E-Rennrad: die schönsten E-Rennrad-Modelle im Überblick


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Foto: Benjamin Hahn

 

Orbea Gain E-Rennrad
Foto: Orbea

 

E-Rennrad von Maserati
Foto: Diavelo

 

E-Bike Pedelec E-Rennrad BH Bikes Rebel Gravel
Foto: Christiane Rauscher

 

Focus Project Y E-Rennrad mit Carbon-Rahmen
Foto: Christiane Rauscher
E-Rennrad? Lange nicht gehört – die letzten Jahre war es still um die Rennräder mit Motorunterstützung. Jetzt haben wir auf der Eurobike einige spannende Modelle entdeckt. Die schönsten E-Rennräder gibt es in der Übersicht.

kurz und knapp:

  • Trend E-Rennrad
  • Was kommt 2018?
  • Experten-Meinung zum Thema E-Rennrad

E-Rennrad kam als Thema zum ersten Mal 2012 auf, als Haibike die Studie des E-Rennrad eQ Race auf die Straße brachte. Wir konnten das E-Rennrad damals mit unserem Schwestermagazin RoadBIKE testen. Hier kommen Sie zum ausführlichen Test und dem Video zum E-Rennrad Haibike eQ Race.

Auf verschiedenen Messen konnten wir seit 2016 wieder einige Rennräder mit Motorunterstützung entdecken. Auf der Eurobike 2017 haben zahlreiche Hersteller erste E-Rennrad-Modelle gezeigt. Nicht nur Bianchi, sondern auch Orbea, Diavelo, KTM, BH Bikes und viele mehr. Ob das ein neuer Trend wird?

Auch beim Rennrad-Magazin RoadBIKE ist das Thema E-Rennrad aktuell: Nicht nur im Zusammenhang mit "Motor-Doping" diskutieren die Kollegen über E-Motoren am Rennrad, auch Fachhändler und Rennveranstalter sehen im E-Rennrad großes Potential.

Wir sind gespannt, was sich im Bereich E-Rennrad weiterhin tun wird, und haben die schönsten E-Rennräder in einer Fotostrecke gesammelt.

 

E-Bike Giant Road-E
Foto: Björn Gerteis Schon 2016 hat Giant mit dem Road-E ein E-Rennrad gezeigt.

E-Rennrad als Trend für 2018? Was die Experten sagen

Rolf Weggenmann, Fahrradfachhändler: „Das E-Rennrad hat viel Potenzial. Unsere Kunden werden älter und möchten etwas Unterstützung, um den Sport weiter betreiben zu können. Zielgruppe sind Tourenfahrer, keine ambitionierten Radsportler.“

Marc Kessing von Giant: „Wir verfolgen das Thema E-Rennrad auf internationaler Ebene.“

Hanns-Martin Fraas, Rad-am-Ring-Veranstalter: „Eine eigene Wertung für das E-Rennrad ist schwierig umzusetzen. Es gibt Probleme, die
sich kaum lösen lassen. Aber wir denken über Formate nach, bei denen sportive E-Bike-Fahrer auf ihre Kosten kommen.“

David Fischer, RoadBIKE-Leser und Hobbysportler: „Wenn der Motor im E-Rennrad etwa einem älteren Rennradfahrer dabei hilft, über den Berg zu kommen, dann ist das ja durchaus eine gute Sache. Aber aus dem Wettkampf muss man die E-Motoren raushalten.“

Meinung E-Rennrad 2016

RoadBIKE-Redakteur Felix Böhlken hat sich auf der Eurobike 2016 nach E-Rennrädern umgesehen und sich Gedanken zu motorisierten Rennrädern gemacht. Was er davon hält und was er sich von der Industrie wünschen würde, lesen Sie weiter unten.

 

E-Rennrad Bianchi E-Doardo Prototyp
Foto: Björn Gerteis Stehen E-Rennräder im Abseits? RoadBIKE-Redakteur Felix Böhlken erklärt, wie er die Zukunft von E-Rennrädern einschätzt.

Meinung zum Thema E-Rennrad

Eurobike 2016 – die Fahrradwelt trifft sich und zeigt sich die Trends der kommenden Saison. Das alles dominierende Thema sind auch 2017 Fahrräder mit E-Antrieb. E-Bikes sind der Motor der Branche, und dieser Motor funktioniert in jedem Segment. Die Welle hat jetzt auch Mountainbikes mitgerissen – die anfängliche Skepsis der Biker scheint großer Euphorie zu weichen. Nur bei Rennrädern tut sich E-mäßig immer noch erstaunlich wenig. Gerade mal ein halbes Dutzend Anbieter haben Rennräder mit E-Motor auf ihren Ständen stehen. Zum Beispiel Haibike. Die Franken haben sich voll dem E-Thema verschrieben, hatten als erste einen Prototypen und dann ein serienreifes E-Rennrad im Programm. Seitdem hat sich da allerdings nichts getan, das Haibike Xduro Race S steht ziemlich unbeachtet in einer Ecke des Messestands. Warum stehen E-Rennräder so im Abseits?

Fragt man all die Entwickler der Anbieter, die kein E-Rennrad im Sortiment haben, ist die Meinung ziemlich einhellig: Die aktuellen Konzepte, die einfach nur einen Antrieb mehr oder weniger hübsch in einen Rennrad-Rahmen integrieren, machen wenig Sinn. Warum? Kernproblem: Die Motorunterstützung setzt bei 25 Km/h aus. Da fängt der Spaß für jeden auch nur halbwegs fitten Hobbyfahrer gerade erst an. Ohne Motorunstützung hat man aber plötzlich nur noch einen viel zu schweren Klumpen zu bewegen, der mit dem leichtfüßigen Vorwärtsdrang eines Rennrades herzlich wenig gemein hat. Selbst ein S-Pedelec, das bis 45 Km/h Unterstützung bietet, versagt den meisten Rennradfahrern bei jeder Tour mehrfach den Dienst. Man bewegt sich mit dem Rennrad einfach ungleich schneller als mit einem Trekkingrad oder einem Mountainbike.

Davon abgesehen würden sich die meisten Rennradfahrer spätestens bei dem Nummernschild, das jedes S-Pedelec tragen muss, mehr oder minder angewidert abwenden. Denn Rennradfahrer achten stark darauf, wie ihr Vehikel aussieht. Darum scheiden sich schon bei Scheibenbremsen die Geister – eines der Hauptargumente dagegen ist schlicht die Optik. Solange Antriebe und ausreichend leistungsstarke Akkus so groß sind, wie sie eben sind, solange wird es für den E-Rennrad-Boom vermutlich schwierig werden.

Wo sind die guten Ideen?

Etwas mehr Einfallsreichtum der Entwickler dürfte man allerdings auch erwarten: Warum hat eigentlich noch niemand alle am Rennrad sinnvollen elektronischen Optionen zusammengebracht: Wattmessung, Herzfrequenzmessung, GPS und eben einen E-Antrieb. Vernetzt man all diese Komponenten, hätte man ein Rennrad zur absolut perfekten Trainingssteuerung. Nur mal als ein Beispiel… Vielleicht sind die Entwickler derzeit einfach zu sehr damit beschäftigt, immer mehr E-Bikes für die Bereiche zu konstruieren, in denen schon richtig was zu holen ist. Wirtschaftlich, und in puncto Anerkennung.

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06.09.2017
Autor: Felix Böhlken und Christiane Rauscher
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