Pedelecs / E-Bikes im Test

Testbericht: City-Pedelec: Hercules Tourer 7 AGT


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Das Bergamont E-Line überzeugt dank hohem Komfort, sehr souveränem Fahrverhalten und tollem Motor auf ganzer Linie. Nur der im Vergleich etwas schwächere Akku verhindert den Kauftipp.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Radcomputer mit großem und gut ablesbarem Display
  • Vorderradmotor unterstützt ordentlich und zuverlässig
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt

  • Bedienung von Radcomputer und Antrieb wenig intuitiv
  • Automatikschaltung ist auf Akku-Power angewiesen

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Herkules – der Superheld der griechischen Mythologie war für seine Stärke bekannt. Ein Prädikat, das auch auf dieses E-Bike passt – das Hercules Tourer 7 AGT. Speziell in der Ebene schiebt der Frontantrieb das Bike ordentlich an, merklich verhaltener geht er an längeren Anstiegen zur Sache. Dabei verrichtet der Motor seine Arbeit, wie alle Vorderradnabenantriebe im Test, zuverlässig, aber auch vergleichsweise laut.

Im Fahrverhalten zeigte sich das Hercules eher träge mit sicherem Geradeauslauf – unter anderem durch das recht hohe Gewicht des Vorderrades mit dem Nabenmotor. Für die nötige Portion City-Komfort sorgen Federgabel und gefederte Sattelstütze, dazu die aufrechte Sitzposition und der sehr bequeme, breite Sattel.

Hervorragender Gangwechsel im manuellen Modus

Besonderes Merkmal des Hercules E-Bikes ist seine Automatikschaltung, für die das Kürzel AGT (Automatic Gear Transmission) im Namen steht. Prinzipiell funktioniert der automatische Gangwechsel reibungslos. Nur bei gleichbleibender Geschwindigkeit im Grenzbereich zwischen zwei Gängen zeigt sich die Steuerung teils unschlüssig: Nicht immer kann sie sich für einen Gang entscheiden – und springt dann zwischen den Stufen hin und her. Im manuellen Modus funktioniert der Gangwechsel dagegen hervorragend, auf Knopfdruck wechselt ein Stellmotor die Gänge. Dabei dürfte der Druckpunkt der Schaltknöpfe etwas definierter ausfallen.

Weiteres Manko: Ist der Akku leer, funktioniert auch der Gangwechsel nicht mehr. Zwar schaltet das System zuvor noch in den leichtesten Gang – wirklich viel Spaß macht die Fahrt dann allerdings nicht mehr. Auch die allenfalls mittelmäßige Reichweite der Batterie trägt da nicht unbedingt zur Entspannung bei.

Solange der Akku hält, lässt sich der übersichtliche Radcomputer sehr gut ablesen. Auch sind die Kontrollelemente vom Lenker aus problemlos zu erreichen. Alles in allem ein schönes Konzept mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ohne wirklich gravierende Schwächen.

Technische Daten des City-Pedelec im Test: Hercules Tourer 7 AGT

Preis: 1.899 Euro
Preis Ersatz-Akku: k.A. Euro
Gewicht: 28,1 (inkl. Akku) kg
Motor: TranzX-Vorderradnabenmotor, 250-Watt
Drehmoment: max. 30 Nm
Akku: 36 Volt / 11 Ah Li-Ion (396 Wh)
Reichweite: 40,3 km
Schaltung: Shimano Nexus 7-fach-Automatikschaltung
Bremse: Shimano BR-M422, mechanische Felgenbremse plus Rücktritt
Ausstattung: Federgabel, Federstütze, Licht, Schutzblech, Gepäckträger, Pumpe

Fazit:

Das Hercules-E-Bike überzeugt durch Spurtreue, ausgewogenes Fahrverhalten und guten Vortrieb. Auch die Automatikschaltung macht Spaß, allerdings nur, solange sie vom Akku Str0m bekommt.

City-Pedelec: Hercules Tourer 7 AGT im Vergleichstest


City-Pedelec: Hercules Tourer 7 AGT im Vergleich mit anderen Produkten

08.06.2012
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe /2012