TV-Moderator Jean Pütz über seine Liebe zum Radfahren

"Mein Fahrrad hat mich immer begleitet"

E-Bike Pedelec Riese und Müller Jean Pütz
Foto: Dennis Stratmann
Jean Pütz, TV-Moderator, Gesicht und Erfinder der Sendung Hobbythek spricht über seine Leidenschaft fürs Radfahren und erklärt, warum er zu einem echten E-Bike-Fan geworden ist.

ElektroBIKE: Herr Pütz, was hat bedeutet Fahrrad fahren für Sie?

Jean Pütz: „Als junger Mensch bin ich im Jahr 2000 bis 3000 Kilometer durch Europa mit dem Rad gefahren. Radfahren war für uns damals die einzige Gelegenheit, die Welt zu entdecken.“

Mit was für einem Fahrrad waren Sie damals unterwegs?

„Das war teilweise eher ein Eigenbau, weil uns damals das Geld gefehlt hat.“

Welche Regionen haben Sie mit dem Fahrrad erfahren?

„Zuerst sind wir aus Luxemburg an den Bodensee geradelt. Später kam Norddeutschland dazu. Dann ging es auch weiter nach Holland, Belgien, Frankreich, die Normandie. Mein Fahrrad hat mich immer begleitet.“

Auch noch während des Studiums und Ihrer Zeit bei der Hobbythek?

(lacht) „Ich habe in Köln studiert und da habe ich mir eine alte Schabracke zugelegt. Mit der bin ich dann immer zur Uni gefahren. Dann habe ich mir irgendwann einen Roller gekauft. Unter anderem war ich mit dem zum Beispiel in Schweden.“

Wurde Ihnen das Radfahren noch nie zu viel?

"Gut, jetzt wohne ich im Bergischen Land. Und irgendwann habe ich mir gedacht: 'Verdammt, musst Du Dir das noch antun'?"

Und dann haben Sie sich entschieden, auf ein E-Bike umzusteigen?

„Ich bin in Italien das erste Mal auf einem E-Bike unterwegs gewesen. Wir besitzen in der Region Apulien ein Anwesen, ganz in der Nähe von Lecce, meine Frau ist ja Italienerin. Von dort kann ich ans Meer fahren oder ins Landesinnere. Vor allem der Rückweg war immer recht anstrengend. Bei irgendeiner Gelegenheit konnte ich mal ein E-Bike ausprobieren und habe mir dann gleich eins gekauft.“

Wie nutzen Sie ihr E-Bike?

„Ich fahre bei mir in der Gegend. Zum Beispiel zum Baldeneysee oder auch mal nach Essen. Wenn ich Energie sparen kann, dann mache ich das. Ich wohne ja auch in einem Nullemissionshaus und habe dort eine Solaranlage auf dem Dach.“

Sie sind ja zu einem richtigen E-Bike-Fan geworden. Denken Sie, dass sich E-Bikes durchsetzen werden?

„Ich hoffe sehr, dass sie sich durchsetzen. Mit E-Bikes kann man ja auch hervorragend zur Arbeit pendeln. Wenn es damals schon E-Bikes gegeben hätte, wäre ich damit in die Redaktion in Köln gefahren.“

Aber nur bei gutem Wetter, oder?

„Wenn wir Aufnahmen für die Hobbythek hatte, konnte ich nicht mit dem Rad fahren. Mit dem E-Bike hätte ich auch nicht fahren können. Daher würde ich empfehlen, dass man ein E-Bike mit einem Dach baut. In der Art, wie es BMW mit dem C1 mal versucht hat. Das sollte sich bei einem E-Bike ja auch realisieren lassen, zum Beispiel mit einem Dach aus Carbonfasern. Dann wäre ein E-Bike die perfekte Auto-Alternative.“

Viele sehen in E-Bikes auch ein sehr gutes Sportgerät.

„Das gilt für das Fahrrad im Allgemeinen. Mein gesamter Muskelaufbau im Alter zwischen 16 und 18 Jahren lief übers Radfahren. Radfahren ist für mich der gesündeste Sport überhaupt. Es stärkt nicht nur die Leistungsfähigkeit im allgemeinen, sondern auch das Immunsystem.“

Trotzdem muss man erst sich erst mal aufs Rad schwingen und wirklich fahren.

„Das stimmt. Ein Zeichen unserer Zeit ist die Faulheit. Da kann das E-Bike helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden.“**

E-Bike-Fans: Hannes Jaenicke, Markus Wasmeier und Jean Pütz

In ElektroBIKE 1/2012 erzählen neben Jean Pütz auch Schauspieler Hannes Jaenicke und Olympiaheld Markus Wasmeier, warum sie E-Bike fahren. Das Magazin ist ab dem 21. März am Kiosk erhältlich. Sie können es aber auch hier direkt online bestellen.