56 E-Bikes im Test

E-Bike-Test: 56 Elektroräder im großen Check


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56 E-Bikes und Pedelecs im Test
Foto: Miguel Angel Páez

 

Ansmann FT11 Easy
Foto: ExtraEnergy e.V.

 

Ave SH11 Roadster
Foto: ExtraEnergy e.V.

 

Bergamont E-Line C-XT Lady
Foto: ExtraEnergy e.V.

 

Diamant Onyx Deluxe+ im Test
Foto: ExtraEnergy e.V.
56 E-Bikes im Test! ElektroBIKE und die Test-Experten von ExtraEnergy haben spannendsten E-Bikes des Jahres 2014 unter die Lupe genommen: Hier erfahren Sie, welches E-Bike perfekt zu Ihnen passt.
Zu den getesteten Produkten
Hinweis: Hier geht es direkt zu den besten E-Bikes aus dem E-Bike-Test aus dem Jahr 2015!

Das Leben wird 2014 nicht leichter – die Flut an neuen E-Bike-Modellen ist so groß wie noch nie. Doch keine Angst: ElektroBIKE weist gemeinsam mit den Testexperten von ExtraEnergy den Weg durch den Materialdschungel.

Nie konnten potenzielle E-Biker aus einer bunteren Palette von Rädern auswählen. Die Hersteller bieten zahllose E-Bike-Modelle in allen Ausstattungsvarianten, für jeden Einsatzzweck und für jeden Geldbeutel an. Traumhafte Zustände, wenn man alles im Überblick hat.

Auf Motor und Akku getestet
Die E-Bike-Experten von ExtraEnergy haben für diese ElektroBIKE-Ausgabe 56 der spannendsten E-Bikes des Jahres unter die Lupe genommen – im großen Praxis- und Labortest. Dabei wurden die Pedelecs je nach ihrem sinnvollsten Einsatzfeld in insgesamt 12 Produktgruppen eingeteilt.

Der Test-Aufwand war wieder einmal gewaltig: Für ExtraEnergy testeten 42 Testfahrer die E-Bikes der aktuellen Saison. Die Testfahrten der Pedelecs und der E-Lastenräder zogen sich über 26 Tage. Dazu kommt noch die aufwendige Auswertung der zahllosen Testprotokolle und elektronischen Daten, die zu jedem Rad erfasst werden.

Aus diesen Daten ermittelt eine eigens programmierte, unbestechliche Software, in welcher der 12 Produktgruppen jedes E-Bike seine beste Platzierung erreicht. So erkennen Sie sofort, welche Räder sich für welche Zwecke eignen und wie die Modelle im direkten Vergleich abschneiden. Gleichzeitig legt der Test so offen, ob die Hersteller die Modelle wirklich sinnvoll für das jeweilige Einsatzgebiet konfiguriert haben. Die Endbewertung erfolgt in Punkten. Die Bandbreite reicht von –10 bis +10.

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Testkandidaten auf höchstem Niveau

Wie kann es zu negativen Punktbewertungen kommen? Ein Beispiel im Test ist das Infinitas von E!Legal: Das offensichtlich fürs Gelände ausgelegte 29-Zoll-E-Mountainbike bietet eine relativ schwache Unterstützung und fährt im Vergleich zur Konkurrenz eher gemächlich über Stock und Stein.

Oder das 799-Euro-Baumarkt-Schnäppchen Prophete E-Bike Alu-MTB, das durchaus Spaß macht, dabei aber den Akku in Windeseile leer saugt. Hier werden die entsprechenden Produktgruppenkriterien einfach nicht oder nur unzureichend erfüllt. Dennoch belegt der Test ein insgesamt erfreulich hohes Niveau. ExtraEnergy verleiht 9 Testsieger-Siegel, verteilt 19 mal die Note sehr gut (ab 8 Punkten), 18 mal die Note gut (ab 5 Punkten).

Junge Menschen entdecken das E-Bike

Am zahlreichsten im Test vertreten sind auch 2014 die Easy-Pedelecs. Als einfache Sorglos-Garanten bilden 21 Modelle im Vergleich praktisch den Inbegriff des E-Bikes: Ein möglichst unkompliziertes, einfaches und günstiges Fahrrad, nur eben mit einer ordentlichen Portion Elektro-Unterstützung, wenn es drauf ankommt.

Darüber hinaus gibt es aber auf dem Markt sehr viel Bewegung, da sind sich Händler, Hersteller und Experten einig: Die Zeiten, in denen vor allem ältere Radfahrer sich etwas Motorunterstützung dazugekauft haben, sind vorbei. Die Kunden werden jünger – und die E-Bikes immer aufregender, innovativer und sportlicher. Beispiele für diese Entwicklung sind das Grace MX II Urban oder das schnelle S45 der neuen Marke Klever: ein wahres Kunstwerk auf Rädern – auch ausgezeichnet mit dem iF design award.

Vor allem dürfte jedoch die Gruppe der E-Mountainbikes die jüngere Zielgruppe ansprechen. Gleich 11 E-Bikes im aktuellen Test fallen in diese Kategorie: bullige, aber relativ leichte Sportgeräte mit eingebauter Kletterhilfe. Ein wahres Goldstück kommt dabei aus Frankreich: Das edle Elektro-Fully Moustache Samedi FS27/9 Gold ist ein echter Hingucker und Spaßgarant abseits von befestigten Straßen und Radwegen.

Neue Motoren, durchdachte Bikes

Doch nicht nur optisch, auch technisch hat sich auf dem E-Bike-Markt eine Menge getan, in vorderster Front natürlich bei den Antrieben. So hat Platzhirsch Bosch gleich zwei neue Aggregate ins Rennen geschickt: die eher für den harmonischen Einsatz gedachte Active Line, die jetzt auch Rücktritt ermöglicht. Und die sportlichere Performance Line.

Auch Panasonic, TranzX und Yamaha stellen neue, kleinere Mittelmotoren an den Start – um nur einige zu nennen. Augenscheinlichster Effekt ist eine deutliche höhere Ausdauer. So halten die Pedelecs auf höchster Unterstützungsstufe in diesem Test auf der Tour durchschnittlich mehr als 11 Kilometer länger durch als im Vorjahresvergleich.

Und das trotz des insgesamt deutlich sportlicheren Testfeldes. Noch stärker fällt ins Gewicht, dass die Hersteller mittlerweile durch die Bank speziell für den Elektro-Motor konzipierte Fahrräder bauen, anstatt einfach "normale" Fahrräder mit einem Motor aufzurüsten. Die Konsequenz: E-Bikes werden nicht nur schicker und ergonomischer – sondern vor allem auch sicherer. Und noch faszinierender.


Die Pedelecs im Test:

16.07.2014
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe 1/2014