E-Bike- und Pedelec-Test der Stiftung Warentest und des ADAC: Reaktionen der Hersteller

Im aktuellen E-Bike- und Pedelec-Test (Juni-Ausgabe 2013) der Stiftung Warentest und des ADAC wurden 9 der 16 getesteten Elektro-Fahrräder mit „mangelhaft“ getestet. Unter anderem wurden Rahmen- und Lenkerbrüche festgestellt. Außerdem wurde bei einigen Modellen erhöhte elektro-magnetische Strahlung ermittelt. ElektroBIKE hat für Sie die Reaktionen auf den viel diskutierten Test eingesammelt.

Stiftung Wartentest und ADAC haben in Ihrem E-Bike- und Pedelec-Test („test“-Magazin Juni 2013) gravierende Sicherheitsmängel bei Elektro-Fahrrädern aufgedeckt.

Insgesamt waren 16 Räder im Testfeld, neun davon erhielten das Urteil „mangelhaft“. Konkret handelt es sich um Modelle von Leviatec, Kreidler, KTM, Sinus, Flyer, Top Velo, Fischer, Victoria und Raleigh.

Lediglich zwei E-Bikes/Pedelec wurden mit dem Testurteil „gut“ ausgezeichnet: das Stevens E-Courier SX und das Kettler Obra RT.

„Wir werden uns die Untersuchung, die Testkriterien und die Belastungstests genau anschauen“, sagte Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), in einer ersten Reaktion der Stuttgarter Zeitung. In der Praxis sei dem Verband „keine Häufung“ von Lenker- und Rahmenbrüchen bekannt, so Neuberger weiter.

ElektroBIKE hat für Sie die Reaktionen von Herstellern und weiteren Branchenkennern zusammengestellt. Am Ende dieses Artikel finden Sie eine Kaufberatung und einen Auszug aus den Pedelec-Tests von ElektroBIKE.

UPDATE: Biketec (Flyer), Bosch und Derby Cycle weisen die Ergebnisse des Tests entschieden zurück, wollen dies am 28.10.2013 mit belastbaren Fakten untermauern. Mehr Informationen hier auf ElektroBIKE.


So reagiert Bosch auf den E-Bike-Test der Stiftung Warentest

„Die Stiftung Warentest berichtet in Heft 6.2013 mit dem Artikel „Elektrofahrräder: Das Risiko fährt mit“ kritisch über die Sicherheit von Pedelecs. Bzgl. der elektrischen Sicherheit wird bei einigen Pedelecs unterschiedlicher Hersteller die „Funkstörung“ mit der Aussage „Elektrik strahlt“ bemängelt. Die referenzierten Normen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (kurz: EMV nach EN 15194) definieren Prüfungen und Grenzwerte für die Störaussendung und Störfestigkeit der elektrischen Ausstattung von Elektrofahrrädern.

Bosch entwickelt und testet Pedelec-Antriebssysteme nach genau diesen Richtlinien. Unabhängige, akkreditierte Institute prüfen diese Antriebssysteme im Verbau für unterschiedliche, typische Fahrrad-Ausführungen. Für die Antriebssysteme von Bosch liegen uns EMV-Gutheißungen vor, welche die Erfüllung der Grenzwerte für die Störaussendung und Störfestigkeit bestätigen.

Technisch bedingt hängt die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen vom Einbau der elektrischen Antriebssysteme im jeweiligen Fahrrad ab. Durch Bauartvarianten und Exemplarstreuung können geringe Unterschiede in bestimmten Frequenzbereichen auftreten. Die Zuständigkeit für den Einbau und die Prüfung liegt beim jeweiligen Fahrradhersteller. Bosch stellt den Herstellern die EMV-Gutachten zur Verfügung und unterstützt bei der Applikation. Die endgültige Freigabe für die elektromagnetische Verträglichkeit wird den Fahrradherstellern in deren Auftrag von Prüfinstituten für das komplettierte Elektrofahrrad erteilt.

Die im Artikel der Stiftung Warentest beschriebenen Größenordnungen und kritischen Abweichungen von Grenzwerten können wir für Bosch-Antriebssysteme ausschließen. Es bestehen für Bosch-Systeme in Elektrofahrrädern keine Bedenken für den Einsatz im Alltag.

