Pedelecs / E-Bikes im Test

Testbericht: Kalkhoff Impulse

Foto: Benjamin Hahn Touren- und Trekking-E-Bike: Kalkhoff Impuls

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Kalkhoff trifft mit dem Impulse den Nerv älterer Pedelec/E-Bike-Kunden: Der Mittelmotor liefert solide Fahrleistungen ohne Überraschungsmomente, die Rücktrittbremse gibt Sicherheit. Der Test zeigt, was das Rad sonst noch kann.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Motor recht laut. Unterstützt am Berg gut, zählt aber nicht zu den kräftigsten.
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Mit dem Impulse stellte Kalkhoff im Frühjahr 2011 das erste Pedelec mit Mittelmotor und Rücktrittbremse vor – eine kleine Sensation! Was jüngere Biker allenfalls am Rande interessieren dürfte, bedeutet für ältere Radler oft einen echten Mehrwert: Viele von ihnen fühlen sich nur mit Rücktrittbremse wirklich sicher, entsprechend freudig werden sie diese innovative Kombination annehmen.

Als Pedelec-Antrieb setzt Kalkhoff erstmals einen im Mutterkonzern Derby Cycle entwickelten Mittelmotor ein. Den Akku platzieren die Ingenieure, dem Panasonic-Konzept sehr ähnlich, hinter dem Sitzrohr. Das trägt dazu bei, den Schwerpunkt des Rades tief und zentral zu halten. Entsprechend gutmütig und sicher präsentieren sich die Fahreigenschaften des Impulse im Test.

Der Akku lässt sich bequem einsetzen und abschließen, der gleiche Schlüssel sperrt auch das fest installierte Rahmenschloss ab – praktisch! Kräftig, wenn auch etwas leidenschaftslos präsentiert sich der Motor im Test: Wie auch das Panasonic-Triebwerk schiebt er sanft an, ohne in kleinen Gängen mit übermäßiger Kraftentfaltung zu überraschen. Sanfte Anstiege meistert der Pedelec-Antrieb pflichtbewusst und mit beherztem Schub, allerdings auch immer begleitet von laut vernehmlichem Sirren. Gilt es eine etwas knackigere Rampe zu bezwingen, dürfte der Motor mehr Arbeitseifer an den Tag legen: Zwar geht es zügig bergauf, aber längst nicht so flott, wie etwa mit einem Bosch-Mittelmotor. Dann heißt es: Fix runterschalten! Die Nexus-Getriebenabe verlangt dafür am Berg nach einer kurzen Tretunterbrechung.

An der Zugverlegung gab es für die Tester nichts zu mäkeln: akkurat gekürzte, sauber geführte Züge – perfekt!

Wer das Impulse etwas agiler und kompakter wünscht, greift zur Tiefeinsteiger-Version mit kleineren 26-Zoll-Laufrädern.

Mehr zum Kalkhoff Impulse:

Video: ElektroBIKE Magazin

Technische Daten des Test: Kalkhoff Impulse

Preis: 2199 Euro
Preis Ersatz-Akku: 500 Euro
Gewicht: 25,2 (inkl. Akku) kg
Motor: Derby Cycle Tretlagermotor, 250 Watt
Drehmoment: k.A.
Akku: 36 Volt/11 Ah Lilon (396 Wh)
Schaltwerk: Shimano Nexus Drehgriffschalter/Nexus 8-Gang-Nabenschaltung
Federungssystem: Fully
Beleuchtung: B&M IQ Lumotec Scheinwerfer/ B&M Toglight Rücklicht
Bremse: Magura HS 11 hydraulische Felgenbremse/ Rücktrittbremse
Test-Wertung Komfort: DurchschnittlicheFedergabel und gefederte Sattelstütze, gute Griffe.
Test-Wertung Fahrsicherheit: Alles im grünen Bereich, sehr gute Laufruhe, insgesamt etwas träge.
Test-Wertung Reichweite: Mit 49 Kilometern im Power-Modus eine Spitzenplatzierung
Test-Wertung Test-Wertung Akkuhandhabung: Ähnelt dem Panasonic-System, gute Halterung und Ladeschale

Einsatzbereich

Fazit

Mittelmotor plus Rücktritt: Kalkhoff trifft mit dem Impulse den Nerv älterer Pedelec/E-Bike-Kunden. Der Test zeigt, was das Rad sonst noch kann.

25.08.2011
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