Georg Zeppin

Zum Verwechseln ähnlich: Räder mit und ohne E Fünf zweieiige Zwillinge: E-Bike und Fahrrad

Am Beginn des E-Bike Booms sahen E-Bikes wie E-Bikes und Fahrräder wie Fahrräder aus. Mit fortschreitender Innovation und Vollintegration von Akku und Motor sind E-Bikes und Fahrräder teilweise nicht mehr zu unterscheiden. Einige gleichen sich wie Zwillinge. Fünf "ungleiche Pärchen" im Portrait.

Als die ersten E-Bikes den Markt eroberten war der optische Unterschied zum Fahrrad bereits aus der Ferne realisierbar: An ein normales Fahrrad wurde irgendwo ein Motor angeschraubt und der Akku auf dem Gepäckträger platziert. Da gehört er hin, ist ja schließlich ein Gewicht. Dass die bald als "Gehilfen" oder "Rentnerchopper" stigmatisierten ersten Elektrofahrräder mitunter ein furchteinflößendes Fahrverhalten an den Tag legten, gehört inzwischen der Vergangenheit an. Gepäckträgerakkus sind aus dem Erscheinungsbild moderener Pedelecs verschwunden, auch das eigenwillige Fahrverhalten ist größtenteils dynamischen Fahreigenschaften gewichen, die nah am Fahrrad sind. Das E-Bike entwickelte sich zu einer eigenständigen Fahrzeugklasse und der Boom kennt zur Zeit keine Schranken. Egal ob Tourenräder, Stadträder, Mountainbikes, Rennräder und, und, und, es gibt nicht, was es nicht mit Motor gibt. Aus der als Fahrrad eingestuften Pedelec-Klasse formte sich auch das schnelle E-Bike. Die als Kleinkraftrad eingestufte Fahrzeugkategorie gab es vorher nicht und nimmt stetig an Akzeptanz und Marktanteilen zu.

Rein optisch sind die aktuellen E-Bikes dank Vollintegration der Antiebskomponenten samt Verkabelung und recht schlanker Erscheinung von Fahrrädern inzwischen nicht mehr zu unterscheiden. Verdrängt das E-Bike allmählich das Fahrrad beim Freizeit und Nutzungsbedarf? Einst spann Rainer Jeske, der ersten E-Bike-Chef bei Bosch, zur Markteinführung in einem Interview die Vision: "Das Fahrrad wird E-Bike heißen." Schaut man sich die Entwicklung aus der Perspektive des Jahres 2021 an, wird er vermutlich recht behalten.

Verschwinden dann die Fahrräder oder führen ein Nischendasein ausschließlich in den Sportecken Mountainbike und Rennrad? Das steht zu vermuten. Das E-Bike ist die Evolution des Fahrrades und im Grunde ein Segen für unsere Mobilität. Das Auto als Verkehrsmittel Nr.1 hat zumindest im urbanen Raum seinen Zenit überschritten: Zu groß das immerwährende Verkehrschaos und der Flächenfraß, das dem vierrädrigen Vehikel noch eingeräumt wird.

Einige Hersteller vertrauen nach wie vor an die seit über 200 Jahren währende Anziehungskraft des Fahrrades, bauen und entwickeln neben E-Bikes auch spannende Fahrräder. Für uns Zeit für ein Bike-Memospiel aus normalen Fahrrädern und E-Bikes.

Georg Zeppin
Fahrrad oder E-Bike? Für jeden das Richtige!

Fahrrad oder E-Bike: der ungleiche Vergleich

Fahrradfahren ist die effizienteste Art der Fortbewegung, Laufen inklusive. Die Anschaffung ist günstig, der Aktionsradius grenzenlos. Die Unterhaltskosten eines häufig und sorgsam genutzten Fahrrads bewegen sich jährlich bei rund 100 Euro – das ist unschlagbar günstig! Wer regelmäßig Fahrrad fährt, hält sein Herz-Kreislauf-System in Schwung, bleibt geistig rege und körperlich fit.

Wer das Fahrrad in erster Linie als Fortbewegungsmittel nutzt, kennt aber auch die Grenzen des Velos: Man schwitzt häufig, Schnappatmung bei fiesen Anstiegen inklusive. Führt die Fahrt über einen Berg, braucht es für die grenzenlose Freiheit entsprechende Fitness und eine bergtaugliche Übersetzung. Genau an diesem Punkt kommt das E-Bike ins Spiel.Hier spielt es seine Trümpfe aus: die Unterstützung durch den Motor, mit dem man sogar über Alpenriesen pedaliert, ohne sich total verausgaben zu müssen.

Das E-Bike kann im Alltag viele Probleme lösen: Es kurbelt körperliche Ertüchtigung an, hilft gegen den Verkehrsinfarkt, löst vielerlei Platzprobleme und ist im Vergleich zum Auto günstig in Anschaffung und Unterhalt – und fit wird und bleibt man auch.

Fahrrad und E-Bike, das ist nur auf den ersten Blick ein ungleiches Pärchen. Am Ende geht es um Spaß und Mobilität auf zwei Rädern. Vielleicht ist das E-Bike wirklich nur eine weitere Kategorie des normalen Fahrrads? Am Ende muss jeder selbst entscheiden, auf welche Karte er setzt. Unser Memospiel zeigt deutlich: Für jeden gibt es mittlerweile das ideale Fahrrad – mit und ohne Motor. Egal ob es sich um ein Rad für die City, für Touren, fürs Graveln oder auch für Lasten handelt.

Bjoern Haenssler
Heißt das E-bike im Sprachgebrauch bald Fahrrad?

Kaufberatung E-Bike: Das ist Wichtig!