Bei Fragen zum jeweiligen Fahrrad-Typ wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Hersteller“

So reagiert die Hermann Hartje KG (Victoria)

"Das Testergebnis des wegen angeblich „schwächlicher V-Brakes" abgewerteten VICTORIA „Assen“ ist für uns nicht nachvollziehbar. Wie bei allen eingesetzten Bremskombinationen wurde auch die beim „Assen“ eingesetzte Kombination (Hebel, Bremse, Felge) einem Bremsentest auf einem zertifizierten Prüfstand, hier der „Brakebull“ von Velotech, unterzogen und gemäß der geforderten Mindestverzögerungswerte nach DIN EN 14764 getestet.

Die beim VICTORIA "Assen" verwendete Kombination aus SHIMANO "BR-M422" V-Bremse und TEKTRO "CL 330" Bremshebel, hat die Prüfung, die beim Hersteller Derby auf XXL-Niveau für ein zulässiges Gesamtgewicht von 170 kg durchgeführt wurde, nicht nur bestanden sondern sogar übertroffen. Das erzielte Ergebnis lässt für diese Bremskombination demnach eine Freigabe für ein zulässiges Gesamtgewicht von 206 kg zu. Das zulässige Gesamtgewicht für das VICTORIA „Assen“ beträgt jedoch lediglich 130 kg.

Die Prüfergebnisse liegen in allen Fällen deutlich über denen, die von der DIN EN 14764 als Mindestverzögerungswerte vorgegeben sind – alle Angaben in m/s2:
- VR trocken: gemessen 4,6 statt DIN 3,4
- VR nass: gemessen 2,9 statt DIN 2,2
- HR trocken: gemessen 2,7 statt DIN 2,2
- HR nass: gemessen 1,9 statt DIN 1,4

Die von der Stiftung Warentest gemessenen und uns übermittelten Werte gehen über die Mindestanforderungen der DIN EN 14764 ebenfalls deutlich hinaus (VR trocken: 4,7 - nass: 3,5, HR trocken: 2,6 - nass: 2,0). Warum dies dennoch zu einer derart schlechten Bewertung führte, ist für die Hermann Hartje KG nicht nachvollziehbar. Die Messergebnisse, basierend auf den DIN EN 14764 Vorgaben, zeigen, dass es sich um ein Bremssystem handelt, dass die geltenden Sicherheitsbestimmungen übererfüllt! Denn: Als Markenanbieter von Qualitäts-Fahrrädern hat für uns die Sicherheit der Nutzer stets oberste Priorität, so dass wir uns bei der Entwicklung immer nach den geltenden Anforderungen richten.

Die Hermann Hartje KG begrüßt neutrale und objektive Tests ihrer Produkte durch Dritte, die Kriterien dafür sollten sich jedoch an den für die Produkt-Zulassung geltenden Anforderungen orientieren, so dass es zu keinen, für den Verbraucher irreführenden Ergebnissen kommt."

Statement von Stevens zum Test der Stiftung Warentest

„Mit dem Testsieg in diesem recht erlesenen Testfeld kann Stevens sicher sehr zufrieden sein. [...] An den kritisierten Punkten arbeiten wir in Verbindung mit Zulieferern. These: Durch den Test kann das Bewusstsein für Qualität steigen. Das trägt zu einem höheren Sicherheits-Niveau und -Bewusstsein bei. [...] Die Tests der Stiftung Warentest sind seit Jahren ein Gradmesser für die Stellung der Fahrradindustrie und des Fahrrades im Bewusstsein der Öffentlichkeit. [...] Tatsächlich hielten unsere Räder dort, wo andere versagten. Die Standards/Kriterien sind nicht ohne weiteres für andere Prüfstand-Anbieter replizierbar. In welcher Abfolge von Lastkollektiven geprüft wird, bleibt das Betriebs-Know How der Stiftung Warentest.[...]“

Statement Kettler zum E-Bike-Test der Stiftung Warentest

„[...]Unter den beiden erfreulichen Testsiegern befindet sich dasOBR A RT des Deutschen Qualitätsherstellers Kettler. Worin liegen die Gründe, dass lediglich zwei Hersteller im Test überzeugen konnten? Jens Mensing, Geschäftsbereichsleiter Kettler Bike, schildert die Basis für den Erfolg: „Für uns ist die Qualitätssicherung ein elementarer Baustein für unseren Erfolg. So testen wir unsere Räder nicht nur auf ein Vielfaches der standardmäßigen DIN-Belastungsvorgaben, wir investieren zusätzlich erhebliche Ressourcen in Tests durch unabhängige Institute. Jedes Kettler-Rad – natürlich auch jedes E-Bike - ist durch den TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert. Die Kombination aus unseren aufwendigen hausinternen Testverfahren und die externen Prüfungen ermöglichen uns eine gleichbleibend hohe Produktqualität in allen Bereichen, die sich dann in solch positiven Testergebnissen wie aktuell bei der Stiftung Warentest widerspiegelt.[...]“

