E-Auto-Boom kein Problem für Stromnetze

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Die Stromverteilnetze bleiben auch bei einer stark steigenden Anzahl an Elektroautos stabil.

Probleme würden, wenn überhaupt, nur punktuell im städtischen Bereich auftreten, zitiert Energate Frank Amend, Head of Batteries & Hybrid System bei Innogy. Gleichzeitige Ladevorgänge seien kein Problem. Viele stellen sich das zwar so vor, dass um 18 Uhr, wenn alle gleichzeitig Feierabend haben, genauso viele Autos dann auch an der Steckdose hängen. In der Praxis sehe das aber anders aus. "Schließlich fahren ja auch nicht immer alle nach Feierabend gleichzeitig an die Tankstelle", so Amend.

Diese Meinung schließt sich Andreas Sujata, Director Sales and Marketing bei Streetscooter, der Elektroflotte der Deutschen Post, an. Er hat bereits entsprechende Erfahrungen. Denn die Post arbeitet in einem Einschichtsystem und dementsprechend auch die Elektroflotte. Das heißt, dass alle Fahrzeuge gleichzeitig zum Feierabend auf den Hof und die Ladestationen fahren.

Das Unternehmen setzt jedoch eine intelligente Ladestruktur ein, die Lastenpeaks verhindert. Das heißt, das System erkennt, welche Autos wirklich dringend geladen werden müssten und wo die Batterie noch ausreichend gefüllt ist. Zudem hätten die Scooter bis zu 13 Stunden Standzeit und könnten so auch nacheinander geladen werden.

Bezogen auf private E-Autos bedeutet das: Auch sie werden meist über Nacht geparkt und hätten dabei eine längere Zeit um betankt zu werden. So könne sich laut Energate der Ladevorgang auch verschieben lassen.

14.02.2017
Autor: ElektroBIKE
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