E-Mobilität: Ist das E-Bike das Verkehrsmittel der Zukunft?

E-Mobilität Stadtentwicklung europäische Mobilitätswoche
Foto: Bosch
Nachhaltiger Transport, Verkehr und Innovationen stehen im Fokus der Europäischen Mobilitätswoche 2016. E-Mobilität gilt bei vielen als innovative Lösung vieler Probleme.

Nachhaltige Mobilität? E-Biker lächeln bei diesem Stichwort. Schließlich ist jeder, der E-Bike fährt, den Autofahrern schon einen Schritt voraus. Besonders im städtischen Raum, egal ob Großstadt oder Kleinstadt, können E-Bikes als nachhaltiges Transportmittel punkten. Stau, Parkplatzsuche, Verkehrschaos – mit einem E-Bike lassen sich diese Probleme umgehen.

E-Mobilität und Stadtentwicklung

Besonders in Städten wird E-Mobilität immer mehr zum diskutierten Thema. Weil immer mehr Menschen in Städte ziehen, steigen auch Transport- und Verkehrsschwierigkeiten. Belastung sowohl durch Luftverschmutzung als auch durch Lärm und ein grundsätzlicher Platzmangel werden zunehmend zum Problem. Innovative Lösungen sind daher dringend benötigt. Dass E-Mobilität das leisten kann, zeigen Projekt wie in Mailand. Dort hat Paket-Zusteller GLS für 10 Monate drei Lieferwagen durch E-Lastenräder ersetzt. Laut Bosch konnte GLS dadurch 85 Prozent der Kosten einsparen und auf ein Jahr gerechnet den CO2-Ausstoß um 90 Tonnen verringern.

Möglich wäre ein Umstieg auf E-Bikes oder Fahrräder in vielen Fällen gerade bei Lieferdiensten. Laut Cyclelogistics hätten Großstädte die Möglichkeit bis zu 51 Prozent motorisierter Transportfahrten umzustellen. Die Deutsche Post zum Beispiel setzt zum Teil schon auf E-Bikes. 9600 Zusteller sind laut Bosch-Angaben täglich mit E-Antrieb unterwegs. Die Polizei in Berlin und in Wien, der ADAC in Stuttgart und Berlin und der ÖAMTC in Wien haben Pilotprojekte mit E-Bikes gestartet.

 

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Foto: Bosch Wird es in Zukunft mehr E-Bikes in Städten geben?

Europäische Mobilitätswoche

Auch die Europäische Kommission setzt auf nachhaltige Verkehrsentwicklung in Städten und ruft deshalb seit 2002 jährlich eine europäische Mobilitätswoche aus, in der Städte und Kommunen ihren Bürgern alternative Lösungen für Transport nahe bringen und innovative Ideen vorstellen können. 2016 läuft die Kampagne vom 16. bis zum 22. September, während der Woche finden in vielen deutschen Städten Aktionen zum Thema statt.

Engagement aus Politik und Wirtschaft

Das die Ideen von E-Mobilität auch in den Stadt-Verwaltungen angekommen ist, zeigen aktuelle Projekte in Städten wie Stuttgart und München. In Stuttgart sollen bis 2017 3,6 Millionen Euro in Fahrradwege und Infrastruktur fließen, München hat im April 2016 ein Förderungen von E-Fahrzeugen im gewerblichen Bereich gestartet.

Zur europäischen Mobilitätswoche engagiert sich auch Antriebs-Hersteller Bosch. Laut Bosch sind Politik und Wirtschaft in der Pflicht, um Infrastruktur auch für E-Bikes zu schaffen.

Notwendig wären laut Bosch:

  • Ladestationen
  • sichere Abstellplätze
  • geregelter Fahrradverkehr

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