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Einführung: Pedelecs und E-Bikes - darum geht's beim Elektrofahrrad

Die neue Leichtigkeit des Radfahrens

Dank technologischer Volldampf-Entwicklung und frischem, jungem Design sind Pedelecs und E-Bikes DER große Fahrrad-Trend, nachdem sie jahrelang ein Schattendasein geführt hatten. ElektroBIKE online erklärt, was Sie über Pedelecs und E-Bikes wissen müssen und hilft bei der Kaufentscheidung. In dieser Einführung erklären wir die wichtigsten Begriffe und Tatsachen rund um Pedelec und E-Bike.

Modern, umweltschonend, praktisch und kostengünstig stehen Elektrofahrräder zur Zeit hoch im Kurs und haben endgültig den Ruf einer besseren Gehhilfe für ältere Menschen abgelegt. Inzwischen gibt es Pedelecs in nahezu allen Fahrrad-Klassen vom City-Rad über das Touren- und Trekking-Rad bis hin zum sportlichen Mountainbike für den Geländeeinsatz.

Experten unterscheiden zwei Klassen: Bei E-Bikes funktioniert der Elektromotor komplett muskelunabhängig, während er bei Pedal Electric Cycles (kurz Pedelecs) erst anspringt, wenn Sie pedalieren. Beim Pedelec gibt der Motor also lediglich Unterstützung zur eigenen Leistung.

2009 gingen europaweit 750.000 Zweiräder mit Elektrounterstützung über den Ladentisch, 2010 rechnet der Markt bereits mit 1 Million verkaufter Exemplare. Mit 0,6 Cent pro Kilometer sind sie hinsichtlich ihrer Betriebskosten und auch im Hinblick auf ihre Energieeffizienz im Vergleich zu anderen motorisierten Fahrzeugen konkurrenzlos. Bei geschicktem Schalten kommen Sie mit einer Akkuladung immerhin bis zu 80 Kilometer weit.


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Warum ein Elektrofahrrad?

  • Reichweiten, die man zuvor mit dem herkömmlichen Rad niemals erreicht hatte, werden greifbar.
  • Leistungsschwächere und -stärkere Radler können zusammen radeln.
  • Berufspendler kommen unverschwitzt zur Arbeit. Immerhin liegen 80% der Autofahrten in einem Radius von unter fünf Kilometern - ökologisch gesehen ein guter Grund auf das Elektrofahrrad umzusteigen.
  • Wer oft mit dem (Kinder-) Anhänger, schweren Taschen oder in bergigem Gelände unterwegs ist, eröffnet sich mit dem Pedelec neue Möglichkeiten.
  • Gerade dann, wenn Fahrradfahrer täglich Steigungen, Gegenwinde oder Gepäck meistern müssen, entlasten Elektrofahrräder den Körper.

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So funktionieren Pedelecs

UB Frau auf E-Bike mit Anhänger und Kind
E-Bikes sind vielseitig einsetzbar und erhöhen die persönliche Reichweite und Mobilität.

Das Grundprinzip des Pedelecs - oft missverständlich auch als E-Bike bezeichnet - ist einfach: Das Fahrrad verfügt über einen Akku und einen Elektromotor, der den Fahrer beim Tritt in die Pedale unterstützt und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h. Jenseits dieses Tempos kann der Fahrer weiter beschleunigen - aber nur aus eigener Kraft, denn der Motor schaltet sich dann ab.

Eine zweite Gruppe von Pedelecs heißt S-Pedelecs (schnelle Pedelecs). Bei diesen Rädern darf rechtlich der Motor bis 45 km/h unterstützen, bei den meisten S-Pedelecs ist aber bei bei 40 km/h Schluss.

Bewegungssensoren messen beim Pedelec die Trittkraft und passen die elektrische Antriebsleistung des Motors automatisch an den Fahrer an. Dazu können Sie zwischen mehreren Unterstützungs-Intensitäten auswählen, zum Beispiel zwischen 50, 100 oder 150 Prozent der vom Fahrer aufgebrachten Kraft. Die Motorleistung ist bei Pedelecs auf nominell 250 Watt begrenzt - das ist schon ein mehrfaches dessen, was ein durchschnittlicher Radfahrer leistet.

Am ökonomischsten fahren Sie mit einer weitgehend automatischen Antriebssteuerung - Ihr Akku dankt es Ihnen!

Bereits beim Hersteller kann für diesen Zweck die Steuerelektronik auf die speziellen Ansprüche an Touren-, Sport- oder City-Pedelecs abgestimmt werden. Wer beispielsweise oft mit einem schweren Anhänger unterwegs ist, kann vorab durch ein höher eingestelltes Drehmoment für ein besseres Beschleunigungsverhalten des Pedelecs sorgen.

Designer greifen mittlerweile neben den technischen auch die ästethischen Bedürfnisse der Kunden. Dementsprechend finden Sie in der Produktpalette individuelle E-Bikes für Menschen aller Altersklassen und der verschiedensten Design-Vorlieben.

