27 E-Bikes im Labor- und Praxistest - ElektroBIKE 1/2012

Großer E-Bike-Test: Die neue E-Klasse


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27 E-Bikes im Labor- und Praxistest
Foto: Christian Lampe

 

Green Mover Lavida Plus
Foto: Extra Energy

 

Stoeckli e.t urban comfort black
Foto: Extra Energy

 

Twist Aspiro 1
Foto: Giant

 

Traveller E-Sport
Foto: Extra Energy
City-Bikes, Tourer und schnelle sportliche Flitzer – ElektroBIKE hat die Neuheiten 2012 im Magazin 1/2012 getestet.
Vergleichbare Produkte im Test

Es tut sich was, auf Deutschlands Straßen. Immer mehr Menschen lassen das Auto stehen, fahren E-Bike. Und die Gruppe wächst immer weiter. 2011 wurden über 300.000 Elektro-Fahrräder in Deutschland verkauft – eine Zahl, die in diesem Jahr locker übertroffen werden soll und wohl auch wird.

Aus einem ganz einfachen Grund: Wer einmal mit Motorunterstützung unterwegs war, kann und, vor allem, will nicht mehr ohne. Hauptgrund dafür ist die immer ausgefeiltere Technik – speziell im Bereich der Motoren. Das beweist auch der ElektroBIKE-Test. 27 Neuheiten 2012 hat die Testcrew ausgiebig gefahren.

Fazit: Bei den Antrieben hat sich eine ganze Menge getan. Vor allem bei der Kraftentwicklung der Motoren sowie bei der Reichweite der Akkus. Das erfreuliche Resultat dieser Entwicklung: Moderne E-Bikes sorgen noch länger für noch mehr Spaß.

E-Bikes mit Mittelmotor stellen größte Testgruppe

Dabei gewinnt der Mittelmotor immer mehr an Bedeutung. Der Antrieb über das Tretlager stellt im Test die stärkste Gruppe – hauptsächlich dank des Bosch-Booms. Gut die Hälfte der 27 Bikes geht mit dem 2011 eingeführten Antrieb ins Rennen.

Kein Zufall, denn der Neuling begeistert mit direktem Ansprechverhalten und der – in den entsprechenden Modi – sehr kraftvollen Unterstützung. Da wird mancher Konkurrent neidvoll erblassen. Ob insgesamt bis zu 12 unterschiedliche Unterstützungsstufen sinnvoll und notwendig sind, ist fraglich, weil sie insbesondere die Eingewöhnung verkomplizieren. Doch auch die Konkurrenz hat nicht geschlafen.

Etwa Panasonic. Zwar kann der bewährte Motor in puncto Beschleunigung und Ansprechverhalten nicht ganz mit dem Bosch-Aggregat mithalten, dafür zeigen sich die Panasonic-Bikes im Test sehr konditionsstark. So hält das Kalkhoff Sahel mit Panasonics neuem 14-Ah-Akku sagenhafte 71-Kilometer durch – auf höchster Unterstützungsstufe wohlgemerkt. Der ausdauerndste Bosch-Vertreter kommt auf 52-Kilometer (Haibike), meist sind es deutlich weniger. Zudem ist der Panasonic-Antrieb jetzt auch rücktrittkompatibel, so wie etwa beim KTM Amparo. Für viele Radfahrer ein entscheidendes Kaufkriterium.

BionX-Antrieb mit Energierückgewinnung

Einen Nabenmotor im Hinterrad trifft man deutlich seltener an. Nur noch 4 Hersteller im Test rüsteten ihre Kandidaten entsprechend aus. Dabei beweisen die Hecktriebler einen großen Vorteil: Sie laufen sehr leise und stören so kaum die Fahrfreude. Zudem bestechen sie durch ordentliche Beschleunigung und zuverlässige Unterstützung.

Der BionX-Antrieb erlaubt zudem die Energierückgewinnung: Der Akku kann bei Abfahrten und beim Bremsen geladen werden. Nachteil: Der Antrieb in der Hecknabe verlagert den Schwerpunkt weiter nach hinten. Sitzt der Akku dann noch, wie bei Rose und Giant, unter oder am Gepäckträger, reagiert die Lenkung oft sehr nervös.

Auch der Nabenmotor im Vorderrad wurde im Test 4-mal verbaut – vorzugsweise bei City-Modellen. Vorteil für den weniger sportlichen Einsatz: Die Motorunterstützung setzt bereits ein, wenn die Kurbel ohne Kraft bewegt wird. Zudem können Vorderradmotoren problemlos mit einer Rücktrittbremse kombiniert werden, was im Alltag vielen Radfahrern Sicherheit gibt. Im Test zeigen die Frontantriebe allerdings mitunter Traktionsschwächen – vor allem auf unbefestigtem Untergrund. Zudem surren die Motoren auffällig laut.

Die Highlights aus ElektroBIKE 1/2012

Testbriefe nach Kategorien

Doch der Motor alleine macht noch kein E-Bike. Genauso wichtig ist das Fahrrad selbst. Deshalb haben die Tester ein besonderes Augenmerk auf Fahrverhalten und Komfort der 27 Räder gelegt. Das Resultat lesen Sie in den Testbriefen, die ElektroBIKE in folgende 4 Kategorien eingeteilt hat:

Speed Im Gegensatz zu "normalen" Modellen sind die S-Pedelecs erst ab 45 km/h abgeregelt. Für die schnellen E-Bikes brauchen Sie einen Mofa-Führerschein und ein Nummernschild (Versicherung).

Sport Durch sportliche Geometrie, geringes Gewicht, direkte Lenkung und kraftvolle Motoren verleiten sie in jedem Terrain dazu, richtig Gas zu geben.

Tour Vom Sonntagsausflug bis zur richtig großen Fahrt – mit hohem Komfort und entspannter Sitzposition laden diese Bikes zu ausgedehnten Radtouren ein.

City Eine wichtige Rolle spielt das E-Bike in der Stadt – Thema urbane Mobilität. Ohne Schwitzen ins Büro und selbst mit den Einkäufen im Gepäck jeden Anstieg meistern – der Motor macht’s möglich.

Alle getesteten E-Bikes im Überblick


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Inhaltsverzeichnis

08.06.2012
Autor: Felix Krakow
© ElektroBIKE online
Ausgabe 2/2012