Pedelecs / E-Bikes im Test

Testbericht: Tour-Pedelec: Pegasus Premio E


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E-Bike Test Pegasus

 

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E-Bike Test Pegasus
Der Bosch-Motor verleiht Flügel – auch dem Pegasus Premio E. Darüber hinaus gefällt der sportliche Tourer durch guten Komfort und hohe Akku-Ausdauer, auch wenn eine bessere Sattelstütze wünschenswert wäre. Ebenso ein wenig mehr Fahrsicherheit und eine steifere Frontpartie.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • kultivierter, kräftig unterstützender Elektromotor
  • im Bosch-Vergleich ordentliche Reichweite
  • sehr komfortabel, auch wenn die Sattelstütze nicht wirklich überzeugt

Was uns nicht gefällt

  • etwas kippelig im Stand
  • wegen der recht weichen Front müssen beide Hände fest am Lenker bleiben

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Pegasus – das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie. Es gibt wohl kaum eine Fahrradgattung, zu der dieser hochtrabende Name so gut passt wie zu einem E-Bike. Schließlich verleiht der Elektroantrieb dem Zweirad tatsächlich so etwas wie die sprichwörtlichen Flügel. Im Falle des Premio E bestehen diese Flügel aus Boschs 250-Watt-Motor, den Pegasus 2012 erstmals in einem Elektrofahrrad einsetzt.

Der Antrieb überzeugt, er präsentiert sich gewohnt souverän und treibt das Pferd kraftvoll nach vorn. Erfreulich: Der Vergleich mit den anderen Bosch-Modellen zeigt, dass das Pegasus verhältnismäßig sparsam mit dem Akku umgeht und über 40 Kilometer durchhält. Das sauber gegliederte Display lässt sich gut ablesen, die Bedienung von Radcomputer und Antrieb über die fünf zum Teil sehr kleinen Tasten gelingt allerdings nicht wirklich intuitiv. Typisch für Bosch-Antriebe ist das Motorsurren, besonders bei hoher Trittfrequenz.

Bequem und leicht sportlich

Das Fahrrad selbst gibt sich – nomen est omen – ungezähmt. Die Lenkung reagiert recht direkt und verleiht dem Premio E einen leicht sportlichen Charakter, der auch durch die fast schon gestreckte Sitzposition unterstrichen wird. Ansonsten sitzt der Fahrer bequem im Sattel. Für den entsprechenden Komfort sorgen etwa die Suntour-Federgabel und der verstellbare Vario-Vorbau. Die gefederte Kalloy-Sattelstütze hingegen konnte während der Testfahrt nicht überzeugen. Insgesamt fühlt sich das Rad mit diesen Voraussetzungen vor allem auf ausgedehnten Radtouren wohl.

Wer das Pegasus bändigen will, sollte die Zügel allerdings immer fest in der Hand halten. Am Lenkkopf erscheint der Rahmen weich, weshalb die Hände immer fest am Lenker bleiben sollten. Etwas kippelig ist das Rad auch, wenn man es abstellt. Das liegt am Akku, der unter dem Gepäckträger angebracht ist und dem dadurch verusachten hohen Schwerpunkt.

Technische Daten des Touren-Pedelec im Test: Pegasus Premio E

Preis: 2.299 Euro
Preis Ersatz-Akku: 600 Euro
Gewicht: 25,9 (inkl. Akku) kg
Motor: Bosch-Mittelmotor, 250-Watt
Drehmoment: max. 50 Nm
Akku: 36 Volt/ 8 Ah Li-Ion (288 Wh)
Reichweite: 41,6 km
Schaltungstyp: Nabenschaltung
Bremse: Magura HS 11, Hydraulische Felgenbremsen
Ausstattung: Federgabel, Federstütze, Licht, Schutzblech, Gepäckträger

Fazit:

Der Bosch-Motor verleiht Flügel – auch dem Pegasus Premio E. Darüber hinaus gefällt der sportliche Tourer durch guten Komfort und hohe Akku-Ausdauer, auch wenn eine bessere Sattelstütze wünschenswert wäre. Ebenso ein wenig mehr Fahrsicherheit und eine steifere Frontpartie.

Tour-Pedelec: Pegasus Premio E im Vergleichstest


Tour-Pedelec: Pegasus Premio E im Vergleich mit anderen Produkten

08.06.2012
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe /2012