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Extra: E-Bike Wissen - Alles über Shimano STEPS
E-Mountainbike Stefan Eigner

Tipps zum E-Bike Antrieb

Akku Management

Um den Akku ranken sich viele Fragen. ELEKTROBIKE erklärt, was Sie wissen sollten.

Das Herz des E-Bikes mag der Motor sein, doch die ganze Aufmerksamkeit und viele Diskussionen drehen sich um den Akku: Wie lange reicht die Ladung, wie lange bleibt er voll leistungsfähig, wie lange muss ich ihn laden, wie lagern? Allgemeingültige Antworten gibt es zwar auf keine dieser Fragen, denn viele Faktoren haben Einfluss auf Reichweite und Lebensdauer der Energiequelle. Doch die Tipps auf dieser Seite helfen, um den Akku am eigenen E-Bike viel besser einschätzen zu können.

Generell hat sich beim Akku in den letzten Jahren viel getan, sowohl in Sachen Leistung und Haltbarkeit, ganz offensichtlich auch bei Form und Größe. Die Zeiten, als das Batteriepaket fahrdynamisch ungünstig einfach plump auf dem Gepäckträger platziert wurde, sind lange vorbei. Viele Hersteller haben die Kapazitäten über die 600-Wattstunden-Schallmauer angehoben. ‟Diesem Trend wird sich auch Shimano nicht verschließen können”, sagt Björn Gerteis, Redaktionsleiter des Magazins ELEKTROBIKE.

Auf Reise
Björn Gerteis
Björn Gerteis, Redaktionsleiter: „Sie können moderne Akkus nach jeder Fahrt laden, müssen es aber nicht.“
  • 100 % NEUER AKKU: Logisch: Ein fabrikneuer Akku besitzt die Leistung, die in Wattstunden (Wh) angegeben ist. Zwar lässt diese Leistung theoretisch bald nach, das ist in der Praxis aber noch nicht spürbar.
  • 80 % 500 KOMPLETTE LADEZYKLEN: Nach 500 kompletten Ladungen besitzt ein Akku noch 80 Prozent seiner ursprünglichen Leistung, also z. B. ein 500-Watt-Akku noch rund 400 Watt.
  • 60 % 1000 KOMPLETTE LADEZYKLEN: Nach 1000 kompletten Ent- und Ladungen leistet der Akku noch mindestens 60 Prozent. Die Reichweite ist zwar geringer, aber das E-Bike fährt immer noch problemlos.

Akkupositionen

  • Gepäckträgerakku: Früher üblich, ist heute klar: Durch den Schwerpunkt hinten fährt sich das Rad eher schlecht.
  • Akku auf Unterrohr: Diese Lösung ist nicht wirklich hübsch, Handling und Schwerpunkt sind aber sehr gut.
  • Integrierter Akku: Fahrdynamisch und optisch ist das die beste Lösung: Der Akku liegt möglichst tief und sicher.

Wann macht der Akku schlapp?

‟Nach 500 Ladezyklen sinkt die Kapazität schon auf 80 Prozent? Dann hält der Akku ja gerade mal zwei Jahre!” Durchatmen, innehalten – kein Grund zur Sorge. Ein Ladezyklus entspricht einer Vollladung von 0 auf 100 Prozent. Laden Sie zum Beispiel den Akku fünf Mal mit 20 Prozent nach, entspricht dies nicht fünf Ladezyklen, sondern einer Vollladung. Auf dieser Basis kann man eine einfache Beispielrechnung aufmachen. Bei einer angenommenen Reichweite von 50 Kilometern pro Vollladung können Sie 25 000 Kilometer (500 Ladezyklen) oder 50 000 Kilometer (1000 Ladezyklen) mit dem E­Bike unterwegs sein.

Ladezeiten 418 Watt Akku + normales Ladegerät 418 Watt Akku + Reise-Ladegerät 504 Watt Akku + normales Ladegerät 504 Watt Akku + Reise-Ladegerät
Vollladung 4 h 6,5 h 5 h 7,5 h
80-%-Ladung 2 h 3,5 h 2,5 h 4 h
Ladezeiten 418 Watt Akku + normales Ladegerät 418 Watt Akku + Reise-Ladegerät 504 Watt Akku + normales Ladegerät 504 Watt Akku + Reise-Ladegerät
Vollladung 4 h 6,5 h 5 h 7,5 h
80-%-Ladung 2 h 3,5 h 2,5 h 4 h

Tipps zur Lagerung

  • Temperatur: Die optimale Temperatur zum Laden und zum Lagern des Akkus liegt zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Egal ob am Bike über Nacht oder für mehrere Wochen, der Akku sollte nach Möglichkeit immer in einem trockenen Innenraum lagern.
  • Ladung: Wer eine kürzere Tour fährt, sollte den Akku nur zu 90 Prozent laden und nicht unter 10 Prozent entladen. Wird der Akku längere Zeit nicht benutzt, sollte er auf rund 70 Prozent geladen werden – vor der ersten Fahrt dann wieder auf 100 Prozent laden. Beim Laden wird der Akku sehr warm – er darf nicht in der Nähe von brennbaren Materialien stehen.
  • Ladegerät: Zum Laden immer nur das originale Ladegerät des Akku-Herstellers verwenden – auch wenn die Stecker anderer Ladegeräte passen.
  • Defekt: Funktioniert der Akku nicht mehr oder ist er heruntergefallen, muss er zum Händler. Defekte Akkus können sich entzünden. Auf keinen Fall selber öffnen oder schrauben.
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