Watt geht? Die ElektroBIKE-Kolumne #002

Die E-Mountainbikes kommen - unaufhaltsam

Die ElektroBIKE-Kolumne: Meinung, Kommentare, Glossen
Foto: Christian Lampe
Die Fahrrad-Leitmesse Eurobike in Friedrichshafen könnte sich überlegen, eine Namenspartnerschaft mit uns, dem Magazin ElektroBIKE einzugehen. Auch dieses Jahr drücken die motorisierten Räder der Trendshow den Stempel auf. Vorneweg brettert eine Radgattung im Besonderen: die E-Mountainbikes.

ElektroBIKE hat ihn im vergangenen Jahr bereits ausgerufen: den Megatrend E-Mountainbike. Waren 2013 noch viele Besucher der Eurobike-Messe über die Vielzahl der ausgestellten E-Mountainbike-Modelle verwundert, werden sich in diesem Jahr viele zusätzlich die Augen reiben.

Die E-Mountainbikes kommen - unaufhaltsam.

Im vergangenen Jahr sonnten sich auf den prominenten Podesten der Hersteller in der Regel E-Hardtails im kalten Licht der Messescheinwerfer. Ausnahmen waren Haibike, Kreidler und einige andere Anbieter, die bereits vor einem Jahr auch motorisierte Fullys auf der Messe zeigten.

Seitdem hat sich aber in den Entwicklungslaboren der Rad-Hersteller einiges getan. So hat zum Beispiel Focus die Anzahl der E-Mountainbike-Modelle kurzerhand verdoppelt. Haibike, Vorreiter im Segment der E-Mountainbikes, geht sogar einen Schritt weiter und bringt 2015 eine komplett neue E-Mountainbike-Modellreihe: die Modell-Linie Haibike Sduro mit Yamaha-Mittelmotor.

Warum das Thema E-Mountainbike so leicht Fahrt aufnimmt? Ganz einfach: Es ist ein spannendes Produkt für viele Einsatzzwecke. Angefangen bei der sportlichen Tour abseits der Piste bis hin zum Lifestyle-Produkt für Asphalt-Cowboys. Der Vergleich zum SUV (Sport Utility Vehicle) bei den Autos liegt auf der Hand - und funktioniert. Das E-Mountainbike hat das Zeug zur Geländelimousine. Man kann offroad unterwegs sein, muss es aber nicht.

Nur eine Gruppe hat mit dem Thema E-Mountainbike noch nicht geschlossen Freundschaft geschlossen: die der eingefleischten Mountainbiker. Das zeigen unter anderem auch Facebook-Kommentare, die sich unter einer Neuheiten-Meldung bei unseren Kollegen der MountainBIKE ansammelten.




Fotostrecke: Neues E-Mountainbike Galvin von Steppenwolf

10 Bilder
Foto: Steppenwolf
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Dort finden sich Einträge wie "ein Unding diese Dinger. Wenn meine Beinkraft nicht ausreicht muss ich mir eben andere Wege suchen" oder auch "Weg mit dem Mist - Entweder man kommt mit eigener Muskelkraft da hoch oder man hat da nichts verloren".

E-Mountainbikes sind kein Angriff auf eine Sportart, sondern eine weitere Spielform. Vielleicht sogar auch ein ganz eigenes Thema, weil sie das Potential haben, so viel Menschen zu begeistern. "Echte" Mountainbiker wird es immer geben. Aber ganz sicher wird die Anzahl stetig wachsen, die entweder beide Formen des Mountainbikes - mit und ohne Motor - lieben, oder ganz auf die E-Variante umsteigen.

Unter den unzähligen Kommentaren gibt es aber auch sehr viele Befürworter aus der Mountainbike-Szene. Ein User bringt es auf den Punkt: "Viele verstehen nicht das man weiterhin Rad fährt. Man hat keinen Gasgriff. Man kommt eben schneller von A nach B(erg) bzw auch noch nach C ohne die übersäuerten Beine [...]! E-Bikes sind ne geile Sache!"

Was halten Sie vom E-Mountainbike-Trend? Steigen sie um? Fahren Sie schon ein E-Mountainbike? Sagen Sie uns in dem Kommentaren unter diesem Artikel die Meinung.

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