Unfälle mit Elektroautos: Das müssen Rettungskräfte beachten

Foto: FF Abensberg So geht die Feuerwehr im Notfall mit E-Autos um
Die ADAC Unfallforschung hat die Personenrettung aus Elektrofahrzeugen getestet. Auf einiges müssen Feuerwehr & Co achten.

Unterscheidet sich die Rettungssituation von einem Auto mit Verbrennungsmotor? Das Fazit des ADAC: Das notwendige Schneiden und Spreizen ist auch bei E-Auto kein Problem - zuerst sollten allerdings die Hochvoltleitungen deaktiviert werden.

Die üblichen Werkzeuge funktionieren auch beim E-Auto

Zusammen mit Feuerwehreinsatzkräften der Stadt Augsburg hat der ADAC die Personenrettung aus einem Elektroauto getestet. Nach einem geplanten "Crash"im ADAC Technikzentrum in Landsberg am Lech wurde das Testobjekt - ein Opel Ampera-e - aufgeschnitten.

Der Test sollte zeigen, wie schnell verletzte und eingeklemmte Menschen nach einem Verkehrsunfall aus einem Elektroauto befreit werden können. Das Ergebnis: Der Einsatz der hydraulischen Schneide- und Spreizwerkzeuge der Rettungskräfte funktioniert ohne nennenswerten Mehraufwand auch beim Elektroauto.

Allerdings müssen die Rettungskräfte etwas mehr Zeit für die Bearbeitung der Karosserie einplanen und speziell auf den sicheren Umgang mit potenzieller Hochspannung vorbereitet sein, zeigt der Test.

Die digitale Rettungskarte

Der Elektroantrieb des Opel Ampera-e konnte durch die Rettungskräfte sicher deaktiviert werden. Gut geschulte Einsatzkräfte und die Rettungskarte, die alle relevanten Informationen des Elektrofahrzeugs enthält, spielen dabei eine besondere Rolle.

Die digitale Rettungskarte zeigt auf einen Blick, wo Hochvoltkomponenten verbaut sind, die nicht mit Rettungsgeräten durchtrennt werden dürfen und an welchen Stellen das Fahrzeug gefahrlos aufzuschneiden ist. Abgerufen werden kann diese durch die Identifizierung des Nummernschildes.

Auch BMW i3 aus Carbon war kein Problem

Auch die Elektroauto-Hersteller stellen den Feuerwehren entsprechende Informationen bereit, sodass im Ernstfall der Zeitverlust und die Risiken für die Rettungskräfte auf ein Minimum reduziert werden.

Bereits 2014 hat der ADAC zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg Schneideversuche an einem BMW i3 unternommen. Auch bei diesem Elektroauto gab es damals keine Materialprobleme bei der sogenannten technischen Rettung. Der BMW i3 ist aus Carbon-Faserstoff (CFK), der Opel Ampera-e dagegen aus Stahl hergestellt.




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06.12.2017
Autor: ElektroBIKE
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