1. Antriebsart

Generell unterscheidet man zwischen drei Antriebsarten: Front-, Mittel- und Heckantrieb. Jede Position bringt Vor- und Nachteile mit sich. Am weitesten verbreitet ist der Mittelmotor. Ihn findet man in allen Radkategorien und in verschiedenen Ausprägungen. Den Heckmotor verbauen Hersteller gerne in S-Pedelecs und in Touren-E-Bikes. Den Frontantrieb findet man kaum noch auf dem Markt. Nahezu alle Antriebe gibt es als Modelle mit viel und wenig maximalem Drehmoment. Wichtig: Nicht immer ist der stärkste Motor die beste Wahl.

2. Akkukapazität

Je kompakter und leichter der Akku, desto dynamischer sind die Fahreigenschaften eines E-Bikes. Für Citybikes, Falträder und E-Rennräder reichen 300 bis 500 Wattstunden (Wh) völlig aus. Für Touren solltest du 500 Wh oder mehr mit an Bord haben. Diese garantieren längeren Fahrspaß, ohne nachladen zu müssen. Wer mit dem E-Mountainbike Höhenmeter fressen möchte, liegt mit einer Kapazität bis 700 Wh nicht verkehrt. Bei E-Cargobikes sind 1000 Wh durchaus sinnvoll, da hier nicht nur das eigene Gewicht, sondern auch viel Zuladung transportiert werden will.

3. Komponenten

Bei E-Bikes haben sich, ähnlich wie bei den konventionellen Fahrrädern, Scheibenbremsen durchgesetzt. Angesichts der höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten auf einem E-Bike ist sichere Verzögerung unerlässlich. Wie viele Gänge ein Rad haben sollte, kommt auf die Gegend an: Fünf reichen im Flachen, breit gespreizt hilft am Berg enorm. Wer gerne sportlich unterwegs ist, entscheidet sich für eine Kettenschaltung; in der Stadt und auf Touren macht auch eine wartungsarme Nabenschaltung Spaß. Tolle Technik: stufenlose Automatikschaltungen.

4. Preise

Je häufiger und intensiver man radelt, desto mehr sollte man budgetieren. Wer nur ab und zu ein paar Kilometer fährt, kann bereits ab 1200 bis 1500 Euro sein Glück finden. Für Alltagsradler mit regelmäßiger intensiver Nutzung empfiehlt sich ein Invest ab 2500 Euro. Dafür gibt‘s robuste, alltagstaugliche Technik. Je mehr man die Grenzen eines E-Bikes ausfährt, desto hochwertiger sollte die Ausstattung sein. Bewährte und gute Komponenten garantieren Sicherheit und Stabilität. Im E-MTB-Bereich darf man mit 3500 Euro und mehr für geeignete Technik rechnen.

Georg Zeppin
Kostengünstiger Spaß ohne Grenzen: Das Fahrrad

Kaufberatung Fahrrad: Darauf müssen Sie unbedingt achten

1. Einsatzzweck

Es klingt trivial, aber bevor du anfängst, den Markt nach deinem Traumrad zu sondieren, solltest du dir eine Frage beantworten. Was will ich mit dem Bike eigentlich machen: zur Arbeit pendeln, Einkauf fahren, Lasten transportieren, am Wochenende Kilometer schrubben oder einfach gar die Welt entdecken? Von der Antwort auf diese Frage(n) hängt ab, in welcher Kategorie du überhaupt suchen musst. Vielleicht brauchst du am Ende sogar gar kein Fahrrad, sondern ein E-Bike – wenn zum Beispiel der sportliche Aspekt nicht so sehr für dich im Vordergrund steht.

2. Wo kaufen: Beim Händler vor Ort oder im Internet?

Profis tun sich leichter, Räder oder Komponenten einfach online zu bestellen. So ist (in normalen Zeiten) das Traumrad nur einen Klick entfernt. Allerdings kommt es dann, zwar fahrfertig vormontiert, im Karton bei dir an. Die letzten Handgriffe muss man selbst erledigen. Für Unbedarfte ist daher die Empfehlung stationärer Fachhandel meist der bessere Tipp. Zumal hier, vor allem bei E-Bikes wichtig, die Probefahrt problemlos möglich ist. Aber auch Direktversender bieten heute eine sehr gute Telefon-, manchmal sogar eine Video-Beratung an.

3. Passt alles?

Nicht nur das Rad muss zu den eigenen Vorstellungen passen, sondern auch die Rahmengröße. Für die Probefahrt stellt dir der Händler das Rad perfekt auf dich ein. Solltest du bei der Testrunde kein gutes Gefühl haben, ist das schon eine eindeutige Empfehlung: Finger weg von diesem Rad.Zwischen Fahrrad und Fahrer gibt es drei Kontaktpunkte: Sattel, Lenker und Pedale. Gerade beim Sattel wirst du vielleicht nicht direkt glücklich. Hier hilft es, mehrere Modelle auszutesten – und vorab z. B. den Sitzhöckerabstand zu messen. So findest du zumindest die richtige Breite.

4. Komponenten

Wer viel fährt, gewöhnt sich idealerweise einen muskelschonenden flotten Tritt an und schaltet häufig. In den Bergen sind viele Gänge mit breiter Übersetzung sinnvoll, im Flachen reichen einige wenige Gänge. Faustregel: Im Gelände sind Kettenschaltungen die erste Wahl, in der Stadt sieht man häufig die wartungsarmen Nabenschaltungen. Scheibenbremsen sind mittlerweile Standard, sie bieten top Verzögerung in allen Situationen. Bei den Reifen gilt: Für Asphalt reichen schmale Pneus; je unruhiger der Untergrund wird, umso breiter und profilierter sollten die Reifen sein.

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