Statement Derby Cycle zum E-Bike-Test

„Deutschlands E-Bike Marktführer Derby Cycle zeigt sich über die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest überrascht. Warentest hatte insbesondere das Modell Impulse iR HS der Marke Raleigh wegen zu hoher elektro-magnetischer Strahlung beanstandet. Ein unabhängiges Prüfinstitut bestätigte indes bereits im Jahr 2011, dass das in dem Modell verwendete Antriebssystem den Anforderungen der Richtlinie über elektromagnetische Verträglichkeit (EMV-Richtline 2004/108/EG) entspricht. Aus diesem Grund und da Derby Cycle die konkreten Testergebnisse derzeit noch nicht im Detail bekannt sind, geht das Unternehmen davon aus, dass seine E-Bikes den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.[...]“

Statement KTM zum Pedelec-Test der Stiftung Warentest

„[...]Der „Lenkerbruch“ bei Stiftung Warentest erfolgte nicht beim Fahren, sondern in einer Labor-Prüfung, deren Kriterien KTM nicht bekannt sind, da sie laut Aussage der Stiftung Wartentest keinen europäischen Normen entsprechen. Zitat: Dr. Holger Brackemann, Stiftung Warentest, Bereichsleiter Untersuchungen: „… ein Prüfverfahren, das übrigens nicht der einschlägigen europäischen Norm entspricht …“. [...] Zusammenfassend: 1. Das gleiche Rad – KTM Macina 8 - wurde Anfang dieses Jahres vom anerkannten Fachmagazin Elektroradmit der Bestnote überragend ausgezeichnet und zum Kategorie-Sieger „City-Bike des Jahres“ erkoren. 2. Der monierte Lenker KTM LINE wurde vom Testpartner der Stiftung Warentest ExtraEnergy im Jahre 2011 im Modell eFun als sicher bewertet und das Komplett-Rad mit der Bestnote sehr gut bewertet. 3. Bei KTM Fahrrad wurde seit Einsatz des Lenkers 2009 kein einziger Lenkerbruch sowohl in der Praxis als auch bei den Prüftests gemäß europäischer Normen registriert. 4. Das KTM Macina 8 erhält, ausgenommen der Lenkerbeurteilung, bessere Noten als der Testsieger.“

Statement Winora Group zum Stiftung Warentest-E-Bike-Test

„Im Testbericht der Stiftung Warentest vom Juni 2013 (Ausgabe 6/2013) wurde unser Sinus B3 mit dem Gesamturteil mangelhaft bewertet. Grund dafür war ein Lenkerbruch. Ferner wurde dem Pedelec von der unabhängigen Expertenjury der Stiftung Warentest und dem ADAC ein „gutes Fahrverhalten, komfortabel, wendig“ bescheinigt. Das Sinus B3 ist bereits seit Ende 2012 in unserem Sortiment und weder in unseren Servicestellen noch bei unseren Fachhandelspartnern konnte ein solcher Mangel bisher festgestellt werden. All unsere Lenker werden nach EN-Norm geprüft und entsprechen damit den geltenden Auflagen. Die Sicherheit unserer Kunden steht an oberster Stelle, deshalb haben wir bereits den ausführlichen Prüfbericht der Stiftung Warentest angefordert und werden dem Lenkerbruch mit weiteren Tests sowie der Beauftragung externer Testinstitute auf den Grund gehen.[...]“

Statement von Flyer zum Test der Stiftung Warentest

„Im Rahmen eines Pedelec-Tests, den die Stiftung Warentest inZusammenarbeit mit dem ADAC durchführen liess, wurde das Modell Flyer C5R Deluxe bewertet. Dieses erreichte dabei trotz zahlreicher guter bis sehr guter Teil-Testergebnisse (Note 1,0 – 2,5*) die Gesamtnote Mangelhaft (4,6). In diesem Test (simulierte und hochgerechnete Dauerfahrt 20‘000 km) ist das Ausfallende eines Flyers der C-Serie gebrochen. In den letzten 10 Jahren wurden mehrere 10‘000 Exemplare der Flyer C-Serie verkauft. Zu diesem Zeitpunkt liegt Flyer kein solcher Fall aus der Praxis vor – trotz Laufleistungen von teilweise über 50‘000 km. [...]

