Lightweight Velocité: So sieht Batman's E-Bike aus


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CarboFibretec Lightweight Velocité E-Bike Transrapid
Foto: CarboFibretec

 

CarboFibretec Lightweight Velocité E-Bike Transrapid
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Ein E-Bike aus tiefschwarz lackiertem Vollcarbon. Im Rahmen integriert: ein 500 Watt starker Motor. Die Kraftübertragung: wie beim Transrapid. Träumerei? Von wegen! Carbofibretec hat auf der Eurobike 2014 das Lightweight Velocité präsentiert, ein Rennrad mit Transversalfluss-Motor ohne eigenes Getriebe. Und wie soll das funktionieren?

Das dürfte bei vielen Autofahrern für verdutzte Gesichter sorgen. Ein Fahrrad, das laut Hersteller 100 km/h schnell fahren könnte. Ein Fahrrad, das gar nicht aussieht wie ein E-Bike, weil typische Merkmale, wie etwa der Akku und der ungewöhnliche Motor, unsichtbar bleiben.

Lightweight Velocité wiegt nur 14 Kilo

Alle Bauteile wurden versteckt: der Akku im filigranen Kohlefaser-Rahmen, genau wie der Motor, der zum Teil in der Felge steckt. Nur zum Teil? Ja, denn wie bei der Magnet-Schwebebahn, mit der man laut Edmund Stoiber „in, äh, nur 10 Minuten vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen“ fahren sollte, benötigt die Technik auch beim E-Bike Lightweight Velocité mehrere Teileträger, um zu funktionieren.

An der Felge des Hinterrads verbaut Carbofibretec auf jeder Seite des Felgenkranzes 180 kleine Dauermagnet-Plättchen, insgesamt also 360 Stück. Das Rad dreht sich unterhalb der Sattelstütze. Dort, integriert in die Rahmenstruktur, sitzen sechs Kupferspulen, die ein elektromagnetisches Feld generieren. Dreht sich das Rad, wird die Bewegung durch das Spannungsfeld verstärkt. Dazu macht man sich die Polarität der Magneten an der Felge zu Nutze, denn gleichnamige Pole stoßen sich ab. Da liegt das doch bemerkenswerte Geheimnis dieses Motortyps.

Akku des Lightweight E-Rennrads ist winzig

Ein nur 7,8 Ampere-Stunden kleiner Akku speist den 500 Watt starken Felgenmotor des Lightweight Velocité. Das scheint eine im Vergleich zu normalen E-Bikes geringe Reserve zu sein. Dennoch trägt der Mini-Akku dazu bei, dass das Gewicht des Velocité gering bleibt – sehr gering. Insgesamt soll das Rennrad mit Transversalfluss-Motor nur 14 Kilogramm wiegen.

Das Xduro Race von Haibike bringt zum Beispiel 4 Kilo mehr auf die Waage, hat aber auch einen Mittelmotor und einen größeren Akku, plus eine Reichweite von 160 Kilometern.

Da muss sich das Lightweight Velocité jedoch nicht verstecken, immerhin soll es bis zu 80 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Und: Es nutzt eine Art der Rekuperation zum Laden des Akkus. Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen. Damit erhöht sich die Reichweite, um wie viel hängt vom Streckenprofil und der Brems-Frequenz ab. Rund 100 Kilometer dürften aber möglich sein.

Lightweight Velocité wird mit 2,5 Millionen Euro vom Bund unterstützt

Das E-Bike-Projekt „Lightweight Velocité“ sowie die Firma Carbofibretec werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,5 Millionen Euro unterstützt. Als primäres Einsatzgebiet des Velocité soll die Großstadt dienen, jeher von Stau und Schadstoffen belastet.

Auch eine Smartphone-App zur Überwachung aller Bike-Funktionen ist geplant. Einen Haken hat das Lightweight Velocité aber dennoch: Die Serienversion soll im Gegensatz zum Prototyp nur 45 km/h schnell sein. Sei’s drum. Hätte Batman ein E-Bike, es wäre das Velocité.

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16.10.2014
Autor: Roman Domes
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