Brose Drive S Mag: Neuer E-MTB-Antrieb

Foto: Holger Schwarz Brose Drive S Mag

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Brose bringt mit dem Drive S Mag einen neuen Antrieb für E-Mountainbikes. Wir konnten den Motor bereits fahren. Hier gibt’s alle Infos und erste Fahreindrücke.

Bislang hat Motorenspezialist Brose drei E-Bike-Antriebe im Portfolio: den Drive T für City- und Touren-Pedelecs, den Drive TF für schnelle S-Pedelecs und den Drive S für E-Mountainbikes.

Zukünftig wird es im E-MTB-Bereich neben dem bestehenden Drive S mit Aluminiumgehäuse eine weitere Version geben: den Drive S Mag mit einem Gehäuse aus Magnesium.

Brose Drive S Mag: Daten und Fakten

Durch das Magnesiumgehäuse konnten die Brose-Ingenieure den neuen Drive S Mag 15 % kleiner und leichter gestalten als den bestehenden Drive S mit Alugehäuse. Der Motorblock des neuen Drive S Mag soll 500 Gramm leichter geworden sein und bringt laut Brose 2,9 Kilogramm auf die Waage.

Auch in Sachen Effektivität konnte Brose einen Schritt nach vorne machen. Der neue Drive S Mag soll den E-Mountainbiker zukünftig mit bis zu 410% seiner eigenen Power unterstützen, beim Drive S aus Alu sind es 380%. Das maximale Drehmoment wird wie bisher bei 90 Nm liegen.

Brose bietet beim neuen Drive S Mag eine zusätzliche Unterstützungsstufe an: den so genannten Flex Power Mode. Er soll zum einen bei höheren Drehzahlen bis zu 30% mehr Power liefern und außerdem dafür sorgen, dass der Antrieb seine Power beim Anfahren noch schneller freigibt.

Der neue Brose Drive S Mag kann sowohl horizontal als auch vertikal in den E-MTB-Rahmen eingebaut werden. Bei der Aluversion war lediglich ein horizontaler Einbau möglich.

Fahrbericht: Wie fährt sich der neue Brose Drive S Mag?

Bei den Eurobike Media Days konnte Elektrobike-Redakteur Holger Schwarz den neuen Brose Drive S Mag im direkten Vergleich zum Drive S mit Aluminiumgehäuse testen.

Im Flex Power Mode war spürbar, dass der neue Drive S Mag seine Kraft sehr direkt auf die Pedale bringt. So war beim Anfahren am Berg die Unterstützung des Motors sofort da. Im höheren Drehzahlbereich über 80 bis 90 Umdrehungen pro Minute lieferte der Drive S Mag außerdem erkennbar mehr Power als die Alu-Version. Das bringt dem E-Mountainbiker den Vorteil, dass er in steilen Uphill-Passagen erst später in einen höheren Gang schalten muss.

Der neue Drive S Mag fuhr sich Brose-typisch sehr harmonisch. Lediglich das Unterstützungsgeräusch ist im Vergleich zum Drive S mit Aluminiumgehäuse hörbar lauter geworden.

Drei neue Brose-Displays und digitales Service-Tool

Neben dem neuen Drive S Mag bringt Brose drei neue Displays bzw. Steuereinheiten (zu sehen hier in der Fotostrecke). Außerdem führt der Antriebsspezialist ein neues, digitales Service-Tool für Händler und Werkstätten ein. Dies soll dafür sorgen, dass die Wartung und Diagnose von Brose-Antrieben schnell durchgeführt werden kann.

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06.07.2018
Autor: Holger Schwarz
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