NuVinci Harmony: Erste stufenlose Automatik-Schaltung für Pedelecs und E-Bikes - Infos, Bilder, Video + erster Test!

Schalten war gestern. Mit der NuVinci Harmony bringt Fallbrook Technology eine Schaltung auf den Pedelec/E-Bike-Markt, die Ihnen den Gangwechsel abnimmt - automatisch. Hier finden Sie Infos, Bilder und einen ersten Praxistest der neuen Pedelec-Schaltung.

Mit der NuVinci N360-Getriebenabe war stufenloses Schalten schon länger möglich. Feste Gänge gibt es in diesem System nicht, der Fahrer verschiebt die Übersetzung stufenlos per Drehgriff. Jetzt hat Fallbrook Technologies noch eins drauf gesetzt und die Gebtriebenabe N360 zum automatischen Schaltsystem NuVinci Harmony weiterentwickelt.

Die Harmony wird der Öffentlichkeit im September auf der Eurobike in Friedrichshafen vorgestellt. ElektroBIKE konnte das neue Schaltsystem für E-Bikes und Pedelecs schon jetzt testen.

Was kann die NuVinci-Harmony Pedelec-Schaltung?

Sie können zwischen zwei Schaltmethoden wählen: manuell (Funktion wie die N360) oder automatisch. Die spannendere Variante ist natürlich die Automatik-Schaltung.

Im Auto-Modus können Sie Ihre bevorzugte Trittfrequenz einstellen. In der Advanced-Ausführung der Harmony wählen sie die Trittfrequenz stufenlos zwischen 30 und 130 Umdrehungen (für E-Bikes und Pedelecs sind 30 bis 80 Umdrehungen üblich). In der Basic-Variante lassen sich drei Kadenzen programmieren: zum Beispiel 40,60 und 80 Umdrehungen.

Während Sie in der gewählten Trittfrequenz pedalieren, sucht das Harmony-System automatisch die optimale Übersetzung. Die Schalt- und Steuerungsvorgänge laufen in dem Interface an den hinteren Ausfallenden des Hinterrades ab.

Vorteile des Systems für E-Bike und Pedelecs: Zum Einen ist es ein sehr komfortables Gefühl, sich nicht mehr über die Gangwahl Gedanken machen zu müssen. Zum Anderen kann die Harmony auch die Reichweite von E-Bikes und Pedelecs erhöhen, da die Übersetzung immer im energetisch optimalen Bereich bleibt.

Für die Saison 2012 werden zahlreiche Pedelec-Marken Harmony-Modelle anbieten. Zum Beispiel Hercules (Roberta), Zemo, Merida/Centurion und Panther.

Chris Vasiliotis, Produkt-Manager für die Harmony, erklärt in unserem Video die Eigenschaften "seiner" Schaltung:

Erster Praxistest: Wie fährt sich die NuVinci Harmony?

ElektroBIKE konnte die NuVinci Harmony bereits testen. Und so fährt sich die neue Pedelec-Schaltung im ersten Test:

Zuerst die Trittfrequenz einstellen: 60 Umdrehungen und dann geht's los. In den ersten Minuten fühlt es sich ungewohnt an, nicht zu schalten. Das verrichtet zuverlässig und ausdauernd die Harmony am Hinterrad. Besonders an Steigungen wird die Funktion der Harmony deutlich. Die Trittfrequenz bleibt gleich, weil die Automatik kräftig an der Übersetzung schraubt.

Fazit: Auf der kurzen Testrunde funktionierte das Vorserienmodell sehr gut. Zwar waren die Schaltgeräusche der Harmony noch relativ laut, aber das soll spätestens in der Serienversion, die im vierten Quartal 2011 produziert wird, behoben sein.

Radfahren ohne zu schalten ist ungewohnt, macht aber Spaß und ist extrem komfortabel. Und wenn die Schaltung dann auch noch die Stromverbrauch senkt und die Reichweite erhöht, hat sie gute Chancen auf einen festen Platz im Pedelec/E-Bike-Markt.

Der Autor Björn Gerteis auf Google+.