FLX Trail: Neues E-MTB mit Bafang-Motor

Foto: Christiane Rauscher FLX Trail

Fotostrecke

Mit FLX stößt ein neuer Hersteller auf den boomenden Markt der E-Mountainbikes. Wir sind das FLX Trail bereits gefahren. Hier gibt’s Infos und Fahreindrücke.

Bei FLX handelt es sich um einen Bike-Hersteller aus den USA, der seinen Hauptsitz in Shanghai hat. Das Unternehmen vertreibt seine Räder direkt über seine Webseite und verschickt sie an den Käufer. Für den europäischen Markt hat das Unternehmen unter anderem das E-Hardtail Trail für den Einsatz abseits befestigter Wege im Portfolio.

FLX Trail: Die Ausstattung des E-MTB

Das E-Hardtail FLX Trail kommt mit Alurahmen und Laufrädern in 27,5 Zoll. Die Reifen des Bikes haben eine Breite von 2,1 Zoll. Der Bafang Max Drive-Mittelmotor am FLX Trail bietet laut Hersteller ein maximales Drehmoment von 80 Newtonmetern und kommt mit fünf Unterstützungsstufen.

Wichtig zu wissen: Der Motor am FLX Trail kommt mit einer Nominalleistung von 350 Watt. Außerdem kann die Geschwindigkeit, bis zu der der Motor maximal unterstützt, vom Fahrer auf 90 km/h gesetzt werden. Das FLX Trail geht somit verkehrsrechtlich nicht mehr als Fahrrad durch. FLX empfiehlt seinen Kunden, das Speed-Limit auf 25 km/h zu setzen. Außerdem weist der Hersteller darauf hin, dass das FLX Trail hauptsächlich für den Offroad-Einsatz gedacht ist.

Zusätzlich gibt’s am FLX Trail neben dem linken Griff eine Art Gashebel. Mit diesem Hebel kann das Rad ohne zu Pedalieren gefahren werden. Er funktioniert ab einer Geschwindigkeit von 10 km/h und geht laut Hersteller bis ca. 32 km/h. Auch diese Funktion sorgt dafür, dass das FLX Trail nicht mehr als Pedelec zählt. Laut FLX ist der Gashebel einfach abnehmbar, das Rad kann dann nur noch als Pedelec gefahren wird. Das FLX Trail besitzt außerdem eine Schiebehilfe.

Der Akku des FLX Trail sitzt auf dem Unterrohr und ist in zwei Kapazitäts-Versionen erhältlich: mit 630 oder 468 Wattstunden. Praktisch: Am unteren Ende des Akkus befindet sich nicht nur der Ladeport, sondern auch ein USB-Anschluss, über den sich z.B. ein Smartphone laden lässt. Ein zweiter USB-Ladeport befindet sich am Display.

Geschaltet wird beim FLX Trail mit einer Shimano Alivio-Schaltung mit 1x9 Gängen. Die hydraulischen Scheibenbremsen Tektro Auriga sind mit 180-Millimeter-Scheiben ausgestattet. Für den Komfort auf unebenem Terrain ist an der Front die XCR-Federgabel von SR Suntour mit 120 Millimetern Federweg und Lockout-Funktion verbaut. Außerdem besitzt das Bike eine gefederte Sattelstütze.

Das FLX Trail ist nur in einer Rahmengröße (19 Zoll) erhältlich und kostet 1980 Euro.

FLX Trail: Ausstattung im Detail (laut Hersteller)

MotorBafang Max Drive
Akku630 oder 468 Wh
FedergabelSR Suntour XCR
SchaltungShimano Alivio 1x9
BremseTektro Auriga, 180 mm
Gewicht23,2 kg
Preis1980 Euro

Foto: Christiane Rauscher FLX Trail

Elektrobike-Redakteur Holger Schwarz auf Testfahrt mit dem FLX Trail.

Test: So fährt sich das FLX Trail

Die Sitzposition auf dem FLX Trail ist ziemlich aufrecht. Der Lenker ist im Vergleich zu anderen aktuellen E-MTBs mit 630 Millimetern eher schmal. Beim Tritt in die Pedale wird schnell deutlich: Der Bafang-Motor unterstützt den Biker kräftig, vor allem in der Ebene. Er arbeitet gleichmäßig und setzt ohne erkennbare Verzögerung ein. Auch ein Nachlauf des Motors ist nicht bemerkbar. Ebenfalls angenehm: Der Bafang-Antrieb ist sehr leise.

Auf dem übersichtlichen Farbdisplay werden die aktuelle Geschwindigkeit sowie die Unterstützungsleistung des Motors als zentrales Element in Form eines Kreisdiagramms angezeigt. Zusätzlich ist die Momentan-Geschwindigkeit als Zahl dargestellt. Die gewählte Unterstützungsstufe steht unterhalb des Kreisdiagramms. Die Restkapazitäts-Anzeige des Akkus befindet sich rechts oben im Display und ist relativ klein.

Daneben können auf dem Display weitere Funktionen wie Durchschnitts- sowie Maximalgeschwindigkeit, gefahrene Kilometer, Restreichweite, Zeit und Kalorienverbrauch angezeigt werden. Praktisch bei Dunkelheit: Per Knopfdruck auf der Bedieneinheit kann die Helligkeit des Displays erhöht werden. Apropos Bedieneinheit: Diese ist neben dem linken Griff platziert und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen.

Die Kenda-Reifen am FLX Trail sind mit 2,1 Zoll ziemlich schmal. Im Vergleich zu anderen aktuellen E-Mountainbikes mit 2,6 oder sogar 2,8 Zoll breiten Reifen lässt das FLX-Bike auf dem Trail teilweise Traktion und Fahrsicherheit vermissen. Auf ebenen, geschotterten Forstwegen fährt sich das Rad dagegen ruhig und souverän.

Die Alivio-Schaltung von Shimano kann in Sachen Haptik und Schalt-Performance nicht mit höherwertigen Gruppen wie SLX oder XT mithalten. Vor allem beim Schalten am Berg sind teilweise laute Geräusche zu vernehmen. Dagegen verrichtet die Auriga-Bremse von Tektro zuverlässige Arbeit und gibt dem Fahrer stets das Gefühl, sicher zum Stehen zu kommen.

Die XCR-Federgabel von SR Suntour schluckt Unebenheiten souverän. Praktisch: Die Federhär der Stahlfeder lässt sich über den Drehhebel auf der Oberseite des linken Gabelrohrs einfach einstellen. Im Gegensatz zu Luftfedergabeln ist keine Dämpferpumpe notwendig.

Fazit: Wer auf die Beratung und den Service eines Händlers verzichten kann, der bekommt mit dem FLX Trail ein E-Hardtail mit einem kräftigen Motor zu einem attraktiven Preis.

Mehr neue E-Bikes für 2018:

Die spannendsten E-Bike-Neuheiten

16.02.2018
Autor: Holger Schwarz
© ElektroBIKE online