Vorsicht beim Frisieren von E-Bikes!

Tuning E-Bikes
Foto: Pixabay
E-Bikes auf höhere Geschwindigkeiten zu bringen, ist für Tuner kein großes technisches Problem. Rechtlich und sicherheitstechnisch allerdings schon, so FOCUS-Online.

E-Bikes besitzen einen tretunabhängigen Antrieb und gelten somit als Leichtmofa, wenn sie maximal 500 Watt Leistung bringen und ihre Höchstgeschwindigkeit bei 20 km/h liegt. Wird es mehr, gelten E-Bikes, die bis zu 25 km/h schnell werden, als Mofa und müssen damit ein Nummernschild tragen.

E-Bike nicht schnell genug?

Tuning-Produkte für E-Bikes werden im Handel oder in Online-Shops schon für unter 100 Euro angeboten, so Focus Online. Mit Hilfe eines Dongels wird die auf dem Display angezeigte Geschwindigkeit ab 20 km/h halbiert. Somit hört die Motorunterstützung nicht schon bei 25 km/h, sondern erst bei 50 km/h auf. Beim Chip-Tuning kann ein E-Bike sogar auf bis zu 75 km/h beschleunigen.

Strenge Vorschriften

Ein solchermaßen getuntes E-Bike darf unter keinen Umständen auf Straßen und Wegen bewegt werden - im Amtsdeutsch: im Geltungsbereich der Straßenverkehrzulassungsordnung (StVZO). Doch ein solches Tuning kann Auswirkungen auf die Garantie haben, warnen Experten. Auch wenn das Tuning-Set abmontiert werden kann: Ist die Modifizierung erst einmal aktiviert, ist die Garantie futsch. Auch die Versicherung kann bei einem getunten E-Bike streiken. Selbst bei unverschuldeten Unfällen können sämtliche Ansprüche an den Unfallverursacher erlöschen. Da ist es auch egal, ob das Set ausgebaut wurde: Fachleute können nachweise, ob entsprechende Änderungen einmal vorgenommen wurden oder nicht.

Fotostrecke: Top 10: E-Bike-Neuheiten 2017

10 Bilder
Flyer U-Serie S-Pedelec Foto: Flyer
Diamant Zouma+ Foto: Holger Schwarz
E-Bike Pegasus Macaron E (2017) Foto: Björn Gerteis
05.01.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
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