Darum ist E-Board-Fahren noch eine Straftat

Foto: Swagtron
Wer E-Boards, auch Hoverboards genannt, auf öffentlichen Wegen nutzt, macht sich (noch) strafbar. Warum?

Auf einem E-Board fährt man - ähnlich wie auf einem Segway - auf einem Brett mit zwei nebeneinanderstehenden Rollen, das von einem E-Motor angetrieben wird. Der Fahrer steuert das Gefährt durch Gewichtsverlagerungen und ohne Lenkrad. Doch die Nutzung solcher E-Boards ist auf öffentlichen Straßen verboten, berichtet der Bayerische Rundfunk auf seiner Online-Seite.

Der Grund: "In der Regel fahren E-Boards schneller als sechs Stundenkilometer und gelten somit rechtlich gesehen als Kraftfahrzeuge", zitiert der BR Rechtsanwalt Christian Krauße aus Nürnberg. Fahrzeuge müssen jedoch die Fahrbahn benutzen, daher seien E-Boards nicht auf Gehwegen erlaubt. Um aber auf einer öffentlichen Straße fahren zu können, wäre eine behördliche Zulassung nötig - die gibt es aber nicht für die Art von Fahrzeugen.

Führerschein benötigt

Da E-Boards im Gegensatz zu Skateboards, Rollern oder Kinderfahrrädern einen Motor besitzen, könne bei ihnen auch nicht das gleiche Recht der Gehweg-Nutzung gelten, so Krauße. Hinzu komme: Wer ein als Kraftfahrzeug geltendes Gefährt auf öffentlichen Straßen bewegen will, benötigt einen Führerschein. Für E-Boards gibt es aber keine sogenannte Fahrerlaubnisklasse. Außerdem nutzen meist Kinder und Jugendliche die Hoverboards, die keinen Führerschein besitzen.

Haftung bei Unfällen

Laut Krauße müssten Fahrer daher mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen. Für Schäden hafte der Nutzer selbst, für Kinder, die einen Unfall bauen, könnten die Eltern zur Verantwortung gezogen werden. Auf Privatgrund sind die Geräte jedoch uneingeschränkt zugelassen.

Eine gesetzliche Neuregelung soll 2018 folgen.

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02.09.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
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