Focus Project Y: Neue E-Rennrad Studie


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Foto: Benjamin Hahn

 

Foto: Christiane Rauscher

 

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Focus Project Y E-Rennrad mit Carbon-Rahmen
Foto: Christiane Rauscher

 

Focus Project Y E-Rennrad mit Carbon-Rahmen
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Bei MTBs sind E-Antriebe nicht mehr wegzudenken. Kann das Focus Project Y auch Rennradfahrer überzeugen?

Kurz und Knapp

  • Focus Project Y: E-Rennrad Studie mit Carbon-Rahmen
  • soll dank leichtem Motor und kleinem Akku unter 12 kg wiegen
  • 3 verschiedene Aufbauvarianten für unterschiedliche Einsatzzwecke

Rennrad und Elektromotor: In der Vergangenheit ließen sich Rennradfahrer von dieser Kombination nur selten überzeugen. Denn in der Regel bewegen sich Rennradfahrer schneller voran, als sie durch normale E-Bikes unterstützt werden. Bei den meisten E-Bikes hilft der Motor nur bis 25 km/h. Wer schneller fahren will, muss ordentlich in die Pedale treten.

Und für die schnelleren S-Pedelecs (bis 45 km/h) sind Nummernschild, Licht, Ständer und Reflektoren Pflicht. Für viele Rennradfahrer ist das nicht mit dem puristischen Look eines Rennrades vereinbar.

Dazu kommt der Gewichtsfaktor. Während am Rennrad um jedes Gramm gefeilscht wird und die High-End-Serienräder gerne unter 6 kg wiegen, ist man bei einem E-Bike schnell bei über 18 oder sogar über 20 kg.

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Foto: Christiane Rauscher Keine 12 kg soll das E-Rennrad von Focus wiegen.

Project Y: E-Rennrad unter 12 kg

Focus möchte das mit seinem Project Y ändern. Was vor einem Jahren schon als superleichte E-MTB-Studie vorgestellt wurde, soll jetzt das E-Bike auch für Rennradfahrer attraktiv machen.

Kern des Project Y ist der mit dem jungen Hersteller Fazua entwickelte 250-W-Mittelmotor, der die Pedalachse antreibt. Dazu kommt ein 250-Wh-Akku im Unterrohr. Motor und Akku sind, für ein E-Bike, sehr leicht. Gepaart mit dem Carbon-Rahmen soll das Project Y E-Rennrad von Focus unter 12 kg wiegen.

Der Motor unterstützt in der Spitze mit bis zu 400 Watt. Die Reichweite des Akkus hängt stark von Statur und Fahrweise des Fahrers ab. Für eine ausgedehnte Rennradtour mit Dauer-Unterstützung wird es sicher nicht reichen.

Aber das ist laut Focus auch gar nicht angestrebt. Stattdessen soll der Motor eben nur dann nachhelfen, wenn der Fahrer wirklich Unterstützung notwendig hat (z.B. bergauf oder in widrigem Gelände).

Da der Motor bei Erreichen der 25-km/h- Grenze völlig entkoppelt wird und da das Rad (für ein E-Bike) sehr leicht ist, soll sich das Project Y Rennrad, wie ein Rennrad ohne Motor fahren lassen.

 

Foto: Benjamin Hahn Focus zeigt drei verschiedene Aufbau-Varianten des Project Y.

Ein E-Rennrad, viele Möglichkeiten

Auf den Eurobike Media Days zeigte Focus das Project Y E-Rennrad aufgebaut für drei unterschiedliche Einsatzzwecke. Allen ist der Carbon-Rahmen mit dem integrierten Akku und Motor und den Flat-Mount-Aufnahmen für Scheibenbremsen gemein.

Für die Straße ist das Project Y mit Continental Grand Prix 400 in 28mm ausgestattet. Dazu gibt es eine Shimano Dura-Ace Di2 Disc Gruppe mit 160er Bremsscheiben und semi-kompakt Kurbel (52/36). Die Laufräder sind Custom-Aufbauten von DT Swiss mit einem speziellen Achsmaß (Road Boost), das die Kettenlinie verbessern soll.

Fürs gröbere Gelände gibt es eine Cross-Version des Project Y. Diese kommt mit einem 1x11 Schalt-Mix aus Shimano Dura-Ace Scheibenbremsen kombiniert mit einem Shimano XTR Di2 Schaltwerk mit 11-40er Kassette und einem Kettenblatt mit 42 Zähnen. Für tiefen Schlamm gibt es die Continental Cyclocross King Reifen in 32mm Breite.

Für Adventure-/Gravel-Biker gibt es ein mit Packtaschen von Ortlieb bestücktes Project Y E-Rennrad. Geschaltet wird hier auch mit einem Dura-Ace Di2/XTR Di2 Mix, allerdings mit 50/34 Kompakt-Kurbel gepaart mit einer 11-40er Kassette. Für die Schotterpisten gibt es 33mm-Semislick-Reifen von Challenge.

Bisher ist das Project Y E-Rennrad nur eine Studie. Ob das Zusammenspiel aus Fahren mit und ohne Motorunterstützung funktioniert und welche Reichweiten mit dem 250-Wh-Akku erreicht werden können, muss ein erster Praxistest zeigen.

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Focus Project Y E-Rennrad mit Carbon-Rahmen Foto: Christiane Rauscher

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Autor: Sebastian Hohlbaum
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