E-Bikes gefährlicher als normale Fahrräder?

Foto: Trek Trek super comutter 8/8s
Fahrer von E-Bikes kommen bei Unfällen häufiger ums Leben als Fahrer gewöhnlicher Fahrräder, sagt eine Studie.

Im vergangenen Jahr war der Anteil tödlicher Unfälle mit Pedelecs wesentlich höher als der mit herkömmlichen Fahrrädern. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts Destatis.

2016 zählte die Polizei deutschlandweit 3.901 Pedelec-Unfälle mit Personenschaden, 62 Menschen starben. Im rechnerischen Schnitt forderte somit gut jeder 62. Pedelec-Unfall ein Todesopfer. Fahrradunfälle gingen dagegen weit seltener tödlich aus. Im Schnitt starb nur bei jedem 234. Radunfall ein Mensch.

Risiko für tödliche Unfälle höher

Über alle Altersgruppen betrachtet ist das relative Risiko eines tödlichen Pedelec-Unfalls 3,7 mal so hoch wie auf einem nichtmotorisierten Fahrrad. Für Fahrradfahrer über 65 Jahre ist das relative Risiko eines tödlichen Unfalls auf dem Pedelec doppelt so hoch wie für Fahrer eines nichtmotorisierten Rads.

Die Zahlen bedeuten nicht, dass Elektroräder generell unfallträchtiger sind als Fahrräder. Aber wenn es zu einem Unfall kommt, sind die Folgen häufiger schwerwiegender als bei Unfällen mit einem nicht elektrisierten Bikes.

Schwerere Unfälle von Senioren

Zudem liege das höhere Verletzungsrisiko an der größeren Verletzungsanfälligkeit seiner meist älteren Nutzer und nicht daran, dass sie mehr Unfälle haben, so Stephanie Krone, Sprecherin des Fahrradclubs ADFC.

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24.07.2017
Autor: Redaktion ElektroBIKE
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