Beim Stadtrad nach wie vor beliebt: aufrechte Sitzposition und tiefer Einstieg. Das gilt auch für E-Bikes bzw. Pedelecs. Sebastian Hofer

E-Bikes 2019 mit deutlichem Absatz-Plus

Fahrradindustrie auf Wachstumskurs

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) hat die Verkaufszahlen des Fahrradmarkts für das Jahr 2019 veröffentlicht. Der Verkauf an Fahrrädern und E-Bikes lag 2019 mit 4,31 Mio. Stück insgesamt 3,1% über dem Vorjahr.

Damit liegt der Absatz erneut jenseits der 4-Millionen-Marke. Auch der Umsatz konnte 2019 auf 4,23 Mrd. Euro gesteigert werden. Das entspricht einem Plus von rund 34% gegenüber dem Vorjahreswert. Verantwortlich für die Steigerung ist vor allem der hohe Absatz von E-Bikes. Da ein E-Bike durchschnittlich einen höheren Verkaufspreis als ein herkömmliches Fahrrad erzielt, steigt so auch der Umsatz.

Millionenmarke geknackt

In Hinblick auf die Entwicklung des E-Bike-Markts konnte die Millionenmarke mit 1,36 Mio. verkauften E-Bikes erstmals geknackt werden. Damit steigerte sich auch der Marktanteil von E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt auf 31,5%.

Exportschlager

Die Erzeugnisse der deutschen Fahrradindustrie erfreuen sich auch im Ausland großer Beliebtheit. Der Export von Fahrrädern und E-Bikes ist 2019 um 15% angestiegen: Insgesamt wurden 1,45 Mio. Räder exportiert – mit einem E-Bike-Anteil von 531.000 Stück.

Verteilung der Marktanteile im Bereich E-Bike

Das Ranking der Modellgruppen innerhalb der Kategorie E-Bike wird angeführt von E-Trekking (36%), E-City-/Urban (31%) und E-MTB (26,5%). Einen geringen Anteil steuern E-Lastenräder (4%) und erstmalig E-Rennräder (0,5%) bei.

Während die Werte bei den E-Bikes durchweg positiv sind, war bei den Fahrrädern ohne elektrischen Antrieb ein Rückgang von -7,8% zu verzeichnen.