Elektromobilität ist volkswirtschaftlich ein klarer Vorteil

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Ein klimaneutraler Verkehr ist in Deutschland bis 2050 möglich, am günstigsten würde das mit Elektromobilität.

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung zeigt, dass beim Verkehr ein Umsteuern zwingend erforderlich ist: Zwischen 1990 und 2014 hat der Verkehr seine Treibhausgasemissionen nur um zwei Prozent reduziert. In den kommenden zehn Jahren sollen die Emissionen dann um 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 sinken. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt: Von allen treibhausgasneutralen Lösungen sei die Elektromobilität volkswirtschaftlich die günstigste.

Kosten vergleichen

Die Studie "Erarbeitung einer fachlichen Strategie zur Energieversorgung des Verkehrs bis zum Jahr 2050" untersuchte die volkswirtschaftlichen Kosten für die notwendige Energiewende im Verkehr. Berücksichtigt wurden die Kosten für die Anschaffung der Fahrzeuge, den Aufbau der Tankstellen- und Ladeinfrastruktur sowie die Energiebereitstellung für den gesamten Zeitraum von 2010 bis 2050. Es wurden alle Verkehrsmittel untersucht und die Mehrkosten gegenüber der Nutzung von fossilem Benzin, Diesel, Kerosin oder Schweröl ermittelt.

Reine Stromer und regenerative Kraftstoffe

In die Studie wurden reine Elektrofahrzeuge sowie Plug-in-Hybride mit aus regenerativem Strom hergestellten Kraftstoffen in konventionellen Verbrennungsmotoren (Power-to-Liquid und Power-to-Gas-Methan) sowie der Einsatz von aus erneuerbarem Strom produzierten Wasserstoff in Brennstoffzellen-Fahrzeugen (Power-to-Gas-Wasserstoff) einbezogen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Elektromobilität verursacht volkswirtschaftlich die geringsten Mehrkosten für eine Energiewende im Straßenverkehr. Dabei reiche eine Kaufprämie allein nicht aus, wenn gleichzeitig Dieselautos durch geringe Energiesteuern subventioniert würden. Stattdessen fordert das UBA verbindliche Quoten für Neuzulassungen, die den Anteil von Elektrofahrzeugen vorschreiben.

Ladeinfrastruktur nicht so teuer wie gedacht

Auch Detailanalysen zeigen: Die Kosten für den Aufbau einer Lade-, Tankstellen- oder Oberleitungsinfrastruktur fallen dabei gar nicht so sehr ins Gewicht. So verursacht der Bau der Oberleitung an Autobahnen weniger als 15 Prozent der gesamten Kosten eines Umstiegs auf Oberleitungshybrid-Lkw.
Alle in der Studie untersuchten treibhausgasneutralen Optionen führen zu Mehrkosten im Vergleich zur Energieversorgung mit fossilen Kraftstoffen. Beim internationalen Luft- und Seeverkehr können zudem nur stromgenerierte Kraftstoffe eingesetzt werden – die kostengünstigere Elektrifizierung steht nicht zur Verfügung.

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Autor: Redaktion ElektroBIKE
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