Kurt Schär, Geschäftsführer der Biketec AG, zeigt sich erstaunt über das Testresultat: „Der geprüfte Rahmen erfüllt alle relevanten DIN EN-Normen und wurde von anderen Tests mit Bestnoten ausgezeichnet“, erklärt Schär. „Den authentischsten und intensivsten Flyer-Feldtest hat das geprüfte Modell, die Flyer C-Serie, mehr als bestanden: Eine fünfstellige Stückzahl ist in den vergangenen 10 Jahren an unsere Kunden ausgeliefert worden. Zudem sind seit über 8 Jahren Tausende Flyer der C-Serie im touristischen Verleih im Einsatz. Ein Bruch des Ausfallendes ist uns nicht bekannt. Zahlreiche Kunden haben in der Praxis bereits je über 50‘000 km mit der C-Serie zurückgelegt. Aufgrund dieser Erfahrungswerte und den bestandenen Prüfprozeduren nach DIN EN-Norm sind wir von der Sicherheit unseres Produkts überzeugt“, führt Schär weiter aus. Die aktuell fehlenden Detailinformationen zur Testprozedur und zu den Testkriterien erschweren eine tiefergreifende Beurteilung und eine detaillierte Stellungnahme zum Testergebnis. „Erst nach Einsicht in die Details der Testbedingungen werden wir beurteilen können, inwiefern die Betriebslasten praxisrelevant simuliert wurden“, erklärt Schär. „Wir setzen alles daran, die offenen Fragenlückenlos aufzuklären“, so Schär [...].“

Stellungnahme von Fischer zum E-Bike-Test der Stiftung Warentest

"Unser FISCHER Volks-E-Bike 2012 wurde bei TÜV Rheinland / LGA geprüft und hat alle zum Zeitpunkt der Produktion gültigen gesetzlichen und normativen Anforderungen an die Sicherheit (inkl. u.a. Bremsen und EMV), wie auch an die chemischen Eigenschaften der verbauten Komponenten erfüllt.

  • Prüfgrundlage waren das zum Zeitpunkt der Prüfung gültige EK2/AK2.1 Schreiben 12-01:2012 (abgestimmtes Prüfprogramm aller GS-fähigen Stellen), sowie die entsprechenden Normen EN 15194:2009 und EN 14764:2005. Für unser Pedelec wurde nach Bestehen aller Prüfungen das Prüfzeichen LGA tested Fahrradsicherheit ausgestellt.
  • Stiftung Warentest hat bzgl. der Haltbarkeit des Pedelecs und der Komponenten weit oberhalb der vorgenannten Prüfgrundlagen getestet. Dabei kam es zu einem Gabelanriss, der aber nicht näher beschrieben wird. Auf Nachfrage bei der Stiftung war zu erfahren, dass der Anriss nicht zum Abbruch der Prüfung geführt hat und als „befriedigend“ beurteilt wurde, zur Abwertung kam es deswegen nicht.
  • Die Abwertung erfolgte wegen der Bremsleistung, die angeblich nicht ausreichend sein soll. Die Bremsen unseres Pedelecs wurden von TÜV Rheinland / LGA getestet und für sicher befunden. Die Prüfung der Stiftung Warentest erfolgte „in Anlehnung an DIN EN 14764“. Wie diese „Anlehnung“ konkret aussieht, können wir nicht beurteilen.
  • Im Test-Bericht wird auf eine angebliche Störstrahlung hingewiesen. Seitens TÜVRheinland / LGA liegt uns auch zu diesem Punkt ein positiver Testbericht vor. - Die seitens Stiftung Warentest angegebene Reichweite von 25 km können wir nicht nachvollziehen. Ein Test von TÜV Rheinland / LGA weist nach, dass mit unserem Pedelec Reichweiten zwischen 49 und 103 km erzielt werden können – je nach Unterstützungsstufe.[...]

Dieses Modell haben wir 2013 nicht mehr im Programm."

