E-Bike-Trends: E-MTB, Integration, Connectivity, Kompakt-E-Bikes, Akku und Crowdfunding

E-Bike-Trend 2016: Crowdfunding


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E-Bike-Trend 2016 Crowdfunding
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Propella E-Bike Crowdfunding-Projekt
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E-Bike GinzVelo
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Crowdfunding-Projekt Sondors eBike
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E-Bike Crowdfunding-Projekt Chop-E
Foto: Chop-E
Trend Crowdfunding: Mit Hilfe der Schwarmfinanzierung realisieren zahlreiche Erfinder ihre E-Bike-Ideen. Manchmal entstehen aus Crowdfunding-Projekten sogar Kooperationen mit namhaften E-Bike-Herstellern - gewinnbringend für beide Seiten.

Der Trend Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, hat in den vergangenen Jahren viele Branchen erreicht. Insbesondere privaten Erfindern öffnen sich durch das Prinzip Crowdfunding neue Möglichkeiten, mit denen sie ihre Ideen realisieren können.

Vereinfacht funktioniert Crowdfunding folgendermaßen: Auf diversen Onlineplattformen können Startups ihre Projekte vorstellen. Interessenten können sich anschließend finanziell an der Realisierung der Projekte beteiligen. Als Gegenleistung erhalten sie - je nach Höhe der Finanzierungssumme - Merchandiseprodukte des Startups, oder sogar das unterstützte Produkt selbst.

Trend Crowdfunding ermöglicht E-Bikes abseits des Mainstreams

Warum wollen Startups ihre eigenen E-Bikes herstellen? Die Initiatoren der Crowdfunding-Kampagnen wollen sich oftmals von den Designs der großen Zweiradunternehmen abheben. Da die Markenhersteller auf einen Massenmarkt ausgerichtet sind, ähneln sich deren E-Bikes optisch oft stark. Crowdfunding-Projekte wollen daher Käuferschichten mit speziellen Designvorstellungen bedienen. Das Design mancher E-Bikes ist beispielsweise an Motorräder angelehnt, beliebt ist auch der Retro-Look.

Uwe Hoppe, Gründer der E-Bike-Schmiede Power Bikes, startet im September 2015 ebenfalls ein Crowdfunding-Projekt. Er erklärt den Trend zu Design-E-Bikes folgendermaßen: "Es ist Dein Bike und Du bestimmst selbst, wie es gestaltet werden soll. Ein Pedelec ist nicht nur da, um Dich von A nach B zu bringen. Jeder Mensch verfolgt seinen individuellen Stil - warum also nicht auch diesen Stil mit dem eigenen E-Bike zum Ausdruck bringen?"

Aber auch technische Features können den Anreiz für eine Crowdfunding-Kampagne geben. Unkonventionelle Antriebs-Lösungen finden im Portfolio der großen E-Bike-Hersteller oft keinen Platz. Daher versuchen die Entwickler ihr Produkt auf eigene Faust zu vermarkten.

Crowdfunding-Kampagnen sind für E-Bike-Unternehmen von Interesse

Die großen E-Bike-Marken haben das Potential der Crowdfunding-Szene inzwischen erkannt. Derby Cycle (dazu gehören die Marken Kalkhoff, Raleigh und Focus) steht dem Crowdfunding-Trend offen gegenüber. "Jeder, der die E-Bike-Entwicklung durch neue Ideen vorantreibt, tut der Branche gut", sagt Arne Sudhoff, Leiter Corporate Communications bei Derby Cycle.

"Wir als Fahrradhersteller behalten die verschiedenen Crowdfunding-Projekte im Blick und überlegen, ob wir Entwicklungen daraus adaptieren können. Es wäre fahrlässig, wenn wir den Crowdfunding-Trend mit seinen Ideen ignorieren würden", so Sudhoff.

Wie sich anhand mehrerer Beispiele zeigt, kann eine Kooperation zwischen etablierten E-Bike-Herstellern und Crowdfunding-Initaiatoren für beide Seiten fruchtbar sein.

Bekanntestes Beispiel: Der kompakte Hinterradantrieb FlyKly wurde per Crowdfunding realisiert. Ein Jahr nach dem erfolgreichen Crowdfunding-Projekt gab der italienische Antriebshersteller Zehus eine Kooperation mit FlyKly beekannt.

Auch die Smartphone-App Cobi wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne realisiert. Der E-Bike-Hersteller Winora ermöglicht 2016 bei einigen seiner E-Bikes die Vernetzung von Smartphone und E-Bike mittels der App Cobi.

Crowdfunding-Projekte zu E-Bikes:

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E-Bike GinzVelo Foto: GinzVelo
E-Bike GinzVelo Foto: GinzVelo
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20.08.2015
Autor: Benjamin Linsner
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