E-Bikes: Wolfratshausen zahlt bis zur Hälfte des Kaufpreises

Foto: Christian Lampe E-Bike Pedelec Bern Tourismus Kraftwerk Aufmacher
Wolfratshauser Bürger, die auf ein E-Bike umsteigen, müssen dafür künftig nur noch die Hälfte zahlen. Die Stadt übernimmt die restlichen 50 Prozent der Kosten.

So sieht es das Förderprogramm "Nachhaltige Mobilität" vor, das der Stadtrat kürzlich einstimmig beschlossen hat. Damit will die Stadt den Co²-Ausstoß verringern und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, den Radverkehrsanteil auch im Gewerbe steigern, die Luft verbessern, den Lärm reduzieren und die Verkehrssituation entschärfen.

Bei Pedelecs mit einer maximalen Motorleistung von 250 Watt und Spitzengeschwindigkeit von 25 km/h liegt der maximale Anteil der städtischen Förderung bei 1000 Euro, für Lasten-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell sind, gibt es bis zu 1500 Euro von der Stadt. Um die Förderung zu beantragen, braucht man eine Kopie des Kaufvertrags sowie einen Nachweis, dass man zum Laden der Akkus Ökostrom verwendet. Gefördert werden ebenso muskelbetriebene Lastenräder (mit maximal 1500 Euro), sowie Lastenanhänger (maximal 100 Euro).

Auch Geld für Ladestationen

Gewerbe und gemeinnützige Organisationen erhalten zudem Geld für die Ladeinfrastruktur: Eine Ladestation fördert die Stadt mit 20 Prozent der Nettokosten (bis 2000 Euro), Hausnetzanschlüsse mit 50 Prozent (maximal 150 Euro pro Ladepunkt). Bedingung ist, dass die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet errichtet und zu 100 Prozent von Ökostrom gespeist wird.

Doch das Programm hat einen Haken: Der Bürgermeister von Wolfratshausen stellte klar, dass es sich bei dem Förderprogramm um eine Kann-Regelung handelt. Die Stadt sei demnach nicht verpflichtet, jedem Förderantrag zuzustimmen. Wie hoch die finanzielle Belastung ausfalle, müsse sich erst zeigen, sagte der Bürgermeister. Man werde eine bestimmte Summe in den Haushalt einstellen und diese dann, wenn die Anfrage steigt, neu verhandeln müssen.

07.06.2018
© ElektroBIKE online