E-Bikes nachrüsten: So wird mit dem Smartwheel von Flykly aus einem Rad ein Pedelec

Das Smartwheel von Flykly liefert eine einfache Antwort auf die Frage, wie man aus einem normalen Fahrrad ein E-Bike macht. Einfach das Hinterrad austauschen. Denn in dem von Niko Klansek, der Gründer von Flykly, entwickelten Smartwheel steckt die gesamt E-Bike-Technik - Akku, Motor und Steuerung. ElektroBIKE liefert die Hintergründe.

Ein neues Hinterrad - und fertig ist das E-Bike. So einfach soll man mit dem Smartwheel der New Yorker Firma Flykly ein normales Fahrrad zu einem E-Bike nachrüsten können. Die Felge, inklusive Akku, Motor und Steuerung sollen rund 440 Euro kosten.

Vom 16. Oktober 2013 bis zum 25. November läuft Smartwheel bei Kickstarter als Fundraising Projekt. Die für den Produktionsstart notwendigen 100.000 Dollar hatten Niko Klansek und sein Team schnell erreicht, mittlerweile sogar schon locker die 500.000-Dollar-Grenze gesprengt. Dafür gibt's einige neue Entwicklungen obendrauf, wie zum Beispiel die Funktion der Motorbremse, ein Smartwheel für 20-Zoll-Räder und die Glow-in-the-dark-Option - das Rad leuchtet im Dunkeln.

Aufbau und Konzept des Smartwheel erinnern stark an das Copenhagen Wheel, das 2008 am MIT entwickelt wurde und nach langer Anlaufzeit jetzt auch im Frühjahr 2014 in der Serienversion auf den Markt kommen soll.

Um aus dem normalen Drahtesel im Keller ein E-Bike zu machen, braucht es "nur" das Smartwheel mit dem Sie das herkömmliche Hinterrad ersetzen. Die Steuerung läuft über eine App auf dem Smartphone - drahtlos via Bluetooth.

In der App können Sie zum Beispiel auch eine Wegfahrsperre aktivieren. Sollte trotzdem jemand das Rad klauen, wird eine SMS verschickt. Der Inhalt: "Your bike is moving without you." Dein Rad bewegt sich ohne Dich. Eine Nachricht, die einem zu denken geben und zum Handeln veranlassen sollte. Gut, dass sich die Position des Rads per GPS bestimmen lassen soll. Auch soll Routenplanung mit Hilfe der App möglich sein.

Der Akku des Smartwheel soll Reichweiten von bis zu 50 Kilometern ermöglichen. Ein mit dem Smartwheel nachgerüstetes Fahrrad ist ein Pedelec, als ein Elektro-Fahrrad, das den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h unterstützt.

Clever: damit der Akku des Handys nicht zur Neige geht, liefert Flykly das Smartwheel zusammen mit einem Licht an. Dieses hat eine Ladebuchse (via USB) für das Smartphone, das auf dem Licht befestigt wird. Die Stromversorgung des Lichts läuft über einen Nabendynamo im Vorderrad.

E-Bike nachrüsten: Ist das gefährlich?

Das Gesamtgewicht des Smartwheels soll bei 4 Kilogramm liegen. Trotzdem sind die Belastungen für den Rahmen um einiges höher als bei einem normalen Fahrrad, auch die Bremsen werden stärker belastet, höhere Bremskräfte wirken auf den Rahmen ein - alles auch bedingt durch die höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Daher ist beim Umrüsten Vorsicht geboten. Je höherwertiger, stabliler der Rahmen ist, umso sicherer sollte der Umbau sein. Interessierte sollten auch auf gute Bremssysteme achten.

ElektroBIKE empfiehlt generell ein E-Rad zu kaufen, das als solches auch konstruiert wurde.




Die Daten des Flykly Smartwheels laut Hersteller

Motor: 250 Watt
Akku: 36V, Lithium-Ionen
Ladezyklen: 1000
Ladezeit: 2 bis 3 Stunden
Max. Geschwindigkeit: 25 km/h
Reichweite: 50 Kilometer

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