Mission (Im)possible: Das erste E-Klapprad, das wirklich in den Rucksack passt

Foto: Impossible Technologies Impossible Technologies E-Bike Klapprad Faltrad

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Klassische Klappräder haben einen klassischen Nachteil. Wirklich praktisch sind sie nicht. Das Start-Up „Impossible Technologies“ aus Peking wagt mit ihrem Falt-E-Bike „Impossible“ das Unmöglich geglaubte: ein E-Bike ohne Pedale, das wirklich in den Rucksack passt.

Tron lässt grüßen. Das neue Klapp-E-Bike vom Pekinger Start-Up-Unternehmen Impossible Technologies sieht aus, als wäre es direkt Steven Lisbergers Sci-Fi-Klassiker von 1982 entsprungen.

E-Bike von Impossible ohne üblichen Querträger

Die futuristische Erscheinung hat einen einfachen Grund. Die Struktur des Impossible E-Bike beruht auf kreisförmigen Elementen, nicht auf klassischen Querträgern wie Unter- oder Oberrohr. Zusammenklappen ist damit leichter, da genau diese sperrigen Elemente entfallen. Im portablen Zustand bleiben fast ausschließlich die kreisförmigen Formen erhalten. Das Impossible-E-Bike passt in jeden größeren Rucksack.

Ein weiterer Vorteil des ausgefallenen Designs ist die Möglichkeit, das Gewicht optimal zwischen Vorder- und Hinterrad auszubalancieren. Der Sattel befindet sich in etwa auf Höhe des ebenfalls klappbaren Lenkers. Das Gewicht des Fahrers kann auf diese Weise gleichmäßig verteilt werden. Aufgrund der kompakten Konstruktion darf dieser Wert allerdings die Gewichtsgrenze des Impossible nicht überschreiten: 85 Kilo gibt der Hersteller dafür an.

Carbon, Stahl und Batterien gibt’s auch beim Impossible, nur anders

Das klappbare E-Bike von Impossible Technologies besteht größtenteils aus Kohlefaser. Das Verbindungsstück, das den vorderen Teil des Rahmens mit dem hinteren koppelt, plus ein paar weitere Kleinteile werden aus Stahl gefertigt. „Die Verbindungsbox aus Stahl kann den Belastungen des Alltags, wie etwa Stöße durch unebene Straßen, besser standhalten“, klärt das Impossible-Team auf.

Die Stromversorgung des Klapp-E-Bikes übernehmen zehn 2900mAh fassende Akkus (ein Handy-Akku hat ungefähr die gleiche Kapazität, rund 2000mAh), die AA-Zellen gar nicht so unähnlich sehen. Der bürstenlose E-Motor hat genügend Power, um das Impossible auf fast 20 (19,8) Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, wobei der Akku dann - sprich bei voller Leistungsabgabe - nach 45 Minuten erneut geladen werden muss. Die geschätzte Reichweite bei mäßiger Geschwindigkeit beträgt 25 Kilometer.

Impossible E-Bike ohne Pedale und ohne Bremsgriffe

Eigentlich ist das Impossible auch gar kein richtiges E-Bike. Denn das, was ein Fahrrad ausmacht, fehlt vollständig: Pedale. Wenn man’s so sieht, ist’s eigentlich kein Klapprad, sondern ein Klapproller. Und noch etwas fällt bei genauerem Hinschauen auf: Wo sind die Bremsgriffe? Die gibt’s nicht. Aber keine Angst, mit den eigenen Füßen muss das Impossible nicht gebremst werden. „Wir haben uns für eine ungewöhnliche Lösung entschieden und einen Bremsknopf installiert“, erörtert das Start-Up-Unternehmen, das im Moment noch Spenden für das Impossible-Projekt auf der Crowd-Fundingseite „Kickstarter“ sammelt.

Wer schon mal in die Zukunft kickstartern will, für den gibt es schon eine limitierte Carbon-Sonderedition des „Impossible“ E-Bikes. Sie kostet 530 US-Dollar. Die weiße sowie die schwarze Starter-Edition sind bereits ausverkauft.

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18.11.2014
Autor: Roman Domes
© ElektroBIKE online