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Leistung, Versicherung und Betriebserlaubnis bei Pedelecs und E-Bikes

EU-Richtlinien limitieren die Leistung der Motoren bei Pedelecs auf 250 Watt und die Untersützung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Die Abschaltung des Motors erfolgt jenseits dieses Tempos elektronisch gesteuert.

Zusätzlich verfügen viele Pedelecs über eine so genannte Schiebhilfe. Ob mit leichtem Druck auf das Pedal oder einen Knopf oder Drehgriff am Lenker: die Anfahr- oder Schiebehilfe beschleunigt aus dem Stand auf bis zu 6 km/h. Hierfür ist keine Betriebserlaubnis nötig. Besonders älteren Menschen wird so ermöglicht, das schwere Rad ohne Anstrengung über steile Rampen zu bringen.

Eine sich in Kraft und Leistung unterscheidende Klasse bilden schnelle Pedelecs/E-Bikes, die maximal 45 km/h erreichen dürfen. Sie gehören bereits zur Klasse der Kleinkrafträder oder Leichtmofas. Daher sind sie führerscheinpflichtig, benötigen eine Versicherungsplakette, Rückspiegel, besonders gute Bremsen und setzen eine Haftpflichtversicherung voraus. Rad-Helme sind zwar nicht obligatorisch, dennoch aber ratsam - wie bei jedem anderen Fahrrad auch.

Zur Terminologie von E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs

E-Bike
Der Begriff E-Bike wird zum Einen allgemein für Elektrofahrräder benutzt, die zu den Light Electric Vehicles (LEVs) gehören. Er bezeichnet zum Anderen aber auch im Speziellen Elektro-Fahräder, die ohne Trittkraft bis zu 20 km/h fahren dürfen und ggf. mit Trittkraft und E-Unterstützung bis zu 45 km/h.

Pedelecs
Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit einem maximal 250 Watt starken Elektromotor, der den Fahrer bis 25 km/h unterstützt, so lange er pedaliert. Hört der Fahrer zu treten auf, schaltet auch der Motor ab.

S-Pedelecs
S-Pedelecs ("schnelle Pedelecs") unterstützen den Fahrer wie normale Pedelecs mit Motorkraft nur, wenn er mitpedaliert - aber bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

"Pedelec" ist übrigens eine Abkürzung für Pedal Electric Cycles (Muskelkraft kombiniert mit Motorkraft) und wurde im Rahmen einer Diplomarbeit erfunden.

Pedelec-Technik nachrüsten - das sollten Sie beachten

Die Bestandteile eines Nachrüst-Kits
- Nabenmotor für Vorderradnabe oder Hinterradnabe (oft mit Energierückgewinnung durch den Motor)
- Akku und Ladegerät (ggf. entsprechende Halterung)
- Lenkerdisplay, Steuerungseinheit und gegebenenfalls ein Gasgriff
- Kabelsatz
- Garantie

Zwischen 1.000 und 2.000 Euro kostet ein Set zur Umrüstung Ihres Fahrrads. Maßgeblich hängt dies von der Qualität und der Kapazität des Akkus ab.

Hersteller raten aus Sicherheitsgründen dazu, einen Fachmann mit der Umrüstung zu beauftragen. Nehmen Sie den Umbau jedoch selbst vor, sollten Sie sich vorher beim Hersteller des Umrüstsatzes über die Kompatibilität mit Ihrem Fahrrad informieren. Im Zweifelsfall haften nämlich Sie selbst als Hersteller für diesen Umbau und seine Folgen.

Wenn Sie entschieden haben, dass das Nachrüsten finanziell in Frage kommt und alle technische Voraussetzungen stimmen, sollten Sie auf folgendes achten:

E-Bike-Nachrüstsatz
Informieren Sie sich beim Rad-Hersteller bevor Sie mit dem Nachrüsten beginnen.

Darauf sollten Sie bei Entscheidung und Ausführung achten

  • Nabenmotoren nachzurüsten, ist einfach. Tretlagermotoren erfordern spezielle Rahmen. Ausnahme ist das Gruber Assist-System.
  • Für einen Nabenmotor muss genug Einbauplatz in der Vorderradgabel oder im Hinterbau des Rahmens geben, denn er ist voluminöser als eine Nabenschaltung oder ein Nabendynamo.
  • Rahmen und Gabel müssen das höhere Gesamtgewicht tragen können. Immerhin bringt der Zusatzantrieb etwa 10 kg an zusätzlichem Gewicht auf die Waage. Höhere Geschwindigkeiten bewirken hohe Zusatzbelastungen auf Gabel und Rahmen.
  • Wird ein Vorderradnabenmotor eingebaut, müssen Sie auf einen Nabendynamo verzichten und eventuell einen Seitenläuferdynamo nachrüsten.
  • Hinterradnabenmotoren funktionieren nur zusammen mit Kettenschaltungen. War vorher eine Nabenschaltung eingebaut, müssen Sie den Antrieb mit einer Kettenschaltung umrüsten.
  • Die Bremsen müssen für das größere Gewicht ausreichend ausgelegt sein. Eine zweite Felgenbremse ist notwendig, da eine Rücktrittbremse keinen Platz mehr findet.

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