Cruiser

PREIS: ab 4999 Euro

AKKU: 504 Wh

MAX. ZULADUNG der Box: 100 kg

WEB: johnnyloco.com

So geht Cargo: KETTLER Cargoline FS 800
Bjoern Haenssler
KETTLER Cargoline FS 800

Staunend betrachten wir die außergewöhnliche Technik des nigelnagelneuen Kettler Cargoline FS 800. Die Konzeption des Cargobikes als Long John ist zunächst nicht ungewöhnlich, die Dämpfungstechnik macht es jedoch einzigartig: Die Ladeplattform mit einer Fläche von 0,34 m² (42 x 80 cm) liegt zwischen einer konventionellen Hinterradfederung mit 70 mm und der Vorderradfederung mit 45 mm Federweg. Vorne dämpft die geschobene Schwinge durch ein unter dem Rahmen verbautes Elastomer. Doch damit nicht genug: Durch die Vorderachskonstruktion der feststehenden Vorderradnabe verändert das Vorderrad auf der sogenannten Elian-Nabe seine Richtung, während die Achsschenkel stets starr sind. Klingt kompliziert? Ist es auch. Unterm Strich zählt das geniale Fahrgefühl mit Last. Mit drei vollen Wasserkästen machen wir den Test. Selten hat sich Sprudel schöner kutschieren lassen. Trotz des bauartbedingten etwas größeren Wendekreises lässt sich das FS 800 problemlos durch enge Innenstädte steuern – in zügigem Tempo. Das macht richtig Spaß, auch da das Gepäck auf der Ladefläche beim rumpeligen Überfahren von Kanten nicht raushüpft; Lastwechselreaktionen in Schräglage, Aufschaukeln, alles passé.

Fazit: Mit dem Cargoline FS 800 hat Kettler ein neues Transportflaggschiff. Die Fahreigenschaften sind sensationell: komfortabel mit leichtem Handling trotz großer Ladekapazität.

INFOS:

MODELL: KETTLER Cargoline FS 800

PREIS: 7499 Euro

AKKU: 625 Wh

MAX. ZULADUNG: 202 kg

WEB: kettler-alu-rad.de

Familienbetrieb: KETTLER Familiano L-N
Bjoern Haenssler
KETTLER Familiano L-N

Verblüfft schaut unser Tester, als er die ersten Runden mit dem neuen Familiano L-N dreht: Die durch die kompakten Laufräder generierte Agilität des E-Bikes ist klasse, es lässt sich herrlich direkt steuern. Das Fahrgefühl: nah dran am normalen Fahrrad. Da haben die Kettler-Ingenieure einiges richtig gemacht. Der Kontakt zur Straße ist, ganz im Gegensatz zu seinem großen Bruder Cargoline, sehr direkt. Dämpfung erzeugen nur die Pneus bei richtig eingestelltem Luftdruck. So testen die Redakteure das Familiano mit zwei Wasserkästen im Heck, die exakt in den Träger passen, auf der Strecke, die durch die Riesenbaustelle Stuttgart 21 führt: rechts, links, auf und ab, Ampel hier, Fußgänger da. Das fordert Nerven und erhöhte Aufmerksamkeit. Wenn ein Rad aber so gut funktioniert wie das Familiano, dann gehört die Aufmerksamkeit ganz dem Verkehr. Die stufenlose Nabenschaltung ist mit der Drehgriffschaltung leicht zu bedienen und lässt sich auch unter Tretlast gut schalten. Das Ab- und Aufständern verlangt etwas Routine, durch die Geometrie mit dem recht flachen Sitzrohr findet man beim Anhalten leicht sicheren Stand. Auf- und Absteigen ist ohne Akrobatik-Kurs möglich.

Fazit: Mit bis zu zwei Kindern oder dem Wocheneinkauf beladen, fährt sich das Familiano L-N extra agil und dank des kräftigen Bosch-Antrieb auch sehr flott. Für routinierte Radfahrer.

