E-Bike-Festival Dortmund: im Pott geht Watt!


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E-Bike Festival Dortmund 2016
Foto: Markus Locher

 

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E-Bikes elektrisieren die Massen. Das Interesse an den Fahrrädern mit Motorunterstützung ist ungebremst. In Dortmund fand vom 15. bis 17. April 2016 das erste E-Bike-Festival statt. ElektroBIKE war vor Ort und hat sich die Premiere angeschaut. Im Pott geht Watt.

Dortmund hat die besten Plätze für die E-Bikes reserviert. Auf der Flaniermeile Kleppingstraße, rund um die Reinoldikirche und auf dem großen Markt zeigten mehr als 100 Aussteller, was sie im E-Bike-Bereich zu bieten haben.

Titelsponsor Shimano hatte zum Beispiel seine neue 8-Gang-Vollautomatik im Gepäck - der nächste Entwicklungsschritt des Steps-Sytems von Shimano.

Auf dem Festival standen aber weniger Produktneuheiten im Fokus, sondern der Spaß und die Faszination, die E-Bikes ausstrahlen - und unzählige Menschen bereits begeistern.

Allein 535000 E-Bikes wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Und nicht nur das Interesse der Festival-Besucher in Dortmund zeigt: ein Ende der Begeisterung, manche würden an dieser Stelle vom E-Bike-Boom sprechen, ist noch lange nicht in Sicht.

Bernhard Lange, geschäftsführender Gesellschafter von Paul Lange & Co. (Shimano) fasst es in drei Worten und mit einer Portion Understatement zusammen: “Es geht voran.”

In schnellen Schritten. Die Verkaufspeilung für 2016 verspricht abermals eine Wachstumsrate, die sich andere Branche nicht nur wünschen, sondern schon lange nicht mehr erreichen: 560000 verkaufte Elektro-Fahrräder werden erwartet. In ganz Europa zeichnen die Analysten ein Bild von 1,5 Millionen verkauften Rädern.

Warum die E-Mobilität auf zwei Rädern so unglaublich populär ist, zeigte sich auch an den drei Festivaltagen in Dortmund. Wer selbst ein E-Bike besitzt, kennt die Antwort bereits: Die Fahrräder mit dem eingebauten Rückenwind sorgen unweigerlich für ein Lächeln im Gesicht. Zugegeben: Dieser Satz klingt in seiner Schlichtheit so, als ob er von einer beliebigen PR-Agentur kurz vor Feierabend auf dem Sprung zum vierten Cold-Brew-Kaffee des Tages zu Papier gebracht wurde. Doch für diese Feststellung braucht man keine Agentur. Es reicht völlig, sich die Menschen auf einem E-Bike anzusehen und jeder erkennt sofort. Das ist kein Spruch, das ist die Wahrheit.

In Dortmund sah man auf bis zu 500 Testbikes die radelnde Bestätigung für den Spaßfaktor, für die E-Bikes bekannt sind und für den sie geliebt werden.

"Das ist auch kein Wunder, sind sie doch umweltfreundliche und gesunde Fortbewegungsmittel. Vor allem auf den gerade entstehenden Radschnellwegen kommen sie optimal zum Einsatz. Ziel unseres Aktionsplans Nahmobilität ist es, dass zukünftig jede vierte zurückgelegte Strecke in Städten mit dem Rad bewältigt wird." Sagt NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. Lob aus der Politik für die E-Bewegung auf zwei Rädern. Einen Seitenhieb in Richtung E-Autos kann sich Minister Groschek nicht verkneifen: "Während für Elektroautos über Kaufanreize diskutiert wird, gehen E-Bikes von ganz allein weg wie geschnitten Brot."

Aktuell besonders beliebt: E-Mountainbikes. Auch in Dortmund waren die motorisierten MTBs schwer angesagt. Auf der Teststrecke auf dem alten Markt drehten unentwegt die sportlichen E-Bikes unentwegt die Runden. Die Fahrer: eine bunte Mischung. Die Gemeinsamkeit: der Spaß am Sport. Mountainbike-Profi Guido Tschugg ließ es sich dann auch nicht nehmen, mit seinem Signature-Haibike am ersten DSW21 Nightsprint auf der Teststrecke teilzunehmen.




E-Bike-Festival: gelungene Premiere

Die Rennveranstaltungen, neben dem Nightspringt, den Guido Tschugg gewann, gab es auch noch ein Cross-Country-Rennen auf dem Deusenberg und das 1. Cargobike-Race Dortmund, sind neben der Expo ein weiterer Baustein des E-Bike-Festivals. abgerundet wird das sehr gelungene Programm mit vielen spannenden und informativen Auftritten auf der Festivalbühne - angefangen bei Diskussionsrunden, unter anderem mit Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sirau und NRW-Verkehrsminister Groschek, bis hin zu Fahrtechnik-Events mit dem MTB-Experten Marc Brodesser.

Die Premiere des E-Bike-Festivals war ein voller Erfolg. Der Veranstalter geht von geschätzten 56000 Besuchern an den drei Tagen aus. Die Resonanz: sehr positiv. Nicht nur beim Publikum in der Dortmunder Innenstadt, sondern auch bei Verantwortlichen und Ausstellern.

So sagte zum Beispiel Bernhard Lange: "Die Besucher-Resonanz war einfach großartig. Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Das E-Bike wird für die zweite Fahrrad-Revolution sorgen. Es beflügelt, ist ein unglaublicher Treiber, so wie das MTB Mitte der 1980er-Jahre, das für die erste Fahrrad-Revolution gesorgt hatte."

Geht es nach Dortmund Oberbürgermeister Ullrich Sierau, soll Seine Stadt diese Rad- und Mobilitätsrevolution in den kommenden Jahren prägen und begleiten: "Klimagerechte Mobilität steht bei uns schon lange weit oben auf der Tagesordnung der Dortmunder Politik. Unsere Innenstadt war der ideale Austragungsort für dieses Event, das Maßstäbe setzte." NRW-Verkehrsminister Michael Groschek war derart von der Veranstaltung angetan, dass er Dortmund als Vorreiter für die elektrische Mobilität sieht. "Dortmund soll die Visitenkarte des Landes NRW in Sachen E-Mobilität werden. In Zukunft muss es so sein, dass wenn ich etwas über E-Bikes wissen will, dann fahre ich nach Dortmund. Eine ganz starke Veranstaltung."




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18.04.2016
Autor: Björn Gerteis
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