Stellungnahme Leviatec

1. Testbedingungen: In einem Video auf der Internetseite von test[...] erhält man einen Eindruck, wie stark die Testräder belastet wurden, um eine Fahrstrecke von 20.000 km simulieren. Und dies ohne jegliche Inspektion oder Wartung. Würde man in einem Test mit einem Auto genauso verfahren?
2. Gabel- und Rahmenbruch: Da allerdings alle Pedelecs unter gleichen Bedingungen getestet wurden und einige davon keine Schäden davon trugen, werden wir umgehend handeln. Die „Zoom“ Gabel im Modell Demission wird ab sofort gegen eine leistungsfähigere ausgetauscht, die auch extreme Belastungen vom Rahmen fernhält. Welches Modell genau verwendet wird können wir noch nicht genau sagen. Es wird aber eine Gabel der des Herstellers SR Suntour sein.
3. Schaden am Hinterrad: Bei den Felgen handelt es sich um Hohlkammerfelgen. Der Käufer und Abholers der 4 Pedelecs für die Stiftung Warentest wünschte ausdrücklich vormontierte Pedelecs im Karton zu bekommen, wie wir Sie normal an Fachhändler liefern. Der Grund war, dass diese besser in seinen Lieferwagen passten, mit dem er die Pedelecs abholte. Er wurde darauf hingewiesen [...], dass eine fachgerechte Endmontage bei einem Fachhändler erfolgen muss. Bei der Montage sind u.a. sämtliche Verschraubungen zu kontrollieren, auch die Speichen. Da ein Riss im Hinterrad noch bei keinem unserer Räder jemals vorgekommen ist, hegen wir Zweifel an einer fachgerechten Endmontage, wie sie bei uns oder im Fachhandel erfolgt wäre.
4. Bremsen: Im Test wurden leider nur die beiden Seilzugbremsen, die im Bericht als „ausreichend“ und in der Zusammenfassung plötzlich nur noch mit „mäßig“ bezeichnet wurden. Das Demission erfügt über eine dritte Bremse, eine Shimano Rücktrittbremse. Diese wurde im Test leider gar nicht erwähnt.
5. Akkus: Im März wurden bei uns 4 Demission Pedelecs von einem Berliner Kunden gekauft und persönlich abgeholt. Wie sich alsbald herausstellte für den Pedelec-Test der Stiftung Warentest. Es waren die ersten Modelle mit Akkus eines neuen Lieferanten. Leider stellte sich heraus, dass alle Akkus der Lieferung einen Defekt in der Ladeelektronik hatten. Diese blockierten nach dem ersten Ladeversuch die einzelnen Akkuzellen, so dass diese weder geladen noch Entladen werden konnten. Der Kunde reklamierte dies bei uns, wie andere Kunden leider auch. Der Akkuhersteller aus China versprach uns schnellstmöglich neue Akkus zum Austausch senden zu wollen. Leider mit einer Lieferzeit von rund 6 Wochen. Der Kunde aus Berlin erklärte sich bereit zu warten. [...]Es scheint vielmehr, die neuen Austausch-Akkus wurden beim Test überhaupt nicht berücksichtigt. Obwohl nach deren Zustellung durch DHL am 25.04.2013 bis zur Veröffentlichung des Tests noch über einen Monat Zeit gewesen ist. Nachprüfungen wurden noch bis kurz vor der Veröffentlichung durchgeführt (Anhang 13). Es wäre also mehr als genug Zeit gewesen den Sachverhalt richtig darzustellen.“

Kommentar von ExtraEnergy zum E-Bike-Test der Stiftung Warentest

„Leider wurden die exakten Prüfkriterien nicht kommuniziert. ExtraEnergy ist über die Ergebnisse nicht besonders überrascht, denn mechanische Dauerbelastungstests und Bremsprüfungen sind ein kritisches Thema für viele modernen Fahrräder. Die Einhaltung von gültigen Normen, die den Stand der Technik beschreiben wird leider nicht von allen Fahrrad- und Komponentenherstellern immer im einzelnen überprüft. Obwohl dies wie sich hier zeigt sinnvoll ist. Daher begrüßt ExtraEnergy generell solche Tests die diese sicherheitsrelevanten Normen mit abprüfen, weil dies helfen kann, diese durchzusetzen. Allerdings wurde hier in der Kommunikation vieles pauschalisiert und vereinfacht. [...] Etwas mehr Differenzierung nach den Kundenwünschen sollte man da schon mitbringen. Daher hat ExtraEnergy nach vielen solchen Normen-Konformitäts Tests in den Jahren 2009-2012 beschlossen sich ganz auf die Erfüllung der Kundenwünsche bei den eigenen Tests zu fokussieren, da dies bei solchen Tests wie dem der Stiwa und des ADAC leider keine Rolle mehr gespielt hat.[...]“ (Quelle: öffentliches facebook-Profil ExtraEnergy)

Fotostrecke: E-Bike-Test 1/2013: Alle getesteten E-Bikes/Pedelecs auf einen Blick

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Wildeagle Foto: ExtraEnergy e.V.
Ave TH11 Foto: ExtraEnergy e.V.
BH Neo City Foto: ExtraEnergy e.V.

Fotostrecke: Im Test in ElektroBIKE 2/2012: 10 Touren-E-Bikes 2012

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Foto: Benjamin Hahn
Foto: Benjamin Hahn
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