INFOS:

MODELL: KETTLER Familiano L-N

PREIS: 4899 Euro

AKKU: 500 Wh

MAX. ZULADUNG: 145 kg

INFO: kettler-alu-rad.de

Faltbox: MULI E-Muli ST
Georg Zeppin
MULI E-Muli ST

Der Shimano Steps-Mittelmotor des Muli unterstützt beim Test schon vom ersten Pedaltritt an: Der zuverlässige E6100 beschleunigt moderat, leise, gleichmäßig und exakt synchron zum Treteinsatz. Das wendige 1,97 m lange Lastenrad reagiert sehr direkt auf Lenkbefehle, enge Kurven manövriert unser Tester mit viel Schräglage. Hier zeigt sich: Das Kurvenfahren mit dem Muli will geübt sein, mit dem kleinen Vorderrad zeigt es sich äußerst agil. Daher aufgepasst: Lässiges oder unruhiges Fahr- und Lenkverhalten des Piloten wird mit nervösem Geradeauslauf quittiert. Nicht nur die Lenkung, auch das starre Fahrwerk kommt Freunden von wendigen und flinken Fahrrädern sehr entgegen, gewährt es schließlich sehr direkten Kontakt zur Straße. Auf unebener Oberfläche wie Bodenwellen und abgesenkten Bordsteinkanten lässt sich die Dämpfung über den Reifendruck regulieren, die im Testrad eingebaute Federsattelstütze filtert Schläge weg. Pfiffig finden wir den Ladekorb, der zum Transport ausgeklappt wird, Kind, Kegel oder beides aufnimmt.

Fazit: Das Muli E-Muli ST ist ein flinkes Cargobike mit sanftem Antrieb, cleverem Ladekorb für Mamas, Papas und Einkaufslustige.

INFOS:

MODELL: MULI E-Muli ST

PREIS: ab 4815 Euro

AKKU: 504 Wh

MAX. ZULADUNG: 145 kg

WEB: muli-cycles.de

Steel is real: RADKUTSCHE Rapid
Georg Zeppin
RADKUTSCHE Rapid

Das Rapid der schwäbischen Cargobike-Schmiede Radkut sche kommt mit einem Stahlrahmen. Der Käufer hat vielfältige Möglichkeiten, das Lastenrad nach seinen Wünschen zu gestalten – etwa komplett ohne E-Antrieb, mit Front- oder Mittelmotor. Auch in Sachen Schaltung, bei den Frontaufbauten und sogar bei der Rahmenlackierung sind ganz individuelle Konfigurationen möglich. Wir sind das Rapid mit einem eZee-Frontmotor und der sogenannten Familienwanne inklusive Sitzbank gefahren. Der Motor unterstützt sehr kräftig, setzt jedoch mit etwas Verzögerung ein und hat merklichen Nachlauf. Positiv fiel die kräftige Schiebehilfe auf, die sich per Drehgriff bedienen lässt. Das Rad liegt relativ unruhig auf der Straße, die Lenkung erweist sich als eher schwergängig. Da das Rapid auf eine Federung am Vorderrad verzichtet, schlagen Unebenheiten von der Straße direkt auf Kinder, die in der Box sitzen, durch. Gefallen hat uns, dass sich das Rapid sehr einfach auf den Ständer aufbocken lässt, das Aufsteigen auf das Rad ist dank tiefem Zustieg ebenfalls leicht möglich.

Fazit: Das Rapid punktet mit den individuellen Ausstattungsoptionen. In Sachen Fahrperformance hat die Version mit Frontmotor dagegen noch Luft nach oben.

INFOS:

MODELL: RADKUTSCHE Rapid

PREIS: mit E-Antrieb ab 4798 Euro

AKKU: 828 Wh

MAX. ZULADUNG: 160 kg

WEB: radkutsche.de

Cargo aus Tradition: RIESE & MÜLLER Load 75 Vario
Georg Zeppin
RIESE & MÜLLER Load 75 Vario

Das Load 75 ist das größte Cargobike im Portfolio von Riese & Müller. In der Vario-Version ist es mit einer stufenlosen Enviolo-Schaltung und einem wartungsarmen Gates-Riemen ausgestattet. Angetrieben wird das Rad vom kräftigen Bosch Cargo Line-Motor. Ein 500-Wh-Akku ist serienmäßig, eine zweite Batterie in gleicher Größe kann optional dazubestellt werden. In Sachen Zubehör hat das Load einiges zu bieten: Für die Ladefläche gibt’s Boxen mit verschieden hohen Seitenwänden und Abdeckungen, bis zu drei Kindersitze können integriert werden. Für alle, die mit dem Rad auch abseits asphaltierter Straßen fahren wollen, ist eine sogenannte GX-Option mit Stollenreifen erhältlich. Wer gerne schnell unterwegs ist, wählt die Version als S-Pedelec. Der Fahrkomfort auf dem Load 75 ist dank Vollfederung sehr hoch. Ebenfalls gut: Der Schwerpunkt ist durch die tief sitzende Box niedrig. Beim Anfahren zeigt sich das Riese & Müller etwas unruhig. Kommt das Rad erst einmal in Fahrt, dann liegt es allerdings laufruhig auf der Straße und lässt sich souverän durch Kurven manövrieren. Gut gelöst: Das Cockpit kann in der Höhe und im Neigungswinkel verstellt werden – praktisch, wenn unterschiedlich große Personen mit dem Bike unterwegs sind.

