37 E-Bikes und Pedelecs für 2013 im ExtraEnergy-Test

Test: 31 Pedelecs und 6 S-Pedelecs


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E-Bike Pedelec Test ElektroBIKE 1/2013
Foto: Daniel Geiger

 

Wildeagle
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Ave TH11
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BH Neo City
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Bulls Greenmover E45
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Für jeden etwas: ElektroBIKE zeigt die neuen E-Bikes/Pedelecs aus allen Kategorien - vom Faltrad bis zum Vollblut-Mountainbike.
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Ganz gleich ob auf dem Land oder in der Stadt – das Pedelec erobert den Alltag. Wer genau hinschaut, sieht sie mittlerweile überall: Fahrradfahrer, die mit Unterstützung des eingebauten Elektro-Antriebs scheinbar mühelos dahingleiten. Markenzeichen: Kein Schweiß auf der Stirn, dafür aber immer ein Lächeln im Gesicht.

Eine besonders hohe Pedelec-Dichte herrscht auf den Straßen rund um das thüringische Tanna, denn hier befindet sich die standardisierte Testrunde von ExtraEnergy. Die Experten der renommiertestesten Testmannschaft für Elektro-Bikes sind seit vielen Jahren im Einsatz für die Fahrrad-Wissenschaft. Der aktuelle Test von 31 Pedelecs und 6 schnellen S-Pedelecs basiert auf den präzisen, bewährten und unabhängigen Testergebnissen der Crew aus Tanna – dieses Mal zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit ElektroBIKE.

Die 37 Testkandidaten wurden ausgiebig wie nie zuvor in einer ElektroBIKE-Ausgabe unter die Lupe genommen. Insgesamt 35 Testfahrer waren im Einsatz und spulten in Summe rund 9000 km ab. Sie mussten bei teils widrigen Bedingungen ganz schön was einstecken – genau wie die Fahrräder. Schnee, Regen, Matsch, Wind, Sonne, Straße, Feldweg, Stadt, Land, Wald, ebene Strecken und hügelige Passagen – es war alles dabei. Der verdiente Lohn der ausgiebigen Tests: Eine wahre Fülle von Mess- werten und Fahreindrücken und entsprechend viele wichtige Erkenntnisse.

Mehr Reichweite

Auf kaum etwas scheinen sich die Pedelec-Konstrukteure so zu konzentrieren wie auf den Ausbau der Reichweite. Mit Erfolg. Die Ausdauer der Fahrräder steigt immer weiter an. Im Vergleich zum Vorjahres-Test versorgen die Akkus die Motoren auf der durchschnittlichen Radtour rund 7 Prozent länger mit Energie. Am Berg und im Stadtverkehr beträgt die Steigerung sogar satte 17 Prozent.

Die Erklärung dafür ist einfach: Die Hersteller verbauen immer größere Akkus. Diese Entwicklung bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Denn neben der größeren Reichweite bedeuten sie auch etwas mehr Gewicht und einen höheren Preis. „Man sollte immer bedenken, dass der Akku ein Verschleißteil ist. Irgendwann wird ein Wechsel fällig“, erklärt Sebastian Plog, Geschäftsführer der ExtraEnergy Test GmbH. Deshalb rät er, vor dem Kauf abzuwägen, ob es wirklich der leistungsstärkere Akku sein muss.

Kaum leichter durch leistungsfähigere Akkus

Die meisten neuen Akkus liefern mehr Wattstunden bei nur wenig mehr Gewicht. Das bedeutet aber auch, dass Pedelecs nicht leichter werden. Anders als im Rennrad- oder Mountainbike-Bereich haben die Entwickler das Thema Leichtbau nach wie vor nicht für sich entdeckt.

Dabei haben ein paar Kilo weniger auf den Fahrradhüften in aller Regel positiven Einfluss auf die Fahreigenschaften der Räder. Sie wirken in der Regel agiler, spritziger und lassen sich auch ohne Motorunterstützung noch wie ein „normales“ Fahrrad fahren. Zudem können leichte Pedelecs natürlich wesentlich unproblematischer transportiert oder etwa aus dem Fahrradkeller ans Tageslicht geschafft werden.

Sehr mittig dank Mittelmotor

Wie schon im Vorjahr dominiert auch im aktuellen Test der Mittelmotor das Geschehen. 22 Räder im Test profitieren von seinem zentralen, tiefen Schwerpunkt sowie dem direkten Ansprechverhalten. Ganz vorn liegt dabei der Bosch-Antrieb. Er kommt bei 16 Pedelecs zum Einsatz. Weniger präsent hingegen ist Panasonic. Im Test zeigt sich der Dauerbrenner nur noch 3-mal.

Dagegen finden sich 11 Fahrzeuge mit Heckantrieb, also einem Motor in der Hinterradnabe. Dieser geht in aller Regel sehr leise zu Werke. Zudem eignet er sich zur Rückgewinnung von Batteriepower durch Bremsenergie. Viele heckgetriebene Modelle im Test bieten eine entsprechende Rekuperationsfunktion. Über einen Motor in der Vorderradnabe verfügen hingegen nur 4 Modelle im Test: die beiden Utopia-Pedelecs sowie die beiden Falt-Pedelecs von Winora und AsViva.

Ziemlich sportlich: Mountainbikes mit Elektroantrieb

Das motorgestützte Fahrrad erobert Wald und Wiesen. Immer mehr Hersteller bieten die Vorteile eines Elektro-Motors auch in sportlicheren Modellen an – speziell in Mountainbikes. Insgesamt 6 E-Mountainbikes messen sich im Test in der Kategorie „Sport Offroad“.

Durch verhältnismäßig geringes Gewicht und spritzig eingestellte Motoren machen sie richtig Spaß. Haibike mit dem Xduro FS RX und Bulls mit dem Six50 E FS schicken sogar komplett gefederte Vollblut-Offroader. Und mit dem Bulls Green Mover Outlaw E45 forderte sogar ein S-Pedelec die Tester zur Spritztour abseits der Straße.

Ganz automatisch mit Automatik-Getriebe

Beeindruckt zeigten sich die Tester übrigens von den Pedelecs mit Automatik-Getriebe. In Kombination mit einem E-Motor kann so eine Schaltung sehr sinnvoll sein. Gut abgestimmt sorgt sie für ein harmonisch-sorgloses Fahrraderlebnis. Kein Wunder also, dass Hersteller NuVinci seine Automatik-Schaltung auf den Namen „Harmony“ getauft hat.

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Getestete Produkte:

24.06.2013
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe 1/2013