PlugSurfing: Paypal für E-Mobilität?

Plugsurfing wird Paypal für E-Mobilität
Foto: Screenshot PlugSurfing
Es gibt nicht nur zu wenige Ladestationen für Elektroautos – es fehlt auch an einem einheitlichen Bezahlvorgang. Das Berliner Startup PlugSurfing will mit seiner App alle Stationen in der EU abdecken.

Bei E-Auto ist kompliziert: Findet man eine Ladestation, weiß man noch lange nicht, ob man dort auch bezahlen kann. Denn EC- oder Kreditkarten fallen meist raus. Ein Berliner Startup will das nun ändern, schreibt Gründerszene.de

Zwei Methoden, viele Auflagen

Zwei Abrechnungsmethoden gibt es, erklärt PlugSurfing-Gründer Jacob van Zonneveld, entweder mit einer App oder offline mit einer RFID-Karte. Das ist eine Art Chip, über den der Betrag abgebucht wird. Wer Strom tanken will, muss allerdings die Richtige haben, denn derzeit gibt es in Deutschland über 70 RFID-Kartenanbieter mit jeweils unterschiedlichen Vertragsauflagen. Und für jeden Stromanbieter wird ein separater Vertrag fällig. Daneben gibt es noch auf spezielle Automarken zugeschnittene Apps, etwa BMW i Remote.

Einheitliche Abrechnugsplattform

Das 2012 von Adam Woolway und Jacob van Zonneveld gegründete Startup PlugSurfing will alle Angebote zusammenführen und Stromtanken so vereinfachen, dass der Kunde nur noch eine App oder eine RFID-Karte für die gesamte Ladeinfrastruktur in Europa braucht. Kurz gesagt: PlugSurfing will für Stromtanken der einheitliche Bezahlservice werden, ähnlich wie Paypal es im Internet schon ist. Mit einem Vertrag bei PlugSurfing könne der Kunde laut Unternehmen derzeit an 35.000 Ladepunkten in 15 Ländern aufladen. Kunden von PlugSurfing bekommen eine RFID-Karte, über die die Abrechnung läuft. Die Berliner arbeiten aber auch mit Herstellern zusammen. „Wer in Deutschland etwa einen Tesla bestellt, bekommt von uns automatisch den Ladeschlüssel mitgeliefert“, so Geschäftsführer van Zonneveld zu gruenderszene.de.

Niederlande komplett abgedeckt

In den Niederlanden seien bereits alle vorhandenen Ladestationen mit PlugSurfing bezahlbar. In Deutschland sind es derzeit erst rund 70 Prozent. Nach Unternehmensangaben nutzen rund 20.000 Kunden den Service europaweit.

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Linde Wasserstoff E-Bike Foto: Björn Gerteis
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05.01.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
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