Fazit: Beim Load 75 fällt auf, dass Hersteller Riese & Müller langjährige Erfahrungen in Sachen Cargobike-Bau mitbringt – und diese bei diesem Modell auch gekonnt umgesetzt hat.

INFOS:

MODELL: RIESE & MÜLLER Load 75 Vario

PREIS: ab 6499 Euro

AKKU: 500 Wh (optional 1000 Wh)

MAX. ZULADUNG: 162 kg

WEB: r-m.de

Cargo kompakt: TERN GSD S10
Georg Zeppin
TERN Gsd S10

Das Tern GSD ist mit seinen kleinen 20-Zoll-Reifen und dem langen Heck eine Mischung aus Kompaktrad und Cargobike. Es ist mit verschiedenen Schaltungsoptionen erhältlich, wir sind die Version S10 mit 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano gefahren. Am GSD arbeitet der kräftige Bosch Cargo Line-Antrieb, als Akku gibt’s 500 Wh serienmäßig, weitere 500 sind optional. Sehr vielfältig zeigt sich das Tern in Sachen Zubehör. Auf das lange Heck passen bis zu zwei Kindersitze, außerdem sind zahlreiche Taschen und Gepäckträger-Optionen für vorne und hinten erhältlich. Unser Testrad war mit dem neuen Clubhouse Fort-Heckaufbau, der Kinder trocken ans Ziel bringt, und einem Gepäckträger an der Front ausgestattet. Großes Plus am GSD: Es fährt sich dank seiner geringen Gesamtlänge und der Bauweise mit verlängertem Heck fast wie ein normales Fahrrad und hat im Vergleich zu den meisten Long-John-Modellen einen extrem kleinen Wendekreis. Durch die kleinen Räder wirkt es in Kurven allerdings etwas nervös. Fürs Be- und Entladen lässt sich das GSD ohne Probleme auf den Zweibeinständer heben, wo es sicher steht. Praktisch: Die Lenkstange kann eingeklappt werden, zum Beispiel um das Rad im Kofferraum eines Autos zu transportieren.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem kompakten Cargobike mit dem Fahrgefühl eines normalen Rades ist, für den ist das Tern GSD mit seinem umfangreichen Zubehör ein heißer Tipp.

INFOS:

MODELL: TERN GSD S10

PREIS: ab 4899 Euro

AKKU: 500 Wh (optional 1000 Wh)

MAX. ZULADUNG: 166 kg

WEB: ternbicycles.com

Fette Wanne: URBAN ARROW Family
Georg Zeppin
URBAN ARROW Family

Job ist Job, so nimmt diesmal Redakteur Holger Schwarz trotz mul migem Gefühl vorne in der großzügigen Wanne des Urban Arrow Platz. Schließlich interessiert es die Tester, wie sich das Cargobike fast voll geladen verhält. Mit 145 kg sind die beiden immer noch 4 kg leichter als die maximale Zuladung von 149 kg. Die erste Hürde, losfahren aus dem Stand an einer leichten Steigung, schafft das Family ganz locker. Die Unterstützung des Bosch Cargo LineAntriebs hatten wir auf Turbo gestellt, und bereits bei leichtem Druck aufs Pedal fährt das Lastenrad mitsamt seiner Fracht unbeirrt los und ohne Schlangenlinien lässt es sich sofort in eine fahrstabile Lage pilotieren. Dann folgt die erste Kurve, Kollege Schwarz ruft noch: „Mach langsam!“, was der ehemalige Radrennfahrer und Kollege jedoch überhört und mit Schmackes hineinfährt. Siehe da: Trotz kleinem Kurvenradius gleitet das Family souverän hindurch! Weiter geht’s – ein leichtes Gefälle hinab und absichtlich lässt Testredakteur Georg Zeppin das Family über Bodenwellen und Rinnen rumpeln – das Cargobike pflügt unbeeindruckt darüber. Die Bremsen am niederländischen Lastenrad sind gut zu dosieren und verzögern auf der Testrunde auch bei einer kontrollierten Vollbremsung vehement.

Fazit: Das Urban Arrow glänzt mit leichter Handhabung und souveränen Fahreigenschaften bei voller Ladung. Klasse gemacht.

INFOS:

MODELL: URBAN ARROW Family

PREIS: ab 4390 Euro

AKKU: ab 400 Wh

MAX. ZULADUNG: 149 kg

WEB: urbanarrow.com/de

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