E-Bike-Firma Freygeist pleite

Foto: lautstark communications Leichtes E-Bike Freygeist mit kompaktem Antrieb
In Deutschland und in Österreich hat der E-Bike-Hersteller Insolvenz beantragt.

Der E-Bike-Hersteller Freygeist mit Sitz in Berlin hat sowohl in Deutschland als auch in Österreich Insolvenz angemeldet. "Es wurden in beiden Ländern Anträge eingebracht", bestätigte ein ungenannter ehemaliger Geschäftsführer von Freygeist Deutschland, gegenüber dem österreichischen „Kurier“. Hunderte Räder seien von Händlern vorbestellt worden, im Vorjahr seien 500 Räder in Deutschland gebaut und verkauft worden.

Mit dem zwölf Kilo leichten Premium-Bike, das um die 4.000 Euro kostet, wollte Freygeist mehr als eine Million „Urban Professionals“ bedienen, schreibt kurier.at.

Ohne Geschäftsführung

Die Hintergründe der Insolvenz sind jedoch noch unklar. Angeblich wurde die Geschäftsführung im August einem einzelvertretungsbefugten Geschäftsführer übergeben. Dieser habe den Posten Ende November jedoch wieder aufgegeben. Damit sei Freygeist derzeit ohne Geschäftsführung, so ein ungenannter Insider zum Kurier. Vom Ex-Geschäftsführer fehle jede Spur und auch im deutschen Firmenbuch sind laut Creditreform nach wie vor die drei Alt-Geschäftsführer eingetragen, in Österreich sind es zwei.

Millionen Euro Kapital auf der Kippe

Freygeist hatte für sein E-Bike-Projekt über die Crowdfunding-Plattform Companisto 1,5 Millionen Euro an Kapital eingesammelt, 1.107 Investoren beteiligten sich an Freygeist. Diese bangen jetzt um ihre Investments, denn was mit dem Unternehmen weiter passiert steht noch nicht fest.

05.01.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
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