Pedelecs / E-Bikes im Test

Testbericht: City-Pedelec: Cannondale Comfort 250


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E-Bike Test Cannondale

 

E-Bike Test Cannondale

 

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E-Bike Test Cannondale
Nobel und doch sportlich – das E-Series überzeugt nahezu auf ganzer Linie: perfekt für die City oder für gelegentliche Wochenend-Touren. Tolle Ausstattung, nur durchschnittliche Akku-Ausdauer.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • sehr angenehme Sitzposition
  • perfekt abgestimmter Motor, der kraftvoll und gleichmäßig untersützt
  • sehr ausgeglichenes Fahrverhalten: wenig, aber nie nervös

Was uns nicht gefällt

  • die Front schaukelt sich bei freihändiger Fahrt auf
  • der Akku klappert und zeigt im Vergleich nicht die größte Ausdauer

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E-Series – der Name von Cannondales Elektro-Bike erinnert an Jaguars zeitlos schönen Sportwagen, den E-Type. Mit seinem klaren, durchaus eleganten Erscheinungsbild überzeugt das Rad denn auch optisch. Und der spritzige Bosch-Mittelmotor, an dessen Entwicklung Cannondale mitgearbeitet hat, weckt durchaus sportliche Assoziationen: Das Aggregat beschleunigt kraftvoll und unterstützt den Fahrer bis zur Abriegelgrenze von 25 km/h dynamisch.

Das Fahrverhalten des E-Series? Weniger sportlich, dafür fast schon majestätisch: Souverän gleitet es über die Straßen, ohne dabei je behäbig zu wirken. Ganz im Gegenteil: Dank ausgewogener Rahmengeometrie fährt sich das Rad angenehm wendig.

Der Fahrer sitzt aufrecht und bequem im Sattel, ohne dabei zu hoch über dem Rad zu thronen. Großen Anteil am ausgewogenen Fahrverhalten hat der Komfort, den speziell die perfekt arbeitende Federgabel generiert. Fans der Marke kennen bauähnliche Gabeln unter dem Namen "Fatty" aus den Mountainbikes des Hauses. Der unauffällig im Gabelschaft verbaute Dämpfer nimmt Unebenheiten jeden Schrecken.

Im Kontrast dazu gibt sich das Rad am Heck allerdings vergleichsweise hart. Und aufgepasst: Freihändig sollte man mit Cannondales E-Bike besser nicht fahren, denn die Front des Rades schaukelt sich bei solchen Manövern recht schnell unschön auf.

Hochwertige Ausstattung und gute Verarbeitung

Wie es sich für einen so noblen City-Flitzer gehört, können sich auch die perfekte Verarbeitung und die hochwertige Ausstattung sehen lassen: Top-Federgabel, Shimanos-SLX-Schaltgruppe, sicher zupackende hydraulische Scheibenbremsen. Und einmal mehr überzeugt auch am Cannondale das übersichtliche, gut ablesbare Bosch-Display.

Einzig die Bedienung gerät – wie bei allen Bosch-Modellen – durch die kleinen Knöpfe und unübersichtlich viele Unterstützungsstufen etwas gewöhnungsbedürftig. Zudem trüben der deutlich hörbare Motor und der auf holprigem Untergrund klappernde Akku die Fahrfreude ein wenig.

Technische Daten des City-Pedelec im Test: Cannondale Comfort 250

Preis: 2.799 Euro
Preis Ersatz-Akku: 629 Euro
Gewicht: 23,6 (inkl. Akku) kg
Motor: Bosch-Mittelmotor, 250-Watt
Drehmoment: max. 50 Nm
Akku: 36 Volt / 8 Ah Li-Ion (288 Wh)
Reichweite: 34,4 km
Schaltungstyp: Kettenschaltung
Bremse: Shimano BR-M445, hydraulische Scheibenbremsen
Ausstattung: Federgabel, Schutzblech, Schloss, Leuchten, Gepäckträger, Pumpe

Fazit:

Nobel und doch sportlich – das E-Series überzeugt nahezu auf ganzer Linie: perfekt für die City oder für gelegentliche Wochenend-Touren. Tolle Ausstattung, nur durchschnittliche Akku-Ausdauer.

City-Pedelec: Cannondale Comfort 250 im Vergleichstest


City-Pedelec: Cannondale Comfort 250 im Vergleich mit anderen Produkten

08.06.2012
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe /2012