Steuervorteile für E-Bikes

Foto: Piaggio
E-Bikes gelten steuerlich in bestimmten Fällen als motorbetriebene Fahrzeuge und Nutzer können die Kilometerpauschale geltend machen.

Um diesen steuerlichen Vorteil nutzen zu können, müssen E-Bikes nach Angaben des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) allerdings zwei Voraussetzungen erfüllen.

Erstens müssen sie einen Motor besitzen, der Geschwindigkeiten von über 25 Kilometern pro Stunde ermöglicht. Zweitens muss das E-Bike einer Kennzeichen- und Versicherungspflicht unterliegen. Dann können Arbeitnehmer, die beruflich mit dem E-Bike unterwegs sind, eine steuerfreie Erstattung vom Arbeitgeber erhalten.

Erstattung vom Arbeitgeber oder Werbungskosten

Normalerweise gilt: Arbeitnehmer, die ihren eigenen Pkw für berufliche Auswärtstätigkeiten nutzen, können sich bis zu 30 Cent pro gefahrenem Kilometer steuerfrei ersetzen lassen. Erfüllt ein E-Bike nun die oben genannten Voraussetzungen, kann sich ein Mitarbeiter von seinem Unternehmen pro gefahrenen Kilometer ebenfalls eine Pauschale geltend machen. Diese liegt zwar mit 20 Cent unter der des Pkw, aber es ist dieselbe Pauschale, die auch für Motorräder oder Motorroller gezahlt wird. Wird die Pauschale nicht durch den Arbeitgeber ersetzt, kann der Arbeitnehmer den Betrag als Werbungskosten ist seiner Einkommensteuererklärung geltend machen, sagt BDL-Geschäftsführer Erich Nöll.

Die steuerfreie Erstattung noch die Anrechnung als Werbungskosten nach Pauschalbeträgen ist möglich, wenn ein normales Fahrrad oder ein E-Bike verwendet wird, das nur Geschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometern in der Stunde unterstützt.

19.01.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
© ElektroBIKE online